Sonntag, 15. Januar 2017

Schneeweißer Sonntag


Was für ein herrlicher, gemütlich, ruhiger und schneeweißer Sonntag!

Das Krümelchen ist noch bei den Großeltern und füttert gerade Enten und Möwen
 (typische Großelternaktivität, oder nicht?),
wir haben aus- und vor allem durchgeschlafen und sind jetzt einfach mal faul.

Und endlich komme ich wieder mal zum stricken.
Auf den Nadeln eine Babydecke von maschenfein. Nicht aus besonderem Anlass, sondern weil ich mich in das Muster verliebt habe und es so schön unkompliziert ist :)

Wir holen dann nach dem Mittag das Tochterkind ab und fahren zu den anderen Großeltern, meine Schwiegermutter feiert heute Geburtstag. Und ihr so?


Ich wünsche euch einen wundervollen Sonntag!

Mittwoch, 11. Januar 2017

Das Dessert des Lebens [Familienmoment]



 Das Krümelchen hat am Wochenende seinen allerersten eigenen Schneemann gebaut. 
Mit Oma und Opa.
Sie spielte und tobte im Schnee, wurde mit dem Schlitten durch die Wohnsiedlung gezogen und von vorne bis hinten mit Zeit, Aufmerksamkeit und auch der einen oder anderen Nascherei verwöhnt. 
So wie es bei Großeltern eben zu sein hat ;)


Mein Mann war bei einer Geburtstagsfeier am Samstag, ich musste arbeiten und so blieb wie so oft das Krümelchen bei einem Großelternpaar. Vorsichtig geschätzt würde ich sagen, dass das jeden Monat einmal vorkommt, zu manchen Zeiten häuft es sich aber auch auf mehr. Es gibt immer mal Momente, in denen ich ein schlechtes Gewissen habe als Mutter. In dem mich das Gefühl beschleicht, mein Kind zu häufig abzugeben und zu den Großeltern "abzuschieben". Da kommt natürlich auch hinzu, dass man in den sozialen Medien gern mal gezeigt bekommt, mit wie viel Freude und Liebe und Aufopferung andere Mütter sich 24 Stunden am Tag um ihr Kind kümmern. Was ich dabei oft nicht bedenke ist, dass es in vielen anderen Familien gar nicht die Möglichkeit gibt, das Kind mal eben für ein paar Stunden oder auch über Nacht zu den Großeltern zu bringen. Dass ich, wenn ich in meinem Beruf tätig sein will, kaum eine andere Chance habe. Und vor allem dass, gerade wenn ich in meine eigene Kindheit zurückdenke, die Zeit bei Oma und Opa so ziemlich die schönste und wertvollste im Heranwachsen ist. 

Mir wird immer wieder bewusst, wie gesegnet wir als kleine Familie doch sind.
Wir leben in einer Luxus-Situation. Keiner materiellen und finanziellen, sondern einer emotionalen.
Denn wir haben zwei wundervolle Großelternpaare, die sich immer gern und liebevoll im unser Krümelchen kümmern. Die nicht beleidigt sind, wenn man sich mal zwei Wochen nicht gemeldet hat, sondern selbst anrufen, wenn sie Sehnsucht verspüren. Die nicht Buch darüber führen, wie oft das Enkelchen hier oder dort ist. Die uns von Anfang an mit Liebe und Verständnis zur Seite standen, sich nie aufgedrängt haben und ihren Rat in genau den richtigen Situationen angebracht haben oder eben auch schwiegen. Die uns unsere Erfahrungen als Eltern selbst machen lassen, sich auf unsere Wege einlassen und uns nicht maßregeln. Die das Krümelchen verwöhnen, so wie es sich für Großeltern gehört, ohne dabei sämtliche Erziehung zunichte zu machen. Die mit ihr erleben und entdecken und spielen und zuhören und fördern und trösten, wann immer es geht.






Großeltern sind mit einer ganz anderen Energie da, als es Eltern sind und sein können.
Wenn Sie mit dem Kind zusammen sind, herrscht kein Alltag, keine Routine, kein Stress. 
Sie stellen sich ganz auf das Enkelchen mit seinen Bedürfnissen ein, können daher mit Engelsgeduld erklären und tragen und umherlaufen. Sie zeigen die Welt anders, als wir Eltern es tun, denn sie haben eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Sie haben bereits Kinder aufgezogen und aufwachsen sehen, haben einen großen Erfahrungsschatz und erfreuen sich an den neuen und kleinen Wesen nochmal doppelt. Sie sind da um zu verstehen und zu halten und zu stützen, um zu ermöglichen und ermutigen. Großeltern zu sein, das ist nochmal eine Nummer für sich. 
Oder wie ich letztens so schön las:



Während des Bauens ihres ersten Schneemannes mit den Großeltern war ich übrigens auch anwesend. Ich stand in der Küche meiner Eltern. Es war halb elf, wir wollten gleich im Anschluss nach Hause fahren, aber bald sollten auch meiner Schwester und ihr Freund zum Mittagessen kommen. Ich schickte meine Mutter mit nach draußen und schälte Kartoffeln und Möhren, blickte ab und zu aus dem Fenster. Immer wieder ging mir das Herz auf beim Anblick des Tochterglücks mit ihren geliebten Großeltern zusammen. Für diesen Anblick hätte ich ihnen jede Hausarbeit der Welt abgenommen und tue es immer wieder gern, damit sie die Zeit mit ihrer Enkelin voll auskosten können. Damit sie ihr Lebensdessert in vollen Zügen genießen können.

Das war mein Familienmoment der Woche. 
Noch mehr Familienmomente gibt es bei Küstenkidsunterwegs.





Freitag, 6. Januar 2017

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ein Satz, der wohl vor allem für Heimarbeiter und Vollzeitmütter oft ein rotes Tuch sein wird, habe ich Recht? Ich persönlich zumindest reagiere da öfter mal ein bisschen gereizt drauf, unterstellt diese Frage doch unterschwellig, dass man nur faul zuhause rumsitzen würde.

Tatsächlich sammelt die Bloggerin Frau Brüllen immer am fünften jedes Monats unsere Tagesroutinen und -erlebnisse, eben das, was wir so den ganzen Tag lang machen. Und das ist dann alles andere als eine Unterstellung, sondern ein ehrlicher und offener Blick auf den Alltag anderer Blogger. Finde ich super und heute mache ich zum ersten Mal auch selbst mit. Also los geht's!



5:00
Mein Wecker klingelt. Ich müsste eigentlich gar nicht so früh aufstehen, doch in den Winterferien habe ich gemerkt, dass ich viel fitter und entspannter bin, wenn ich morgens einfach früher - und vor allem vor Mann und Kind - aufstehe. Ich genieße die Ruhe und etwas Zeit für mich, während ich Kaffee und Tee koche, mir das Gesicht wasche und die Zähne putze.

5:30
Mit einem leckeren Kaffee bestückt pflanze ich mich an den Schreibtisch, plane die To-Dos für den Tag (nicht mal wenige), klicke mich ein wenig durchs Netz und beschließe, heute mal mit tagebuchzubloggen (ob es das Wort schon offiziell gibt?).

6:00
Rohkost-Schnippeln für den Lieblingsmann. Wir sind noch voll im Neujahrsmotivationshoch, alle beide ;) Beim Blick aus dem Fenster sehe ich, dass es über Nacht geschneit hat. Da das Krümelchen noch tief und fest schläft, gehe ich Schnee fegen, während der Mann sich für die Arbeit fertig macht.

6:25
Der Mann ist aus dem Haus, das Kind schläft noch immer und meine Finger tauen langsam wieder auf. Merke: So langsam sollte ich mal Handschuhe rauspacken. Ich lasse jetzt einfach mal alle fünfe grade sein und entspanne mich noch solange, bis das Mäuschen erwacht ist.

 6:35
Das Krümelchen kommt aus dem Bett getapst und begrüßt mich mit einem fröhlichen "Mija hat ausgeschlafen!". Wir kuscheln ein paar Minuten und gehen dann Zähneputzen. Das klappt ganz prima und am allerbesten, wenn Mama mitmacht. Meine Zähne wird die doppelte Portion nicht stören ;)
Danach wird gespielt und gemalt (an Mamas Schreibtisch, sie liebt es, auf dem großen Stuhl zu sitzen und zu "arbeiten") und ich kann nebenbei noch ein wenig Wäsche abhängen und sortieren finde, dass der Haushalt auch noch warten kann. Stattdessen schaue ich ihr dabei zu und darf ab und zu sogar auch was malen ;)

7:30
Aufbruch. Dick anziehen und raus in die Kälte. Ich muss ganz schön am Auto kratzen. Wir fahren zum Supermarkt, denn wir brauchen noch Milch, Möhrchen und Joghurt. Krümelchen hat den Kindereinkaufswagen für sich entdeckt, weshalb wir nun meist bei einem bestimmten Laden sind (Marketingstrategie aufgegangen, würde ich mal sagen). Danach geht's ab zur Tagesmutter, wo es schon herrlich nach Bohneneintopf duftet. Manchmal würde ich am liebsten mit da bleiben, so schön und gemütlich ist es.

8:20
Wieder zuhause. Hasen werden gefüttert, Katzen gestreichelt und dann zieht es mich für ein paar winterliche Fotos nochmal nach draußen. Wetterpracht muss unverzüglich ausgenutzt werden.



8:45
Frühstück. Kaffee, eine halbe Banane und eine Portion Overnight Oats mit Blaubeeren. Wenn das mal kein guter Start in einen (hoffentlich) produktiven Tag ist ;)

 9:00
Ran an die Arbeit. Es müssen Skripte für die erste Probe meiner Schauspieler am Wochenende gedruckt werden, ein Song muss neu geschnitten werden, das Finale der neuen Show geplant ... alles steht in Richtung der Tanzshow-Premiere im März, deren Regie ich führe. Und durch meine Aufgabe als Mitgliederverwaltung des örtlichen Kulturvereins sind heute auch noch einige Mails und Protokolle zu schreiben. Zum Glück habe ich meine Arbeitsecke im Erker und somit viel Licht und immer einen schönen Blick nach draußen.

10:45
Das Wichtigste an Bürokram ist erledigt. Jetzt mal ran an den Haushalt. Küche, Wohnzimmer und Kinderzimmer aufräumen, Wäsche ab- und wieder aufhängen, das Geburtstagsgeschenk für eine Freundin einpacken und für die Post fertig machen ... und dann mal schauen, was ich bis zu meiner selbst auferlegten Mittagspause um 12 Uhr noch so alles schaffe.






12:40
Mittagspause. Kartoffeln und Kräuterquark, jammi.
Ich hab alles erledigt, was ich mir vorgenommen habe und jetzt gibts zur Belohnung - bevor die eigentliche Arbeit losgeht - eine Folge "Downton Abbey", ein großes Knäuel Wolle und eine Häkelnadel 3,5 ... ich habe ein Geburtstagsgeschenk für meine Mama auf der Nadel. 

13:50
Aufbruch. Ich fahre noch bei der Post vorbei, um mein Geburtstagspäckchen abzugeben, das bis nach Schweden muss. Dann wird das Auto getankt und ab auf die A10 in Richtung Donnerstagsarbeit.

15:00
Ankunft im Tanzverein. Jetzt noch ne große Runde Schauspielskripte kopieren und dann geht's los mit dem Unterricht. Für die nächsten vier Stunden bin ich ohne Pause im Einsatz.

15:30
Meine kleinsten sind da, los geht der kreative Kindertanz. Heute üben wir ausführlich für einen kleinen Auftritt am Wochenende. Kostüme werden anprobiert und auf der Bühne dürfen wir auch schon einmal üben. Immer im Gepäck und in Sichtweite sind die Eltern und zahlreiche Babys (diese Gruppe war im letzten Jahr sehr geburtenstark, von 10 Mädchen sind sechs zwischen März und Oktober große Schwestern geworden ... das sieht aus wie ein Stilltreff vor dem Ballettsaal :) ). Alle sind ganz aufgeregt.

16:30
Die nächstgrößeren sind jetzt dran. Unser Fokus liegt auf zwei neuen Tänzen für die große neue Show. Beide sind diesmal große Herausforderungen für meine 16 (!) Kids, denn der eine enthält Hip-Hop-Elemente (was wir sonst gar nicht benutzen) und der andere enthält viele verschiedene Aufstellungen und Wege im Raum, teilweise mit Partner getanzt. Das ist echt nicht einfach und wir haben bis März noch ordentlich was zu tun. So langsam erkenne ich aber schon die Struktur, die ich mir ausgedacht hatte ;)

17:30
Meine "kleinen" Teenies (bis 13Jahre) sind heute eher schwach vertreten, mehr als die Hälfte fehlt, gearbeitet wird trotzdem an neuen Tänzen. Hier stehen die Choreografien komplett und alle Abläufe sind klar, jetzt wird "geputzt", also Details geklärt und geübt, um Synchronität zu erreichen. Die Mädchen arbeiten hart, das ist toll zu sehen.

18:30
Meine Großen. Auch nur in halber Besetzung durch Krankheit. Wir suchen ihre Kostüme im Fundus raus, auch sie treten am Wochenende mit drei Tänzen aus unserem Repertoire auf. Die werden dann noch geübt und eventuelle Umstellungen, falls dieser oder jener bis Samstag nicht wieder fit ist, besprochen. Ich staune immer wieder über die Selbstständigkeit meiner Großen, über das selbstverständliche Mitdenken und ihre schnelle Auffassungs- und Umsetzungsgabe .... und ein bisschen bin ich auch stolz, denn als ihre Trainerin seit vier Jahren ist das auch ein bisschen mein Werk ;)

20:00
Feierabend. Ich stiefele durch den hohen Schnee - bei uns zuhause war das viiiel weniger - und setze mich ins Auto für den Heimweg. Die Straßen sind nicht so glatt, wie es die Fahrweise der meisten vermuten lässt, aber lieber etwas vorsichtiger und dafür sicher ankommen ist ok für mich. Ich bin ein wenig erschöpft vom langen und intensiven Tag und knabbere mein Döschen mit Rohkost, das ich während meines Unterrichts natürlich nicht angerührt habe.

20:40
Ankunft zuhause. Das Kind schläft und ich kuschele mich zum Lieblingsmann mit einer kleinen Käseplatte und Feigensenf (Reste von Silvester) auf die Couch. Wir schauen noch ein bisschen "House of cards", mein Häkelprojekt wächst derweil ein weiteres Stück.

23:00
Ab ins Bett.

23:23
Das Krümelchen schreit, sie hat schlecht geträumt und hat nun Angst. Trotz gutem Zureden will sie nicht mehr in ihr eigenes Bett, die einzige Lösung ist "Papa Bettchen gehn". Weiß auch nicht, warum das nie "Mamas Bettchen" für sie ist. Vielleicht ja, weil ich wenn sie mit drin ist, meistens nur die letzten 30 von 140 Zentimetern belege. Madame Katz kuschelt sich noch auf meinem Kopfkissen dazu und schnurrt und alle in den Schlaf. Es wird im weiteren Verlauf eine ruhige Nacht :)

Freitag, 16. Dezember 2016

Rückblick und Ausblick

Jahresende.
Zeit des Rückblicks und des Ausblicks.

Ich habe es schon am Ende des letzten Jahres festgestellt:
Irgendwie ist diese "Was passiert wohl alles im nächsten Jahr?"-Aufregung verflogen.
In den Jahren zuvor jagte ein Highlight das nächste. 
Abi, Auszug, Ausbildungsbeginn, Neuseelandreise, Ausbildungsende, Zusammenzug, 
Hochzeit, Schwangerschaft, Baby, Haus. 

Nun sind wir als Familie - und damit auch ich als Person - angekommen.
Was natürlich nicht bedeutet, dass da nichts mehr passiert ;)


Das erste komplette Jahr in unserem Traumbauhaus.
Wir haben die ersten zwei Zimmer fertiggestellt, unser schönes oberes Bad und Krümelchens Kinderzimmer. Über diese Wintersaison sollen die nächsten zwei Zimmer folgen, die Decken sind an entsprechenden Stellen schon herausgerissen. Das Dach ist endlich komplett gedämmt. Als nächstes machen wir den Boden neu im Dachgeschoss und dann kann das Verkleiden mit Gipskarton und unser aller geliebtes Spachteln und Schleifen beginnen.

Das erste komplette Jahr in unserem Garten. 
Den Wandel der Jahreszeiten so ungefiltert und direkt mitzubekommen war etwas ganz besonderes für uns. Wir haben viel probiert, einiges davon funktionierte und an anderen Dingen scheiterten wir grandios. Wir haben einen Kartoffelacker erbuddelt, Schuppen und Hecken abgerissen, haben ein Gewächshaus und einen Hasenstall mit großem Auslauf gebaut. Wir haben gelernt. Neue Vorstellungen haben sich geformt und Pläne für das neue Gartenjahr haben sich herauskristallisiert.



Was so alles in einem Jahr passiert und wie schnell das alles geht, lässt sich an Kindern ja immer besonders gut ablesen. Was für ein schönes Krümeljahr das doch war!
So gegen Februar fing das Töchterchen vermehrt mit dem Sprechen an.
Seitdem gibt es kein Halten mehr. Alles wird kommentiert und nachgeplappert, oft werden wir angesprochen wie schön klar und deutlich sie doch spricht für ihr Alter. Neugier, Naturverbundenheit, Einfühlungsvermögen, ein toller Umgang mit Tieren, Freude an Bewegung ebenso wie an Ruhe, Ausgeglichenheit ... all das hat sich in diesem Jahr entwickelt und ständig potenziert. In unserer Mitte lebt ein quietschfideles und lebendiges kleines Mädchen. Und - liebe Mehrfachmamis mit relativ kurzem Abstand zwischen den Kindern, nehmt es mir bitte nicht übel, aber - ich bin immer wieder froh, all die tollen Entwicklungen dieser Zeit ganz direkt mitzubekommen und ihr meine ganze Aufmerksamkeit widmen zu können. Ich genieße mein einziges Kind gerade wirklich sehr.


Im nächsten Jahr wird sie drei Jahre alt und dann - wenn alles gut geht - von der Tagesmutter in den Kindergarten wechseln. Das sehe ich bereits jetzt mit einem kleinen weinenden Auge, denn unsere Tagesmutter ist einfach toll und der Abschied wird sicher nicht leicht fallen. Aber wir haben schonmal fiktiv einen Platz reserviert für den Fall, dass da irgendwann nochmal Bedarf ist.


Krümelchen ist vielseitig, mal ganz "typisch" Klischeemädchen und mal absolut rustikal und wild. Sie liebt es, mit dem Papa herumzutoben und ihm beim Bauen zu helfen, kann Nägel von Schrauben unterscheiden und mit Haltehilfe auch mit dem Akkuschrauber umgehen. Sie liebt aber ebenso die (teilweise echt rührende) Pflege und Umsorgung ihrer Püppi, schöne Kleidchen und ihre langen Haare. Letztere haben wir bisher noch nie geschnitten und in diesem Jahr sind sie vom wilden Wuschelkopf zu einer wirklich schönen Mähne herangewachsen. 



Und ich? Und wir?
Wir als Ehepaar haben viele verschiedene Situationen gemeistert, haben uns durch den Stress und die Anstrengung des Alltags gekämpft und schöne Momente miteinander genossen. So wenig Zeit uns als Paar im Alltag auch bleibt, umso wichtiger ist es uns, andere Dinge gemeinsam zu erledigen. Bei Problemen oder Streitigkeiten fanden wir immer wieder schnell zueinander zurück, sprachen miteinander, gingen nie wütend oder traurig ins Bett. So wollen wir es unbedingt weiter behalten, um unsere Ehe positiv und unsere Liebe frisch zu halten. 

Was mich angeht, so habe ich in diesem Jahr vermehrt das Gefühl gehabt, nun wirklich erwachsen geworden zu sein - also auch gedanklich. Auch in meinem Kopf haben sich Vorstellungen geformt und Klarheiten gebildet, die vorher so noch nicht vorhanden waren. Ich nehme mir vor, weiterhin stets ehrlich mit Gedanken und Gefühlen umzugehen und sowohl auf meinen Kopf als auch auf Bauch und Herz zu hören.


Und somit bleibt, ganz ehrlich gesagt, gar kein so wirklich konkreter Vorsatz für das nächste Jahr.
Tatsächlich nicht.
Wir werden weiter leben und lieben und lachen und bestimmt auch das eine oder andere mal leiden.
Wichtig ist dabei aber immer das Gefühl, die Kommunikation, die Wertschätzung, die Liebe.
Wichtig ist das Leben.
Alles andere kommt von ganz allein und meist eh anders als man glaubt.


Verlinkt bei Phinabelle.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Familienmomente in der Adventszeit

Hallöchen meine Lieben,

Genießt ihr die Adventszeit?
Bei uns - und sicherlich auch bei vielen anderen - geht diese schöne und eigentlich ja grundsätzlich besinnliche Zeit auch immer mit dutzenden zusätzlichen Terminen, Feiern und Konzerten einher, sodass von der Besinnlichkeit gar nicht so viel übrig bleibt. Kennt ihr, ne?

Und trotzdem sind sie immer wieder da, diese wundervollen Momente voller Ruhe und Familie und Glück und manchmal auch Adventsseligkeit. Die meisten davon geschehen im Stillen und Privaten und nur für die Erinnerung in Kopf und Herzen gedacht, doch einige gibt es auch als Fotos festgehalten. Ein paar davon möchte ich euch heute gern zeigen.

Hier sind also meine Familienmomente in der Adventszeit.
Noch mehr Familienmomente findet ihr bei der lieben Küstenmami, der ich an dieser Stelle herzlichst für diese wunderschöne Aktion danke. Immer wieder bin ich gern mit dabei, ebenso wie bei Frollein Pfaus Mittwochs mag ich.
Im übrigen mein 150. Beitrag auf Glück gibt's gratis :)



Diese Adventszeit läuft bei uns besonders kreativ ab, denn das Krümelchen hat ein absolutes Faible dafür entwickelt. Malen, pinseln, stempeln, schneiden, stanzen, kleben ... kein Tag vergeht, ohne dass hier gebastelt und gewerkelt wird, oft schon direkt nach dem Aufstehen. Ich liebe es, ihr dabei zuzusehen, so voll konzentriert und komplett in sich ruhend ist sie dabei. Und könnte mich wegschmeißen, wenn sie, ohne auch nur aufzublicken, völlig trocken ein "Moment, Mija will noch in Ruhe malen" raushaut, wenn man sie in diesem Zustand etwas fragt. Das Ausmalen funktioniert erstaunlich gut, vom anfänglichen Krikelkrakel haben wir uns jetzt verabschiedet.

Auch Mama malt und bastelt gern, so entstand aus einer alten Pappkiste aus dem Supermarkt das Untergestell für Krümelchens Adventskalender und auch unsere Weihnachtsbox - eine neue Tradition, die ich in diesem Jahr starten will und von der ich euch bestimmt nochmal genauer erzähle - wurde grundiert. Das natürlich mit so viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit ...



Krümelchen ist jetzt zweieinhalb Jahre alt und bekommt nun erstmals so wirklich den ersten Anflug von Weihnachtszauber mit. Ihre leuchtenden Augen und die überraschte Mine zu sehen, als am Nikolausmorgen plötzlich große Socken am Treppengeländer hingen, war unheimlich bezaubernd. Das morgendliche Öffnen der von mir bestückten Adventskalendersäckchen wird diszipliniert durchgeführt. "Jeden Tag nur eins" sagt der Krümel dann immer, das hat sie gut verinnerlicht.

Traditionell haben wir auch wieder ein kleines Fotoshooting mit der Elfencousine gemacht. Dieses Jahr lief das wesentlich besser als im letzten, da haben wir die beiden kaum gemeinsam auf ein Bild bekommen (geschweige denn, dass beide gleichzeitig geguckt hätten). Jetzt haben wir viele tolle Motive und Bilder der Mäuse, die sich immer besser verstehen und miteinander spielen können. Es macht den Anschein, als würden sie sich so langsam in ihren grundverschiedenen Wesen und Charaktern gegenseitig ergänzen, anstatt alle zwei Minuten aneinander zu ecken.

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit unseren zwei Katzen. Ein kleines vorgezogenes Weihnachtswunder. Unsere flauschig-rote Madame Katz lebt seit mittlerweile fast vier Jahren bei uns. Mit dem Umzug ins Traumbauhaus kam dann auch die alte Madame Miez dazu, beziehungsweise blieb sie hier leben und wir kümmern uns nun um sie. Im ersten Sommer hat sie sich von einer wirklich asozialen und biestigen Katze zu einem treuen und gar nicht mehr scheuen Tier entwickelt. Sobald sie jedoch Madame Katz sah, wurde gefaucht und weggerannt, später auch mit der Pfote geschlagen (immer öfter wurde sie von dem jungen frechen Ding aber auch provoziert). In den letzten drei Wochen, die Madame Miez - eigentlich eine "Draußen-Katze" - hauptsächlich im Haus verbrachte, kam der lang ersehnte Wechsel. Nun hat jagen sich die beiden fast schon spielerisch durch die Gegend, sind vollkommen entspannt in Anwesenheit der anderen und befinden sich meist im selben Zimmer und in Sichtweite. Miez und Katz haben sich offensichtlich endlich angefreundet. Hallelujah!


Und ist der Adventszauber bei euch auch schon eingezogen?

Freitag, 2. Dezember 2016

Hallo Adventszeit!

Und hallöchen liebe Leser,

Da sind es ja doch schon wieder einige blogfreie Wochen geworden. Ich dachte, die gedanken- und arbeitstechnisch vollgepackte Oktoberzeit würde sich dann wieder verflüchtigen und Platz zum bloggen lassen. Jedoch ging sie stattdessen nahtlos in die Voradventszeit über und die akuten Aufgaben, die meinen Kopf blockieren, reißen einfach nicht ab. Eigentlich nicht einmal jetzt. Aber es ist noch vor fünf Uhr morgens und ich bin  - von den Katzen mal abgesehen - die einzige wache Person hier. Also kann ich mich genauso gut mal wieder an den PC setzen und mich bei euch mit einem kleinen Zwischenstand aus dem Hause Sonnenschein melden :)



Ja, kalt ist es zwischenzeitlich immer mal wieder geworden. Das muss ich euch nicht erzählen, ihr bekommt es selbst draußen mit. Und wenn nicht, dann bestimmt, weil irgendjemand immer das Wetter auf Facebook kommentiert ;)

Die Gartensaison ist vorbei. Ob mein Versuch, Radieschen und winterfeste Salate im Gewächshaus zu ziehen, funktionieren wird? Das wird wohl die Zeit zeigen, ich bin auf jeden Fall gespannt. Zumindest ein paar grüne Blättchen sind da und die sind allemal als Hasenfutter geeignet.






Ich freue mich mittlerweile unglaublich auf die Weihnachtszeit und vor allem die freien Tage zwischen den Feiertagen, die wir - der Lieblingsmann, das Krümelchen und ich - zusammen verbringen werden. Zeit zu dritt ist ja bei uns eher rar gesät im Alltag. Die verschiedenen Arbeitsrhythmen machen es einfach nicht anders möglich. Dafür versuchen wir die Zeit, in der wir wirklich alle zusammen sind, auszukosten und zu genießen - ohne Druck jetzt sonst was besonderes in diese Zeit hereinzuquetschen. Einfach nur Mama, Papa und Tochter. Und zwei Katzen. "Dank" grippal infiziertem Möwenfund ganz in der Nähe darf jetzt auch unsere "Draußen-Katze", die wir mit dem Haus sozusagen übernommen haben (erzähle mal einer dem sturen alten Ding, dass sie umziehen soll), nicht mehr das Haus verlassen. Gar nicht so einfach, aber zum Glück haben wir die Hälfte der Beobachtungszeit schon hinter uns und wenn alles gut geht, ist der Vogelgrippenbeobachtungssperrkreis - ein Wort zum Galgenmännchenspielen! - in einer Woche auch wieder aufgehoben.


Der Weiterausbau in der zweiten Etage hat im November begonnen. Bisher sind ja "nur" das obere Bad und Krümelchens Kinderzimmer fertig, in diesem Winter sollen die nächsten zwei Zimmer drankommen. Sicherlich geht das alles nicht sonderlich schnell voran, denn unter der Woche kommen wir bis auf zwei Stunden Dienstag abends - da bin ich mal vor 20 Uhr zuhause - ist keine Möglichkeit zu bauen. Der Lieblingsmann betreut das Krümelchen und zumindest im jetzigen Stand unserer Baustelle kann sie da nicht einfach mit dabei sein. Frühjahr, Sommer und Frühherbst haben wir wenn möglich im Garten verbracht. Es ist uns wichtig, nicht nur im Haus zu ackern, sondern auch das drumherum zu genießen. Wir haben uns geschworen: wir wollen die Bauerei nicht als Muss und Frust ansehen. Klar, irgendwie will man auch vorankommen. Aber das Leben findet meiner Meinung nach noch weiter vorne statt. So sind wir zwar langsamer als wir theoretisch sein könnten, haben aber weiterhin Lust und Kraft und Power.


Der Bauherr und sein Werk. Bei so einem alten Haus wie unserem steht vor dem Schönmachen immer erstmal das Kaputtmachen und Dreckmachen. In den zwei hinteren Zimmern haben wir nun je eine Hälfte der Decke herausgerissen. Vom Rest muss auch der Boden - bestehend aus Schlacke und alten Zeitungen von 1933 - noch raus und dann ordentlich neu aufgebaut werden. Gerade klemmen wir aber erstmal noch Dämmwolle zwischen die Dachsparren - eine eklige Arbeit, das sage ich euch, und dabei haben wir schon das hochwertige "hautverträgliche" Zeug gekauft - damit auch auf unserem Dach in diesem Winter Schnee liegen bleiben kann. Später dann sollen schmale Treppen nach oben führen, sodass jedes der beiden künftigen Kinderzimmer über eine zweite Etage zum Schlafen und Chillen verfügt. Vor allem für das mittlere Zimmer ist das wichtig, da dieses ansonsten doch etwas klein wäre. Achja, und da wo der Lieblingsmann durchguckt, muss noch zugemauert werden und dafür folgt ein Durchbruch aus dem Flurstück, der mal die Toilette war (ich muss euch mal ne Skizze malen ;) ). Schließlich wollen wir ja keine Durchgangszimmer haben.
Ihr seht also: Arbeit ohne Ende wartet auf uns.


Definitiv zu kurz gekommen ist jetzt für eine ganze Weile mein Hobby mit der Wolle. Und wenn ich mich an die Nadeln gewagt habe, dann nur für das allereinfachste (Babydecken zum Verschenken).
Jetzt habe ich mir aber vorgenommen, dem Krümelchen zu Weihnachten Klamotten für ihre heißgeliebte Püppi zu stricken. Mützchen habe ich schon fertig und mit den Söckchen habe ich mich jetzt auch ganz gut zurechtgefuchtelt. Letztere trägt Püppi sogar schon, weil Krümel im ersten Adventskalender-Säckchen neue Hausschuhballerinas hatte und dann auch ihrer Püppi was an die absurd kleinen Füßchen - geschätzte Schuhgröße 3 - ziehen wollte. Also muss ich wohl nochmal ein paar machen und die dann gut verstecken ;)


Apropos Adventskalender, hier ist er ;)
Ich benutze wieder die Beutelchen, die ich so ziemlich als allererstes mit meiner damals neuen Nähmaschine vor vier Jahren genäht habe - meine ersten Nähversuche also. Sie erfüllen durchaus noch ihren Zweck. Drinnen sind Kleinigkeiten für das Krümelchen, viele davon gar nicht gekauft, sondern aus meinem eigenen Bastelvorrat entnommen. Basteln, Stempeln, Pinseln, Ausstechen ... das alles ist gerade das Größte fürs Töchterchen und steht am jeweiligen Tag dann auch dafür, dass ich mich mit dieser Aktivität mit ihr beschäftige. Außerdem gibt es Badezeug und auch ein paar kleine ausgewählte Spielzeuge, Haarspangen ... auch wenn ich mir vorgenommen habe, da nicht so ne große Nummer draus zu machen, sammelte sich das alles dann doch gut zusammen. Das meiste sind Dinge, die ich ihr sowieso besorgt hätte :)


Tjoah, soweit war es das für heute erstmal von mir. Ich würde ja gerne versprechen, jetzt wieder öfter was zu schreiben oder zu zeigen. Ob das realistisch ist, sei aber mal dahingestellt. Sowohl privat als auch im Job - was sich bei mir als Freiberuflerin ja schonmal eh schwer trennen lässt - habe ich so viele parallele Dinge um die und zwischen den Ohren, dass ich mich wirklich bestens ausgelastet fühle. Gerade auch deswegen, weil ich nichts davon einfach mal so nebenbei machen kann. Einen Tag auf Arbeit absitzen ist für mich keine Option, weniger als 100% darf ich nicht geben. Das ist der "Nachteil", wenn man seine Leidenschaft auch beruflich auslebt. Es muss einfach auch jeder Moment mit Leidenschaft gefüllt sein, sonst funktioniert das ganze nicht. Mittlerweile bin ich an einem Punkt angekommen, an dem meine Aufträge so zugenommen haben, dass meine Kapazitäten ausgefüllt sind. Mehr würde ich jetzt wirklich nicht wollen und schaffen. Und so ist es genau richtig, um zwar auch erschöpft zu sein am Ende des Tages, aber trotzdem immer wieder mit neuer Kraft und neuem Schwung aufzuwachen und voller Lust auf alles weiterzumachen.

Und wenn mir der Sinn danach steht, erzähle ich euch halt mal hier und da ein bisschen davon. Also weiterhin keine Ratgeber-Artikel, keine regelmäßigen Entwicklungsstandsanzeigen oder Aufgespringe auf jedes grassierende Elternbloggerthema. Ich will mir keinen Druck zum Schreiben machen. Dazu war der Blog nie gedacht und da ich ja doch nicht so professionell geworden bin, wie ich es zwischendurch mal vorhatte, kann ich mir das glücklicherweise auch erlauben. Unter Druck mögen zwar Diamanten entstehen, aber sicherlich nicht unbedingt gute und lesenwerte Texte ;)


In dem Sinne: macht es gut und bis demnächst!

Eure Jessi

Montag, 31. Oktober 2016

Nix mit Halloween

Guten Morgen meine Lieben,


Ich muss jetzt mal ganz ehrlich zugeben: diese ganze Halloween-Sache lässt mich dieses Jahr doch sehr unbefriedigt zurück. Noch letztes Jahr bin da so drin aufgegangen, habe gebacken und gekocht, einen großen Korb mit Süßem und Basteleien fertig gemacht, Kürbisse geschnitzt und die Nachbarn samt Kinder zur urigen Gartenfeier mit Kürbissuppe und Glühwein eingeladen.

Dieses Jahr fällt das ganze nicht nur kleiner, sondern fast völlig aus.

Ich muss nämlich arbeiten. Das kommt davon, wenn man in Berlin arbeitet :p

Kürbisse haben wir zwar sogar aus dem eigenen Garten, das Schnitzen aber total verpennt.
Und Basteleien bzw. Süßes für die vorbeikommenden Gespenster (die ich selbst ja gar nicht miterleben werde, weil ich erst halb zehn zuhause bin) ... gestern Abend wollte ich zumindest noch kleine Tütchen mit Kürbismandarinen und ein paar Kleinigkeiten zusammenpacken. Dann aber schnitt sich der Lieblingsmann heftig in der Küche und nach Verarztung (was bin ich manchmal froh darüber, immer einen aktuellen Ersthelferkurs machen zu müssen) und Beseitigung der Spuren musste ich dann zuende kochen. Also versuche ich das heute vormittag noch, neben wichtigen Mails und Vorbereitungen, Musikschneiden und Veranstaltungen planen und das alles mit verletztem Mann und Kleinkind zuhause. 

Happy Halloween.

Nächstes Jahr dann auch wieder bei mir :)


Übrigens ... seit dem Sommer gibt es Glück gibt's gratis auch auf Instagram
Als gratisglueck könnt ihr mir dort auch gern folgen und noch ein bisschen mehr von dem kleinen und großen Glück sehen, das mich tagtäglich begleitet ;)

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