Mittwoch, 8. Juni 2016

Die große Vorher-Nachher-Show [Traumbauhaus]

Vorgestern vor einem Jahr sind wir in unser Haus eingezogen.
Naja, um ehrlich zu sein: der Lieblingsmann schon zwei Wochen
vorher, der hat uns ja die unteren Wohnräume nach der Arbeit 
renoviert und soweit es ging aufgehübscht.

Ein Jahr sind wir nun also im Traumbauhaus.
An und für sich jetzt keine ewig lange Zeit.
Ab und an hat man das Gefühl, nicht so richtig voran zu kommen.
Die Bilder sprechen allerdings eine andere Sprache.

Heute mag ich euch mitnehmen auf eine kleine Vorher-Nachher-Reise
und ich zeige euch ein paar Stellen, die sich schon ganz schön verändert haben.

Los geht's!

Zuerst zeige ich euch unsere ersten zwei Indoor-Baustellen.


Das Krümelzimmer



Das vordere Zimmer im Obergeschoss wird zunächst Krümelchens Kinderzimmer.
Momentan stehen ihr Bettchen, Kommode und Schrank ja noch im Erker des Wohnzimmers, nur durch einen Vorhang abgetrennt. Bisher passt das super, aber bald soll sie dann doch in ein ganz eigenes Zimmer ziehen können. 

Zwischen diesen zwei Fotos liegen genau ein Jahr und unzählige Stunden von Arbeit und Schweiß.
Sieht gar nicht wirklich danach aus, nicht wahr? Neuer Boden rein, weiß gestrichen ... kein Problem, möchte man meinen. Ich zeig euch jetzt aber mal, was noch dazwischen lag:


Im Zuge der Dachneudeckung wurden die Dachschrägen freigelegt, die alte Dämmwolle raus- und alle Dachziegel runtergeschmissen. Nach der Deckung dann neue Dämmung rein, Dampfsperrfolie rauf und Gipskartonplatten ran. Die kamen auch an alle anderen Wände und Decken, um eine gleichmäßige Wand zu ermöglichen. Dann wurden alle Spalten und Zwischenräume verspachtelt und abgeschliffen. Immer und immer wieder, bis alles ebenmäßig und glatt war. Das streichen und der Anfang des Bodenverlegens war dann ein Kinderspiel.

All das geschah immer mittwochs und donnerstag abends, wenn ich noch vor 20 Uhr nach Hause komme. Da haben wir dann immer noch 2 Stunden rangeklotzt.


Das obere Bad


Unser oberes Bad war vorher nicht mehr als eine kleine und enge Abstellkammer. 
Dass daraus mal ein so schönes Bad werden sollte, hätte ich mir nicht vorstellen können.
Der Lieblingsmann schon. Zum Glück. 

Das Bad ist das Winterwerk des allertollsten Schwiegerpapas :)
Auch hier dieselbe Prozedur wie im Krümelzimmer. 
Also noch viel mehr Arbeit, als man so sehen kann.
Plus Durchbruch nach unten durch die Küche (ich sag jetzt mal nicht wie die dann aussah...) und Neuverlegung von Wasser- und Abwasserrohren. 



Und jetzt ein paar Einblicke von draußen:


Der Garten


Der Vorgarten hat ein bisschen mehr Struktur bekommen. Das L-Beet ist zwar noch nicht perfekt und extrem schnell verunkrautet, aber zumindest ist dieses alte und zerfledderte Wellplastik raus und es sieht alles etwas gepflegter und lebendiger aus. Alle ominösen und stachligen Büsche und Bäumchen haben wir rausgenommen, sodass der wunderschöne Hibiskusstrauch und der Traum von einer Magnolie schön zur Geltung kommt. Gesäumt wird der Vorgarten von weiteren 13 Hibiskussträuchern. Nicht im Bild zu sehen sind die zwei jungen Apfelbäume, die wir im März gepflanzt haben. Beide tragen auch schon.


Unser Grundstück war ist noch immer vollgebaut mit Schuppen.  
Zwei von ihnen mussten jedoch bereits weichen. An ihrem Platz steht nun unser Hasenstall,
eigens konstruiert und gebaut vom Lieblingsmann. Drumherum kommt dann demnächst noch ein großes Freigehege.

Unschöner ist nur der Sandberg, von dem ihr hier nur einen kleinen Ausläufer sehen könnt. 
Der kam durch folgendes zustande:


Aus einem unebenen Quadrat wurde des Mannes Mais- und Kartoffelacker.
Da dieses Quadrat 40 Zentimeter tief nur Sand zu bieten hatte, wurde dieser komplett von uns ausgeschaufelt und dann mit Komposterde aufgefüllt. Ja, auch das war sehr viel Arbeit. Aber es lohnt sich. Die ersten Frühkartoffeln werden wir bald ernten können und sind wirklich sehr gespannt :)


Das Dach


Und schließlich nun seht ihr das größte und herausforderndste Projekt, dass der Mann sich sportlicher Weise gleich am Anfang vorgenommen hatte. Gleich nach dem Einzug riss er den "Partyraum" (zusammengezimmerte Bretter mit Schiebetür) und den "Wintergarten" (lauter alte Fenster, mit Bauschaum aneinandergeklebt) ab. Innerhalb von drei Wochen waren er und Schwiegerpapa dann am Dach: abdecken, neu Auflatten und einen Dachüberstand konstruieren, Unterspannbahn rauf, nochmal Latten, Ziegel rauflegen. 

Dazu sei gesagt: keiner von den beiden ist Dachdecker.
Sie haben sich belesen und ein bisschen im Internet dazu recherchiert.
"So schwer kann das ja nicht sein, ist ja kein Hexenwerk."
Das nicht, aber trotzdem jede Menge harte Arbeit in schwindelnden Höhen
- immer ordentlich angeleint und abgesichert - 
und bei höllischen August-Temperaturen. 
Ich bin so unglaublich stolz auf ihr Werk.

Sowie wir stolz auf das gesamte Haus sind und wie gut wir in die Aufgabe als
Hausherren/Gartengestalter/Bauarbeiter reingewachsen sind.


Auf ein weiteres Jahr und viele tolle neue Entwicklungen!

Kommentare:

  1. Wow!!! Hut ab, mehr kann ich nicht dazu sagen. Da stackt eine riesen Arbeit dahinter. Viel Schweiss und bestimmt auch einige Tränen. Aber es sieht so toll aus :-) Da würde ich sofort auch einziehen (und mithelfen) <3
    Danke fürs zeigen.
    Liebe Grüsse Alizeti

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    1. Dankeschön :) Solltest du einmal in den Brandenburger Landen sein bist du herzlich eingeladen ;)

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  2. Unglaublich! Wir hatten ja eine furchtbare Ruine vor 30 Jahren gekauft, aber dann auch nicht alles in Eigenleistung gebaut. Schau mal hier:
    https://lemondedekitchi.blogspot.de/2016/05/vor-30-jahren.html
    Alles Gute weiterhin!
    Astrid

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    1. Danke für den Lesetipp, ich bin unheimlich beeindruckt von euch und eurem Haus/Werk. Es kann doch nichts stolzer machen als zurückzublicken und dann auf das zu schauen, was man mit so viel Arbeit zum Eigenen gemacht hat.

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  3. Wow, liebe Jessi - Ihr habt wirklich viel geschafft! Ich finde es toll, wenn alte Häuser wieder aufgemöbelt werden. Bestimmt ist es irgendwann auch fertig :-)))

    Liebe Grüße
    Mara Zeitspieler

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    1. Genau so etwas hatten wir uns ja auch immer gewünscht. Auch wenn ich zuegeben muss, die Arbeit, die in sowas steckt, unterschätzt zu haben. Und wenn wir einmal durch sind gehts bestimmt wieder von vorn los :p

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  4. Respekt und weiter so, sieht schon richtig toll aus.

    Liebe Grüsse

    Besser Leben Magazin

    www.besserlebenmagazin.com

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  5. Ohhh endlich - ich war schon sooo neugierig auf deinen Bericht. Wahnsinn was da für arbeit drinnen steckt - ich bin total beeindruckt. Euer Haus ist wirklich ein Spiegel von unserem. Am meisten beeindruckt bin ich ja von eurem Dach - ganz allein gemacht. Hut ab vor deinem Mann. Freu mich auf noch mehr Fotos von der Veränderung.
    Glg
    Manuela

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