Sonntag, 6. Mai 2018

1000 Fragen an mich selbst [#18]





341: Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?
Über Ignoranz und böswillige Unehrlichkeit. Und über so einige Entscheidungen in der Bildungspolitik.

342: Kann jede Beziehung gerettet werden?
Das kommt darauf an, was genau an ihr kaputt ist. Mittlerweile habe ich auch schon Beziehungen erlebt, bei denen wirklich nichts zu retten war und ist.Also nein.

343: Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?
Ziemlich bezeichnend ist ja, dass ich mich zuerst verlesen habe und erstmal einen kleinen Aufsatz über das, was mich an meinem Körper stört, geschrieben habe. Nunja ... was ich an mir aber mag sind meine Hände und mein Gesicht, vor allem meine Augen und Lippen.

344: Womit hält du dein Leben spannend?
Da muss ich selbst gar nichts machen, das Leben hält sich selbst spannend.

345: Kannst du unter Druck gute Leistungen bringen?
Wenn es kein komplett negativer Druck ist, ja. Dann kann er mich sogar ziemlich beflügeln. Und so ein kleines bisschen Druck braucht es für manche Dinge auch. Ohne dazugehörige Deadline oder näher rückenden Termin können Dinge und Aufgaben nämlich schnell mal auf die "müsste ich mal"-Liste rutschen. Und die ist ziemlich lang.

346: Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?
Jede Lebensphase hat ihre Höhepunkte und Besonderheiten. Das kann und möchte ich gar nicht werten. 

347: Findest du andere Menschen genau so wertvoll wie dich selbst?
Definitiv.

348: Hast du immer eine Wahl?
Eine Wahl hat man doch eigentlich immer. Love it, leave it or change it - so heißt es ja so schön. Dass die Wahl dabei immer leicht oder eindeutig ist muss das aber nicht bedeuten.

349: Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
Ich bin ein wahres Frühlingskind, kann aber auch jeder anderen Jahreszeit etwas angewinnen. Ich mag es mittlerweile sehr zu beobachten, wie sich die Natur unter den Jahreszeiten immer wieder verändert und erneuert.

350: Wie hättest du heißen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?
Schwer zu sagen. Ich habe meinen Namen noch nie in Frage gestellt, ich bin zufrieden mit ihm. 

351: Wie eitel bist du?
Nicht so sehr. Ich bin auch öfter mal ungeschminkt und nicht zurecht gemacht in der Öffentlichkeit zu sehen. Ich putze mich nicht groß heraus, wenn ich einkaufen gehe oder meine Tochter in den Kindergarten bringe. Das liegt aber auch daran, dass ich vom morgendlichen Aufstehen keine Zeit dafür habe, denn es müssen die Brotdosen für Arbeit und Kindergarten fertig gemacht werden, dann räume ich möglichst noch etwas auf und schon ist es 6 Uhr und der Babysohn ist wach. Ein klein wenig mehr Eitelkeit in Form von Selbstfürsorge am Morgen möchte ich mir aber gern angewöhnen. Auch wenn das bedeutet spätestens um fünf aufzustehen, es fühlt sich schon anders an, wenn ich mir 10 Minuten nur für mich nehme.

352: Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?
Eine gesunde Mischung macht es. Der erste Impuls kommt immer vom Herzen, der Verstand darf aber auch immer nochmal drübergucken.Wenn das Herz aber nicht mitzieht, dann kann der Verstand noch so gute Argumente bringen.

353: Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?
Ich glaube das letzte "Risiko" war es für einige, dass ich meinen Sohn trotz Beckenendlage spontan und natürlich auf die Welt bringen wollte. Für mich und mein Gefühl hatte das zwar nichts mit Risiko zu tun, da ich mir vollkommen sicher war im Vertrauen in meinen Körper - und das zurecht -, aber viele, mit denen ich darüber sprach, hätten zur Sicherheit lieber den Kaiserschnitt in Kauf genommen.

354: Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?
Das kommt darauf an mit wem ich spreche und was das Thema ist. Wenn ich etwas zu sagen oder viele Fragen habe, dann übernehme ich die Führung gern. Ich kann sie aber auch gut überlassen.

355: Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?
Wenn ich mich mit Fernsehserien auskennen würde ... keine Ahnung.

356: Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?
Die Gäste und die Stimmung.

357: Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?
Nicht immer. Wenn es um meine Arbeit geht, dann ganz gut, persönlich oft weniger. Ich relativiere gern mal oder rede gute Dinge klein. Ich arbeite daran, diesen Impuls zu unterdrücken.

358: Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?
So mittelmäßig. Meine eigene Gesundheit steht im Zweifelsfall schonmal hinten an, wenn es um meine Familie oder andere Verpflichtungen geht. Als Freiberuflerin nimmt man sich auch nicht einfach mal Zeit zum Erholen, es sei denn es ist wirklich schlimm und akut. Ich bin froh, dass meine Abwehrkräfte gerade gut funktionieren und ich die letzten beginnenden Erkältungen gut habe bekämpfen können, bevor sie richtig losgelegt haben. 

359: Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?
Auf jeden Fall eine sehr private ;)

360: Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Das kann ich so genau gar nicht sagen, unser letzter Urlaub liegt drei Jahre zurück. Diesen Sommer fahren wir endlich wieder mal weg, wie das dann genau läuft wird man sehen. Früher habe ich gern ausgeschlafen und viel gelesen, in unserer jetzigen Familienkonstellation wird es das sicherlich nicht ;)



Noch mehr Antworten gibt es wie immer auf  Pinkepank.

Montag, 30. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#17]

Ohne große Eingangsworte geht es weiter mit den nächsten 20 Fragen aus der Reihe von Johanna. Da findet ihr übrigens auch noch mehr Teilnehmer und Beiträge dazu ;)




321: Was gibt dem Leben Sinn?
Menschen, mit denen man es teilt. Denen man Freude und Wärme und Liebe entgegenbringen kann. Etwas Gutes in der Welt zu hinterlassen, seien es nun große Taten, gute Gedanken oder die eigenen Kinder, die man liebevoll zu vernünftigen Menschen erzieht.

322: Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Ich hätte gern frühzeitiger gewusst, was es bedeutet Mutter zu sein. Dann hätte ich schon viel früher wirklich zu schätzen gewusst, was es für meine Eltern hieß, mich und meine Schwester zu haben, großzuziehen, ziehen zu lassen. Dann hätte ich ihnen schon viel früher danken können. Aber so ist es nun einmal, wirklich verstehen kann man all das erst, wenn man ein eigenes Kind hat.

323: Wie alt fühlst du dich?
Wie Mitte/Ende 20, also so wie ich bin. Manchmal muss ich mich selbst daran erinnern, dass ich jetzt aber echt nicht mehr zur Kategorie "junge Frau" gehöre ;)

324: Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Ich sehe ein freundliches und herzliches Gesicht, einen oft lächelnden Mund, einen warmen und aufgeschlossenen Blick. Ich sehe einen großen, weich gepolsterten Mamakörper, der zwei gesunde Kinder in sich hat wachsen lassen und geboren hat. Arme, die tragen und umarmen. Hände, die streicheln, aber auch fest anpacken können. Stämmige Beine, die mich durchs Leben tragen. Rundum, eine Frau, die weiß wer sie ist und was sie kann und die in all ihrer Unpersektion völlig im Reinen mit sich selbst ist.

325: Kannst du gut zuhören?
Ja.

326: Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
"Und du bist echt schon so früh wieder arbeiten gegangen?" Gerne begleitet von Zusätzen wie "Also ich könnte das ja nicht." und "Dazu bin ich viel zu sehr Vollblut-Mama."

327: Ist alles möglich?
Nein, nicht alles. Aber viel mehr, als man manchmal so glaubt.

328: Hängst du an Traditionen?
Ich liebe Traditionen, sie geben den Dingen einen bekannten und festen Rahmen, fühlen sich nach Geborgenheit und Heimkommen an. Und ich mag es sehr, wie wir als Familie eine Mischung aus den jeweils vom Elternhaus mitgebrachten Traditionen und eigenen neuen erschaffen.

329: Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Ich bin mir tatsächlich keiner finsteren Gedanken bewusst. Aber alle meine Gedanken kennen mein Mann und meine beste Freundin.

330: Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Allem voran ehrlich und liebevoll, klug und humorvoll, interessiert und begeisterungsfähig. Und da mein idealer Partner definitiv mein Mann ist: dunkelhaarig mit warmen braunen Augen und Vollbart.

331: Wonach sehnst du dich?
Nach mehr Familienzeit, aber auch nach Zeit für mich selbst.

332: Bist du mutig?
Ich bin jetzt kein Adrenalin-Junkie, der immer wieder von einem Abenteuer ins nächste hüpft. Aber ich kann mutig sein, wenn es gebraucht wird. Und manchmal bin ich es einfach, ohne darüber nachzudenken oder es als mutig zu empfinden, einfach weil Dinge getan werden müssen.

333: Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Ich würde sagen: für vieles. Es gibt wohl aber auch so Dinge im Leben, für die gibt es keine richtige Zeit. Der Verlust eines geliebten Menschen zum Beispiel, da wüsste ich nicht, was da richtig wäre. Viele Dinge im Leben passieren ja auch einfach, da kann man sich das mit der Richtigkeit sowieso erst im Nachhinein zurechtlegen.

334: Wofür bist du dir zu schade?
Das Einzige, wofür ich mir zu schade bin, ist es, meinen Kopf auszuschalten und blind der Meinung und Aussagen anderer zu folgen. Sonst für nichts.

335: Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Ganz ohne? Hm ... wenn ich müsste, dann sicherlich. Aber ein Jahr ist lang, meine Kinder und mein Mann würden mir umheimlich fehlen. Alleinsein an sich kann ich aber sehr gut und gern. So ne Woche könnte ich durchaus mal gebrauchen ;)

336: Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Ich bin immer mal wieder stolz auf mich und auf das Leben, das ich so führe. Es mag vielleicht nicht so aussehen - es ist nicht prunkvoll, ist voll mit Arbeit, nicht so voll mit Geld, sieht nicht nach Möbelkatalog oder Gartenzeitschrift aus und ich selbst auch nicht wie von einer Titelseite entsprungen - aber ich liebe es und bin sehr stolz auf das, was wir uns erschaffen haben.

337: Bist du noch die Gleiche wie früher?
Natürlich nicht, das wäre ja furchtbar. Nicht, weil ich mich früher furchtbar fand, sondern weil Entwicklung und Veränderung zum Leben dazugehört. Was hätte ich denn in den letzten Jahren erlebt, wenn es mich nicht auch verändern würde? Der Grundkern ist sicherlich der Gleiche. Die Erfahrung der Jahre und meine eigene Entwicklung haben da schon so einige zusätzliche Facetten geformt und hervorgebracht.

338: Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Weil sie mir Spaß macht und ich sie als wertvoll erachte. Weil sie dankbar (wenn auch nicht sonderlich dankbar gut bezahlt) ist und Freude bringt. Nicht zuletzt aber auch, weil mir mein Mann die Freiheit ermöglicht und mich darin bestärkt, diese Herzensarbeit auszuüben.

339: Welche schlechten Angewohnheiten hast du?
Ich werde zu schnell zu emotional, schiebe Unangenehmes gern mal ein Weilchen vor mir her und kann zu gut über Dinge hinwegsehen, ohne sie zu lösen.

340: Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Ja, auf jeden Fall.

Sonntag, 22. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#16]

Ja, ich weiß, mehr als die 1000 Fragen an mich selbst passiert hier gerade nicht. Ich bin froh, dass es sie gibt, sonst wäre hier womöglich gerade wohl komplette Funkstille.

Das Leben als Zweifachmami ist schön, aber auch sehr anstrengend und herausfordernd. Die Kinder sind toll, ich staune jeden Tag über die Große, ihr Einfühlungsvermögen und ihr unglaubliches Zeichentalent (das sage jetzt nicht nur ich als Mutter ... wir staunen alle, denn das, was sie mit ihren fast vier Jahren so malt, kriegen manche Zweitklässler kaum hin) und über den Kleinen, seinen wachen Blick und seine motorische Aktivität. Letzterer ist jetzt fast genau fünf Monate alt, hat seit zwei Wochen schon beide untere Schneidezähne und futtert mit Vorliebe seinen Mittagsbrei.

Dazu halten mich Haushalt und Garten ebenso auf Trab wie natürlich auch der Job, den ich seit zwei Wochen jetzt auch wieder an vier ganzen Nachmittagen in der Woche ausübe. Wenig bis keine Zeit für mich selbst bedeutet das und daher noch weniger für den Blog. Aber für die wundervolle Aktion von Johanna nehme ich mir gern etwas Zeit, so viel muss einfach sein.






301: Worin bist du ein Naturtalent?
Ich bin von Natur aus sehr musikalisch und einfühlsam, das würde ich schon als mein Talent sehen.

302: Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
Das werde ich nicht in der Öffentlichkeit überlegen, dabei geht es ja nicht mehr nur um mich. Aber ich gehe davon aus, dass sich die allermeisten derer, die mich umgeben, in einem stetigen Prozess der "Verbesserung" befinden.

303: In welcher Situation warst du unfair?
Ich kann mich immer mal wieder unfair verhalten, auch wenn ich es nicht darauf anlege. Am unfairsten für mein Gegenüber ist es wohl, wenn ich sehr schnell sehr emotional werde. Unter Tränen lässt es sich schwer argumentieren und diskutieren, es lähmt den anderen und blockiert eine vernünftige Auseinandersetzung. Ich mache das aber nicht absichtlich oder aus Berechnung und es passiert auch nur unter meinen allerengsten Vertrauten... aber das ist definitiv etwas an dem ich arbeiten will.

304: Fühlst du dich fit?
Es könnte und sollte definitiv besser sein. Aber unfit fühle ich mich nun auch nicht. Ich denke ich bin fitter als man so vermuten würde ;)

305: Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Nicht in dem Maße, wie ich es eigentlich gern hätte. Das ist als Freiberufler ja so eine Sache. Zu meinem 30. Geburtstag will ich das aber geschafft haben.

306: Von welchem Buch warst du enttäuscht?
Ich erinnere mich an ein einziges Buch in meinem Leben, das ich angefangen habe zu lesen und dann abgebrochen und tatsächlich weggeworfen habe. Ich kann mich weder an den Titel noch den Autor erinnern, aber es war so ein wissenschaftlicher Thriller. Und er war so aufdringlich und vordergründig geschrieben, dass ich mich als Leser wirklich enorm bevormundet und für blöd gehalten vorgekommen bin. Ganz furchtbar.

307: Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Wir haben unser Haus gekauft ... der tollste Grund überhaupt!

308: Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken?
Ich versuche es stets zu vermeiden, denn nichts auf der Welt ist rein schwarz oder weiß oder gut oder böse. Auch wenn das die Dinge manchmal vielleicht einfacher machen würde.

309: Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Das ist pures Glück und eine tiefe, tiefe Zufriedenheit.

310: Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Essen und Trinken gehört zur Geselligkeit schon irgendwie dazu. Dabei geht es aber nicht um die Masse, sondern eher um die Qualität bzw. die Atmosphäre, in der man beisammen ist.

311: Welche Dinge stehen noch auf deiner To-Do-Liste?
Steuererklärung, Protokolle abtippen, Werbung rausschicken, Wäsche waschen, Beete säubern, Unkraut zupfen, angezogene Pflänzchen umtopfen ... soll ich fortfahren? Als Mutter und Freiberuflerin, als Haus- und Gartenbesitzerin ist die Liste nie leer. Nie.
Natürlich habe ich auch eine kleine To-Do-Liste des Lebens. Ich möchte in meinem Leben unbedingt lernen wie man Harfe spielt und Wolle spinnt, ich möchte Neuseeland noch einmal besuchen (dieses Mal mit meinem Mann), eine Woche lang jeden Abend ins Theater im Londoner West End gehen, ein Buch schreiben und veröffentlichen. Und ich möchte es hinbekommen, ordentliche Radieschen im Garten heranzuziehen. Daran bin ich die letzten Jahre immer gescheitert, obwohl es doch das Einfachste überhaupt sein soll.

312: Hegst du oft Zweifel?
Ach, haben wir die nicht alle? Gerade als Mutter zweifelt man immer wieder an sich und dem, wie man sich so in bestimmten Situationen verhält. Gerade wenn man sich dazu hinreißen lässt, sich selbst mit anderen - bzw. mit dem, was andere so von sich sagen oder zeigen - zu vergleichen. Ich hab da auch letztens mal so einen Spruch gehört, den ich mir sehr zu Herzen nehme seitdem und auch mit Vorliebe meinen Schülern vermittle: Zweifel zerstören mehr Träume als Fehler es je könnten.

313: Womit bist du unzufrieden?
Natürlich gibt es Dinge, die ich nicht ideal finde. Dem Gefühl reiner Unzufriedenheit gebe ich aber keinen Platz in meinem Kopf, da mich das sonst zu sehr blockiert.

314: Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Das habe ich lange nicht gemacht ... am ehesten war es aber immer "Ich hoffe ich muss nicht brechen". Aus Gründen.

315: Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Generell ja. Wenn man aber nur etwas für andere tut, um etwas wieder zu bekommen oder aus Zwang, weil eine Gegenleistung fällig wäre, erfüllt das für mich nicht den Kern der Sache. Ich würde gern in einer Gesellschaft leben, in der es selbstverständlich und ohne Bedingungen ist, einander zu helfen.

316: Bist du schon mal schikaniert worden?
Nein. Ignoriert oder nicht für voll genommen, ja, auch schon ungerecht behandelt oder böse betitelt worden ... aber schikaniert wurde ich noch nie.

317: Wie spontan bist du?
Weniger als ich es zugeben will. Wenn ich erstmal einen Plan habe, dann bin ich weniger flexibel als es mir lieb ist. Wenn ich mir aber erst gar keine zu festen Pläne mache, dann kann ich auch sehr spontan sein. Naja, so sehr es mit zwei Kindern eben geht.

318: Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Ja, meinen Mann und meine Kinder, meine Schwester und meine besten Freundinnen, meine Eltern und Schwiegereltern, Schwager und Schwägerin ... kurz: meine Liebsten würde und werde ich stets bedingungslos unterstützen.

319: In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Darüber habe ich jetzt einige Tage sehr angestrengt nachgedacht, um da nichts zu übergehen. Einfach für mich, denn das hier ist ja vor allem dazu da, auch mal etwas verborgeneren Gedanken und Gefühlen nachzugehen, über die man im Alltag gern drüber weg sieht. Aber nein, da ist nichts. Ich trage glücklicherweise keine Schuldgefühle in mir. Ok ... Vielleicht ein kleines bisschen mir selbst gegenüber, weil ich mich selten genug um mich kümmere.

320: Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Meine längste wirklich enge Freundschaft ist die zu meiner besten Freundin, die nun schon seit 14 Jahren besteht ... das ist gerade in diesem Jahr die Hälfte meines Lebens! Ich habe aber auch einen Kumpel, mit dem ich von der ersten Klasse an die Schulzeit erlebt und auch immer noch regelmäßig Kontakt habe. Das sind dann 22 Jahre. Uff, jetzt fühl ich mich alt :D

Sonntag, 15. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#15]

Wow ... seit 15 Wochen geht nun schon die Aktion von Johanna, in deren Rahmen ich mir ebenso wie viele andere Bloggerinnen und Blogger jede Woche 20 Fragen stelle, die mich mir selbst Stückchen für Stückchen näher bringen sollen.

Am Ende dieses Posts habe ich bereits 300 Fragen beantwortet.
Manche davon waren leicht zu beantworten, andere musste ich mir erst tagelang durch den Kopf gehen lassen.
Manche waren schnell und mit wenigen Worten zu beantworten, andere benötigten da mehr Ausholung.
Manche wiederholten sich in ihrem Inhalt, andere überraschten mich.
Ja, dieses Projekt bringt mich mir selbst näher. Indem mir Dinge bewusst werden, wo ich sie in dieser Klarheit und Formulierung bisher nicht vor Augen hatte. Oder indem sie das bestärken, was ich bereits über mich weiß.

Also auf in die nächste Runde und zur magischen 300 ;)




281:  Malst du oft den Teufel an die Wand?
Nein, denn ich bin ein grundoptimistischer Mensch. Mein Realismus ist zwar ausgeprägt genug, um negative Möglichkeiten wahrzunehmen im Blick zu haben, doch ich glaube und hoffe stets das Gute.
282: Was schiebst du zu häufig auf?
Die Steuererklärung.

283: Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen?
Ich habe da länger ernsthaft drüber nachgedacht und finde Vergleich und Aufwiegelung da schwer. Mir fällt hier keine Formulierung ein, die es so richtig trifft.

284: Bist du dir deiner selbst bewusst?
Ja, von Jahr zu Jahr mehr.

285: Was war ein unvergesslicher Tag für dich?
Da sind ganz klassisch der Tag unserer Hochzeit und die Geburten meiner zwei Kinder.

286: Was wagst du dir nicht einzugestehen?
Da gibt es nichts. Die Dinge, die mir selbst bewusst sind, gestehe ich mir auch ein.

287: Bei welcher Filmszene musst du weinen?
Bei welcher nicht? ;)
Ich bin ja enorm emotional und mit der richtigen Hintergrundmusik kann man mich sehr schnell zum Mitfühlen und Weinen bringen, aber auch mit Abschied, Verlust oder einer glücklichen Fügung. Ich hab sogar schon bei Lauras Stern geweint ...

288: Welche gute Idee hattest du zuletzt?
Die Tage sind voll mit Ideen ... konkret kann ich da gar nichts benennen.

289: Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen?
Es gibt viele Geschichten in mir, die ich gern mal niederschreiben würde ...

290: Verzeihst du anderen Menschen leicht?
Das kommt natürlich darauf an um wen es sich handelt und was es zu verzeihen gibt. Manches verzeiht man nach außen hin schon, vergisst und vergibt es innerlich aber eben nicht so einfach.

291: Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr?
In Anbetracht dessen, dass meine jetzige Beziehung bereits zwölf Jahre geht und ich gerade 16 war zu ihrem Beginn, gibt es wohl so einiges, was ich nicht mehr so tun würde, schon alleine weil ich nun erwachsen bin. Konkretes kann ich da aber auch hier nicht formulieren.

292: Was hoffst du, nie mehr zu erleben?
Ich will nie wieder in so einer undankbaren und teilweise wirklich erniedrigenden Situation stecken wie es so manches Casting schon mit sich gebracht hat.

293: Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“?
Ja, an vielen Stellen schon. Wo genau da die Grenzen verlaufen, das muss ich mir nochmal genau überlegen ... ihr merkt, heute ist nicht gerade meine konkreteste Runde ;)

294: Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?
Die Meinung einiger besonderer Menschen ist mir wichtig, nicht jedoch die Frage was andere von meinen Entscheidungen halten könnten.

295: Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?
Sowohl als auch.

296: Nimmst du eine Konfrontation leicht an?
Nein, ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch und bin kein Freund von nicht unbedingt nötigen Konfrontationen. Das hat aber auch seine Grenzen und dann kann sogar ich streitlustig werden.

297: In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter?
Ich bin geduldiger und nachsichtiger, aber auch weniger sorgfältig als sie. Und ich bügele nicht.

298: Wo bist du am liebsten?
Zuhause, in der Natur und generell da, wo meine Lieben sind.

299: Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet?
Darüber mache ich mir eigentlich nie Gedanken, es beschäftit mich nicht. Solange mein Mann mich beachtet sind mir alle anderen da unwichtig in ihrer Beachtung mir gegenüber.

300: Was ist dein Lieblingsdessert?
Obstsalat und Erdbeeren. Aber Dessert gibt es bei uns für gewöhnlich nie.

Sonntag, 8. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#14]




261: Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?
Ich unterhalte mich gern über Familie, Kinderentwicklung, Kunst und Kultur, Garten und Haus. Aber auch mal über Politik und Gesellschaft oder auch schwierigere Themen. Generell lasse ich mich gern auch auf Gespräche ein, die meinen eigenen Horizont übersteigen und erweitern. 

262: Kannst du leicht Fehler eingestehen?
Auf jeden Fall kann ich Fehler eingestehen. Wie leicht oder schwer mir das fällt hängt davon ab, um was genau es sich handelt und wem gegenüber ich es eingestehen muss. 


 
263: Was möchtest du nie mehr tun?
Ich möchte mich nie wieder in eine Reihe mit 30 anderen Frauen stellen, um dann anhand meines Aussehens beurteilt zu werden. Um anhand dessen zu schauen, ob ich überhaupt vorsprechen und vorsingen darf, ob ich mein Können und mein Talent zeigen darf. Ich möchte nie wieder vor Leuten voller Hoffnung und Euphorie zeigen, während diese mich gar nicht beachten, weil ich nicht in ihr Schema passe.

264: Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?
Ich bin grundoptimistisch und eigentlich immer positiv und entspannt gestimmt. Es gibt aber auch Tage an denen ich schnell gereizt und gestresst bin vor lauter Geschäftigkeit und langer To-Do-Liste, meistens wenn ich mir zu lange keine Momente für mich selbst genommen habe. Und die latente Dauermüdigkeit muss ich hier sicherlich nicht erläutern ;)

265: Sagst du immer die Wahrheit?
Wer tut das schon wirklich immer? Mal so ganz genau genommen wohl niemand, sei es um andere zu schützen, um eine Situation zu vereinfachen oder Konflikte auf später zu verschieben oder einfach den Frieden zu wahren.

266: Was bedeutet Musik für dich?
Musik nimmt einen unglaublich hohen Stellenwert in meinem Leben ein. Nicht nur, dass ich mit Musik arbeite. Sie berührt und beschäftigt mich auch privat immer und überall. Ohne Musik wäre das Leben für mich höchstens halb so schön.

267: Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht?
Nein, so etwas brauche ich nicht vortäuschen. Wenn es einen Grund dazu gäbe, dann ist mir die Sache nah genug um tatsächlich einen zu bekommen.

268: Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?
Das kommt ganz auf die Aufgabe drauf an. Generell arbeite ich gern im Team, vor allem bei körperlichen Arbeiten oder im kreativen Bereich, bei künstlerischen Entstehungsprozessen. Wenn es allerdings um die finale Ausarbeitung von Projekten geht, dann mache ich das lieber allein, denn auf mich selbst kann ich mich immer noch am besten verlassen. Und ich habe schon in der Schule immer einen innerlichen Anfall bekommen, wenn man als Gruppenarbeit einen Text schreiben sollte. Manche Dinge funktionieren im Team für mich einfach nicht.

269: Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht?
Oh, das ist eine schwere Frage. So formuliert würde ich sagen: gar keinen. Aber darüber müsste ich wirklich nochmal genauer nachdenken.

270: Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selbst nicht?
Diese unglaubliche, unheimlich starke und fast schon verrückte Liebe einer Mutter für ihre Kinder finde ich immer wieder faszinierend. Dieses Zusammenspiel von Gefühlen, Instinkt und Hormonen … das kann man kaum wirklich verstehen. Muss man aber auch nicht, denn es ist einfach nur großartig.

271: Denkst du intensiv genug über das Leben nach?
Ich denke schon sehr intensiv über das Leben nach. Ob das genug ist … nun, was ist genug? Und wer soll das beurteilen? Es fühlt sich zumindest für mich der jetzigen Lebenssituation nach genug an.

272: Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher?
Da fällt mir zumindest spontan niemand ein, der mich verunsichern würde.

273: Bist du autoritätsgläubig?
Hm … in meinem Leben dreht es sich gar nicht so sehr um Autoritäten. Nicht, dass ich antiautoritär erzogen worden wäre. Ich wurde dazu erzogen, Autoritätspersonen anzuerkennen und zu respektieren und das ist mir auch heute noch enorm wichtig, sowohl für mich selbst als auch für die Erziehung meiner Kinder und in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Trotzdem ist mir im Laufe des Erwachsenwerdens wohl bewusst geworden, dass eine Autoritätsperson - ob nun aus Alter oder Qualifikation - nicht automatisch weiser, wissender oder gar unfehlbar wäre. Hörigkeit liegt mir daher trotz Respekt und Anerkennung daher fern.

274: Bist du gern allein?
Tatsächlich ja, ich brauche das auch immer wieder um mit mir selbst im Reinen zu bleiben und zu entspannen. Auch wenn ich sehr glücklich über meinen Mann und meine tollen Kinder bin und wundervolle Menschen in meinem Leben mich umgeben: so gern ich mit ihnen zusammen bin, sind währenddessen stets meine inneren Antennen an. Geht es meinem Gegenüber gut? Sendet ihr bewusst oder unbewusst irgendwelche Signale aus? Mein Hirn hat die ganze Zeit lang damit zu tun, sich Gedanken um die Befindlichkeiten der mich umgebenden Leute zu machen. Das kann ich tatsächlich gerade so zum ersten Mal so in Worte fassen und damit wirklich selbst begreifen. Es gehört zu mir, aber ebenso benötige und genieße ich dann auch die Auszeiten, in denen ich mich eben auf mich selbst konzentrieren kann.

275: Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?
Von meinem Traum einer Musicalausbildung habe ich meine Eltern erst einmal überzeugen müssen, was dann aber auch nicht so außergewöhnlich schwer war. Das würde ich auch nicht so wirklich als Durchsetzen bezeichnen.

276: Welchen guten Zweck förderst du?
Ich setze mich für die regionale Kulturlandschaft ein und bin im Vorstand unseres örtlichen Kulturvereins sehr aktiv tätig. Zudem empfinde ich meine Arbeit als sehr guten Zweck, denn sie fördert das Selbstbewusstsein und die Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen und prägen diese weit mehr für ihr Leben, als man es so denken würde. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Als Lehrerin im Freizeitbereich habe ich einen starken Einfluss auf die persönliche Entwicklung meiner Schüler und empfinde es als großes Privileg, somit auch ein Stück ergänzend zur Erziehung der Eltern an deren Leben beizutragen. Der gute Zweck an dieser Stelle ist also die Förderung von jungen, frischen und vernünftigen Geistern.


277: Wie sieht dein Traumhaus aus?
Haha, fragt mich in zehn Jahren nochmal, wenn wir unser Traumbauhaus fertig haben. Im Grunde genommen ist es wirklich mein Traumhaus, doch der Bau von 1936 muss einmal komplett saniert werden. Seit drei Jahren schon sind wir dabei und machen dabei jeden Handschlag selbst. Also dauert das alles, aber es geht stetig voran. Ich liebe es jetzt schon und freue mich sehr darauf, wenn wir mal mit allem durch sind. Dann ist das hier ein Palast, sag ich euch!


278: Machst du leicht Versprechungen?
Ich bemühe mich nach Kräften, nur das zu versprechen was ich auch halten kann. Und wenn es dabei um noch so kleine banale Dinge geht. Versprechen sollten nicht so einfach und automatisch dahingesagt sein, denn dann verlieren sie an Bedeutung.

279: Wie weit gehst du für Geld?
Ich würde niemals für Geld meine Ideale verraten oder anderen schaden, so viel ist sicher.

280: Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?
Auch wenn ich erst einmal manchmal stur wirke, so bin ich doch in der Lage meine Ansichten zu überdenken und - wenn es wichtig ist und mir richtig erscheint - auch von meiner Eigensinnigkeit Abstand zu nehmen. 


- nach einer Mitmachaktion von Johanna -

Mittwoch, 4. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#13]

Nach den Ostertagen geht es für mich heute an die nächsten Fragen des wunderbaren Selbstkennenlernprojekts, das Johanna auf ihrem Blog Pinkepank angestoßen hat. Heute mal wieder ohne groß Foto und Schnickschnack, weil mein Mann gerade etwas im Stream schaut und das Internet bei uns bei einem Versuch des gleichzeitigen Uploads von Fotos erfahrungsgemäß abschmiert. Einen Rant auf die hochgelobte Digitalisierung erspare ich mir an dieser Stelle mal...



241: Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?
Ich sehe meine Aufgabe im Leben darin, vernünftige und gute Menschen heranzuziehen und meinen Liebsten ein schönes Leben zu bereiten. Aber auch darin selbst glücklich zu sein, denn nur wenn ich zufrieden bin kann ich das auch weitergeben. 

242: Bist du nach etwas süchtig?
Ich brauche Harmonie und Liebe um mich herum. Zählt das auch als Sucht?

243: Wessen Tod hat dich am meisten berührt?
Der Tod meiner Oma vor drei Jahren traf mich sehr tief und ist - auch wenn das Leben natürlich weitergeht, gerade mit Kindern lässt es sich ja gar nicht so ausgiebig trauern - auch heute noch oft schwer für mich. Sie fehlt mir sehr.

244: Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten?
Uff, gute Frage ... vermutlich so etwas wie "Aus vollem Herzen".

245: In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?
Ich bin ich und versuche nicht jemand zu sein, der ich nicht bin. Daher erübrigt sich die Frage. 

246: Wann muss man eine Beziehung beenden?
Wenn sie beiden Seiten trotz aufrichtigster Bemühungen nicht mehr als Leid bringt.

247: Wie wichtig ist dir deine Arbeit?
Sehr, ich brenne für meine Arbeit. Immerhin darf ich das weitergeben, was mich selbst in Kindheit und Jugend prägte und aufbaute. Das ist ein großes Privileg für mich.

248: Was würdest du gern gut beherrschen?
Nähen, Spinnen und Harfe spielen. Das ist sozusagen meine To-Learn-Liste der nächsten Jahrzehnte.

249: Glaubst du, dass Geld glücklich macht?
Nein. Aber es macht sicherlich entspannter und gelassener. Hab ich so gehört ;)

250: Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?
Ja, jederzeit.

251: In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?
Tanzen jeglicher Art. Außer Hip Hop.

252: Heuchelst du häufig Interesse?
Nein, ich heuchele nie oder täusche übermäßiges Interesse vor. Aber ich höre mir auch Dinge, die mich jetzt auf die erste Idee hin nicht so brennend interessieren, aufmerksam an und entdecke dann meist auch spannende Ansätze zum Weiterdenken.

253: Kannst du gut Geschichten erzählen?
Ich denke schon. 

254: Wem gönnst du nur das Allerbeste?
Oh, da gibt es einige Menschen. All jenen, die tief in meinem Herzen sind. Und fast allen anderen eigentlich auch ;)

255: Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?
Ich habe es verpasst in meiner Ausbildung einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. So zumindest immer mein Gefühl. Ich fühlte mich ständig übersehen und vor allem nicht gesehen, trotz guter Leistungen. Vermutlich hätte ich lauter sein müssen, aufdringlicher, hätte noch mehr kämpfen müssen als ich es schon tat. Vielleicht wäre es dann auch beruflich ganz anders mit mir gelaufen. Vielleicht hätte ich die Wochenenden auch bei der Ausbildung mit weiteren Kursen und Masterclasses und Partys, auf denen man die richtigen Leute kennenlernt, verbringen sollen. Stattdessen fuhr ich wann immer es ging nach Hause. Zu meinem Freund, der heute mein Mann und Vater meiner Kinder ist. Manchmal frage ich es mich schon, dieses berühmte und sinnlose "Was wäre wenn?". Aber verändern würde ich daran nichts wollen, denn sonst wäre ich jetzt nicht dort wo ich bin.

256: Kannst du dich gut ablenken?
Ja, vielleicht sogar zu gut.

257: In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?
Ich liebe meine bodenlangen Stoffröcke und trage dazu gern ein Top oder Shirt mit Cardigan oder Strickjacke drüber.

258: Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?
Ich kenne mich selbst genug um zu wissen, dass ein "nie" nicht allzu ernst genommen werden kann. Ich wollte nie mit einem Raucher zusammen sein, mein Mann war einer bis zu unserer Hochzeit vor fünf Jahren. Ich wollte nie in diesen einen bestimmten Ort ziehen, habe es dann doch getan und war sehr zufrieden. Ich wollte nie auf einer Baustelle leben und habe dann doch auf unser Traumbauhaus hier bestanden. Mit "nie" ist es also wirklich nicht weit her bei mir.

259: Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?
Nein, ich liebe es eine Frau zu sein, mit allem was für mich und in meinem Alltag so dazugehört. Nur in so ganz gewissen Situationen bin ich doch etwas neidisch auf die Praktikabilität der männlichen Anatomie. Stichwort: Pinkeln im Freien, wenn kein stilles Örtchen erreichbar ist. Kennt ihr doch, Mädels. Oder?

260: Wer nervt dich gelegentlich?
Mich nerven unzuverlässige Personen, auf die man sich nicht verlassen kann und die mit ihrem egozentrischen Verhalten allen schaden und dann noch ständig damit durchkommen. Und ja, manchmal nerven mich auch meine Kinder. Die dann aber nur immer für einen kurzen Moment.

Dienstag, 27. März 2018

1000 Fragen an mich selbst [#12]

Heute mal - aus Zeitmangel - ganz schnörkellos direkt zur Sache der lieben Johanna.
221: Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?
Nein. Freundschaft ist genau wie Liebe etwas, das erst dadurch wächst, dass man einen Menschen wirklich kennenlernt. Natürlich kann man sich auf den ersten Blick sympathisch sein oder den Wunsch hegen, diese bestimmte Person kennen zu lernen. Aber ob dann der Funke wirklich überspringt, man sich gut unterhalten und Vertrauen aufbauen kann, das zeigt sich erst später.

222: Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?
Regelmäßig ist relativ. Ich habe ein ganz gutes Gespür dafür, wann ich eine Pause benötige und wie umfassend diese sein muss. Auch wenn das nicht automatisch bedeutet, dass ich mir diese in dem Moment auch nehmen kann.

223: Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?
Nein, daran kann ich mich nicht erinnern. Die paar Male, in denen ich in meinem Leben verliebt war, habe ich das sehr bewusst wahrgenommen und auch genossen.

224: Steckst du Menschen in Schubladen?
Ich versuche nach Kräften es nicht zu tun, schließlich weiß ich selbst wie es ist wenn man in eine hineingesteckt wird. Ganz frei machen kann ich mich davon aber auch nicht. Viel zu oft be- und verurteilt man doch von außen.

225: Welches Geräusch magst du?
Ich mag das Lachen von Kindern, das Zwitschern von Vögeln, das tiefe Atmen meines Mannes im Schlaf, das Schnurren unserer Katzen und das Röcheln des Espressokochers. Nicht zu vergessen das Rauschen der Wellen und Kreischen der Möwen ... hach, da kriege ich doch glatt Meerweh, wenn ich da so dran denke.

226: Wann warst du am glücklichsten?
Ich durfte und darf in meinem Leben so häufig glückliche Momente, Tage und Wochen genießen. Da kann und will ich mich gar nicht auf eins beschränken und festlegen.

227: Mit wem bist du gern zusammen?
Mit meinem Mann und meinen Kindern, meiner Schwester und ihrem baldigen Mann, mit meinen Eltern und Schwiegereltern, meinen Freundinnen, unseren Nachbarn, mit Menschen aus unserer Gemeinde... ich versuche mich nach Möglichkeit nur mit Menschen zu umgeben, die mir gut tun. Und davon gibt es ganz schön viele ...

228: Willst du immer alles erklären?
An vielen Stellen versuche ich - zumindest emotional und zwischenmenschlich gesehen - mir Dinge und Siatuationen, Verhaltensweisen und Konflikte zu erklären. Bei Technik hingegen freue ich mich einfach, wenn bzw. dass sie funktionirt, das muss ich selbst nicht erklären können.

229: Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?
Ich hab mit der Zeit so ein bisschen Respekt vor Höhe entwickelt, habe mich lange nur sehr langsam und vorsichtig auf unserer momentanen Baustelle im Haus - das große Kinderzimmer über zwei Etagen - bewegt. Letztes Wochenende habe ich sogar über den offenen Balken geniet um an eine entfernte Stelle an der Dachschräge heranzukommen, an der noch geschliffen werden musste. Fand ich ganz schön mutig von mir.

230: Was war deine größte Jugendsünde?
Ich mir die Augenbrauen viiiel zu dünn gezupft. So habe ich das damals natürlich nicht gesehen und war echt fuchsig, als mich mein Papa darauf angesprochen hat. Immerhin war ich schon 18.  Etwas anderes fällt mir da an diesem Punkt tatsächlich nicht ein. Ich war echt ziemlich brav und anständig ;)

231: Was willst du einfach nicht einsehen?
Warum manche Menschen auf bestimmte Art und Weise handeln. Und dass sie mit ihrem egozentrischen und dreisten Verhalten tatsächlich immer durchkommen.

232: Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?
Da fällt mir spontan gar keine ein.

233: Welchen Tag in deinem Leben würdest du gerne noch einmal erleben?
Den Tag unserer Hochzeit würde ich gern noch ein weiteres Mal erleben, er war einfach traumhaft und für uns perfekt. 

234: Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld?
Zeit ist das wichtigste und wertvollste Gut, wenn man sie sinnvoll und mit geliebten Menschen verbringt. Was nützt mir sonst das Geld?

235: Würdest du gern in die Zukunft schauen können?
In manchen Belangen ja. Ich bin neugierig, wie sich meine Kinder entwickeln. Was wird aus Ihnen, wie werden sie sein, welche Talente werden sie noch entdecken und ausbauen? Ansonsten denke ich aber nicht, dass es gut wäre, in die Zukunft schauen zu können.

236: Kannst du gut deine Grenzen definieren?
Ja, ich lerne mit dem Älterwerden immer mehr über mich selbst und meine Grenzen, merke welche Situationen oder Begebenheiten mich an den Rand führen oder wann ich darüber hinaus gelange.

237: Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?
Letztes Jahr bin ich knapp daran vorbeigeschrammt. Ich war gerade schwanger und fuhr zur Arbeit. Auf der Autobahn wurde ein Auto von einem Lkw erwischt. Es drehte sich um sich selbst und quer über die Fahrbahn, ich konnte es aus dem Augenwinkel auf mich zurauschen sehen. Dann schlug es nur ganz knapp hinter mir in die Leitplanke ein. Ich war total geschockt, zitterte und mir war noch einige Stunden lang richtig übel.

238: Hast du einen Tick?
Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn Schranktüren und Schubladen offen herumstehen oder Lappen und Schwamm nass in der Spüle herumliegen.

239: Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?
Eher eine Momentaufnahme und ein vorübergehendes Gefühl. Im besten Falle ein sehr häufig vorkommendes bzw. eines, das man selbst mit bestimmten Assoziationen und eigenem Willen hervorrufen kann. Als Ziel ist Glück an sich doch ziemlich schwammig und schwer zu Greifen, kann es doch alles sein und alles bedeuten.

240: Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?
Uh, bei der Frage bekomme ich echt Gänsehaut. Sicherlich sollte es ein geliebter Mensch sein, mein Mann und meine Kinder, aber über meine letzten Minuten kann und will ich tatsächlich noch keine Gedanken verschwenden. 

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