Montag, 29. August 2016

Angstgegner besiegt - Protokoll eines Montags

Hallöchen meine Lieben,

Ich melde mich aus meiner selbsternannten Sommerpause zurück und habe wie erwartet so einige Dinge zu zeigen und zu erzählen. Beginnen möchte ich mit etwas, das mich sehr stolz macht.

In diesem Sommer habe ich meinen großen Angstgegner der letzten Jahre bezwungen: den Zahnarzt.

Falls ihr vor eurem inneren Auge seht wie ich den Zahnarzt gerade leidenschaftlich niederringe kann ich euch beruhigen. Allen Ärzten geht es blendend, ich habe weder gebissen noch sonst irgendwas. Bezwungen habe ich natürlich nur meine eigene Angst. Diese hatte sich in den letzten drei Jahren (ja, so lange war ich wirklich nicht mehr da...) aufgestaut, nachdem mir eine erbetene Betäubungsspritze mit den Worten "Haben Sie sich mal nicht so, ist ja nicht tief das Loch!" verwehrt wurde. Wie groß diese Angst tatsächlich war äußerte sich dann beim ersten Besuch der örtlichen Zahnärztin im Juli, bei dem ich schon im dritten Satz in Tränen und Schluchzen ausbrach, während ja nur geschaut wurde, wie denn überhaupt der Stand der Dinge ist. Fazit: da muss ein bisschen was gemacht werden. Sommerprojekt: Gebissüberarbeitung ;)

In den letzten sechs Wochen saß ich dann viermal auf dem Stuhl, mit jedem Mal etwas entspannter, komplett tränchenfrei und ernst genommen mit meinen Ängsten und meinem Schmerzempfinden. Das tiefste Loch überstehe ich sogar trotz nicht so gut funktionierender Betäubung - immer wieder fragt die Ärztin, ob wir nochmal nachspritzen sollen. Aber ich probiere es todesmutig auch so zu schaffen und bin ungemein stolz darauf.

Die größte Baustelle hoben wir uns auf: meine drei Weisheitszähne mussten raus.

Letzten Montag wartete dann der absolute Endgegner auf mich: der Kieferchirurg.

Im Folgenden ein Protokoll eben dieses Montags. Meiner Meinung nach auch geeignet für Zahnarztphobiker, denn soviel sei schon vorweg genommen: es war tatsächlich nicht so schlimm wie erwartet.


Montag, der 22. August 2016

5:30
Der Wecker des Lieblingsmannes - seines Zeichens bekennender viermal Snooze-Drücker - klingelt zum ersten Mal. Ich stehe schonmal auf und lasse ihn mit dem Krümelchen, das seit drei Stunden mit im Elternbett liegt, noch schön Kuscheln. In dieser Zeit gönne ich mir einen schönen Kaffee - mit viel Genuss, denn nach der heutigen Weisheitszahnextraktion werde ich fürs Erste auf Koffein verzichten müssen. Was macht man nicht alles für die Wundheilung.

6:30
Der Lieblingsmann geht aus dem Haus, Krümelchen schlummert friedlich weiter. Also habe ich noch Zeit für mich, sitze aber doch ein bisschen wie auf glühenden Kohlen. Im Beratungsgespräch wurde mir innerhalb weniger Minuten erklärt, was gemacht werden sollte. Da ein Weisheitszahn bereits stark geschädigt und abgebrochen war, würde man ihn mit zwei Schnitten chirurgisch entfernen. Und wenn man schonmal dabei wäre das dann genauso bei den anderen machen. Also insgesamt sechs Schnitte und Nähte. Na wunderbar. Aber was muss, das muss, ne? Ich lenke mich mit Haushalt ab, koche zwei Kannen Kamillentee, mache mein Krankenlager bereit (Becher, Strohhalm, Kissen, Decke, Ibuprofen...) und packe schonmal die Wickeltasche.

7:45
Ich wecke das Krümelchen mit Küßchen. Geschlafen hätte sie wohl noch ewig - wie so häufig, wenn man relativ früh aus dem Haus muss. Dementsprechend dauert das Fertigmachen auch ein bisschen.

8:15
Wir sitzen im Auto und machen uns auf den Weg zu meinen Eltern, zu denen ich das Tochterkind bis zum folgenden Abend ausquartiert habe. Ein Kleinkind zu bespaßen ist nach dem, was ich vor mir habe, nicht gerade meine Traumvorstellung. Was bin ich froh darum, die Familie so gut erreichbar und relativ nah bei uns zu haben.

9:00
Ankunft und Frühstück bei Oma. Schön frühstücken wurde mir verschrieben, dann wird das Betäubungsmittel besser vertragen. Äußerlich sowie innerlich bin ich erstaunlich entspannt.

9:45
Und wieder ab nach Hause. Mir folgt mein Papa, der dann den Fahrdienst zum Kieferchirurgen übernimmt.

10:30
Die Hasen werden noch schnell gefüttert, die Zähne nochmal gründlichst geputzt, Kühlakkus in die Tasche gepackt. Dann rein ins Papa-Auto. Der telefoniert gerade per Freisprechanlage mit Kumpel und Arbeitskollegen R., den auch ich gut kenne und dessen Hochzeit ich vor acht Jahren gesanglich begleiten durften. R. ist natürlich darüber informiert, wo es jetzt hingeht.
*
R: Boah Jessi, ich wünsche dir echt alles Gute und viele, viele Schmerztabletten. Als ich aus der Narkose erwacht bin, mussten die mich gleich wieder reinlegen, so krass waren die Schmerzen ...
Jessi: Ach du, das kann mir gar nicht passieren. Ich kriege gar keine Vollnarkose, nur örtliche Betäubung.
R: Ach du Sch***e, das würde ich ja so gar nicht überleben.
Papa: Mensch R., du weißt echt, wie man Mut zuspricht ...
*
Ich habe herzlich gelacht und war immer noch recht locker mit nur leichtem nervösen Ziehen im Bauch.

11:00
Auf die Minute pünktlich komme ich in der kieferchirurgischen Praxis an. Ich darf gleich Platz auf den Stühlen vor den Behandlungsräumen nehmen. In einer Zeitschrift blättern ist nicht mehr drin, nun bin ich doch ziemlich angespannt. Es kribbelt ordentlich im Magen und hinter der Nase. Es sind gar nicht mal die Schmerzen, die mich nervös machen - da kommt man schon durch und währenddessen werde ich keine haben. Aber auf das Miterleben der ganzen Prozedur habe ich so gar keine Lust. Ob man doch noch auf Vollnarkose umschwenken kann? Leider nicht, das ist mir bewusst. Die 45 Minuten werde ich schon irgendwie überstehen. Ironischer Weise fängt auf der Baustelle vor der Praxis der Presslufthammer an zu arbeiten. Wunderschöne Geräuschekulisse für solche Momente.

11:10
Ich "darf" rein. Der Arzt ist nicht derselbe wie der, der mich im Beratungsgespräch über den Eingriff aufgeklärt hat. Ersterer war - bildlich gesprochen - ein hochgewachsener Hering, dieser eher Typ schnauzbärtiger Kugelfisch. Nach kurzer Begutachtung der Lage und Bedauern darüber, dass auch die intakten zwei unteren Weisheitszähne gezogen werden müssen (immerhin mussten dafür schon vier Backenzähne in meiner Jugend weichen, aber nun drücken sie doch zu sehr), bekomme ich meine Betäubung. Glücklicherweise habe ich keinerlei Angst vor Spritzen und kann mich dabei tatsächlich entspannen. Ein paar Minuten auf die Wirkung warten - alles fühlt sich taub und angeschwollen an -, Kopfhörer mit Jazzmusik aufgesetzt und nach hinten gefahren. Los geht's.
Es ruckelt und rupft ein bisschen, aber nicht unangenehm. Ich atme einfach nur. Und merke: Moment mal, der hat gar kein Skalpell in der Hand. Zack, ist der erste Zahn gezogen.

11:37
Ich verlasse die Praxis erstaunt, mit drei Zähnen weniger und zwei Tupfern, auf die ich nun eine Stunde lang beißen soll. Ich gebe dem liebsten Taxi-Papa per Whatsapp Bescheid und warte auf der Treppe. Dem Gefühl nach entwickle ich mich zum Backenhörnchen. Dem Bild nach gar nicht mal so sehr.

12:15
Zuhause. Ab auf die Couch.

12:40 
Und Tupfer ausspucken. Ich darf leicht mit Wasser nachspülen. Gar nicht so leicht mit komplett betäubtem Mund und Kiefer. Zum Glück sieht keiner zu. Ich gieße mir einen Becher kalten Kamillentee ein, ein paar Schlucke durch den Strohhalm tun bestimmt gut und ... *möööööööp* Habt ihr schonmal versucht mit betäubtem Mund durch einen Strohhalm zu trinken? Tja, das war nett gedacht von mir. Geht aber so gar nicht. Also noch abwarten.

13:30 
Immernoch ziemlich viel taub, aber der Durst schlägt zu. In einem schier unmöglichen Manöver kippe ich mir Schlückchenweise Tee fast direkt in den Rachen. Zum Glück sieht keiner zu. Ich frage mich, wie ich eine Schmerztablette runterkriegen soll. Aber noch brauche ich sie ja nicht, also erstmal schlafen.

14:45
Mein Telefon weckt mich. Ich werde zur musikalischen Begleitung einer Hochzeit in zwei Wochen gebucht. Das Gespräch ist unheimlich lustig, da ich durch die betäubte Zunge lispele und mich anhöre als wäre ich sternhagelvoll. Findet nach Aufklärung auch meine Gesprächspartnerin ;)

15:00
Ich wage mich an das Projekt "Tablette nehmen", vorsorglich. Funktioniert. Zum Glück sieht keiner zu. Ich lehne mich nochmal zurück. Schlafen funktioniert nicht, denn Madame Katz ist erwacht und sieht es nun als ihre katzenartige Pflicht, mich gesundzuschmusen. Es wird gekuschelt und sich an mir gerieben immer wieder am Kiefer geschnuppert und geschnurrt, was das Zeug hält. So besonders verschmust ist sie immer, wenn es einem schlecht geht - heute in einer besonderen Intensität. Was für ein herrliches, liebevolles Tier unsere Madame doch ist!



16:30 
Der Lieblingsmann kommt nach Hause, Madame und ich liegen noch immer auf der Couch. MIttlerweile rede ich auch wieder normal und fühle mich insgesamt erstaunlich fit. Mittlerweile sind meine zwei Liter Kamillentee ausgeschlürft, zwei weitere werden heute noch folgen.

Den Rest des Tages verbringe ich mit Entspannen, Tee trinken und lesen. Am Abend gibt es für mich Kartoffelbrei und es geht recht zeitig ins Bett. Was für ein Tag! Aber vor allem: viel viel besser als ich es erwartet hätte!


Heute, eine Woche später, lässt sich sagen: Es wurde auch nicht mehr schlimmer!
Klar, die Wunden sind recht tief, was vor allem im Unterkiefer auch mal recht unangenehm drückt und kribbelt. Muss halt heilen. Ich trinke noch immer viel kalten Kamillentee, seit vorgestern aber auch wieder meinen geliebten Kaffee. Seit dem dritten Tag danach habe ich mich auch wieder an feste Nahrung herangetastet, krümeliges lasse ich nach wie vor weg. Ätzend ist es, dass sich zwangsläufig Essensreste in die hinterlassenen Löcher schmuggeln und unangenehm drücken. Nach jedem Essen muss also fleißig mit einer Pipette gespült und desinfiziert werden - dementsprechend genieße ich das Essen also noch nicht wirklich wieder, esse dadurch wesentlich weniger und auch wirklich nur zwei- oder dreimal am Tag. Nicht, dass mir das schlecht tun würde ;)


Feststellen lässt sich also: In sechs Wochen von tränenüberströmtem Zahnarztphobiker zur abgeklärten Weisheitszahnbezogenen - das bin ich!
Ich bin froh, in das neue Schuljahr mit besserem Gebiss und einer großen Angst weniger zu starten und auch ein bisschen stolz auf mich.


Und weil es so schön passt, verlinke ich diesen Beitrag bei der Schreibzeit zum Thema "Wovor hast Angst?" von Bine.

Samstag, 6. August 2016

Kleine Sommerpause

Guten Morgen meine Lieben,

Ich komme mir ja fast schon ein bisschen aufschneiderisch vor, wenn ich mich hier so offiziell in die Sommerpause verabschiede. Man könnte auch einfach sagen: ich will die nächsten drei Wochen nicht bloggen. Oder gar nichts sagen. Ist ja nicht so, dass so ein langer Abstand zwischen zwei Posts nicht schon vorgekommen wäre. 


Trotzdem steht es hier nun schwarz auf weiß, vielleicht auch als Erinnerung an mich selbst.
Was geschrieben steht ist doch irgendwie fester als der bloße Vorsatz.
Und ich leg noch einen oben drauf, ich möchte in den nächsten drei Wochen nämlich auch keine anderen Blogs lesen oder mich auf den Social-Media-Plattformen rumtreiben. Einfach mal ein bisschen Pause machen davon und sich bewusst machen, dass einem eben keine weltbewegenden Dinge entgehen und dass schöne Blogbeiträge auch immer noch da sind, wenn ich ein paar Wochen später nachgucke ;)


Schreiben werde ich trotzdem, aber eher mit Bleistift und Notizblock bewaffnet.
Anstatt angestrengt in meinem Hirn zu kramen, worüber ich so als nächstes bloggen könnte, möchte ich meine Ideen sammeln und ihnen freien Lauf lassen. Ich möchte mich zurückhalten und dann tierisch darauf freuen, endlich diesen bestimmten Beitrag zu schreiben und zu veröffentlichen. Das führt dann doch zu mehr Freude beim Schreiben und sicherlich auch beim Lesen, so habe ich es zumindest bei meinen letzten zwei Posts (klick und klick) empfunden. Von langer Hand vorbereitet und gründlich durchdacht ist manchmal eben doch besser als schnell mal drauf los geschrieben ;)

Außerdem möchte ich meine Familienzeit noch intensiver genießen.
Unsere Tagesmutter hat nun drei Wochen Urlaub, der Urlaub des Mannes ist zuende. 
Also werde ich in den nächsten drei Wochen enorm viel Zeit mit dem Krümelchen verbringen. 
Das will ich voll und ganz auskosten, mit ihr die Gegend erkunden, mir die Zeit und Ruhe nehmen zu beobachten und ganz wahrzunehmen, was da so Erstaunliches im kleinen Kinderkopf vor sich geht.
Und das gibt dann sicherlich auch ordentlich Stoff für viele neue schöne Artikel ;)


Zusammenfassend lässt sich also sagen:

Jessi macht eine Pause.
Der Blog macht eine Pause.

Das Glück aber nicht.


Ich wünsche euch wunderschöne Sommerwochen!

Montag, 1. August 2016

Lass wachsen! [Monatsmotto August]

oder auch

Let it grow, let it grow, let it grow!

Ich entschuldige mich in aller Form bei allen, denen ich damit (und wenn nicht, dann spätestens mit dieser Entschuldigung) einen weihnachtlichen Ohrwurm verpasst habe. Ich persönlich würde das ja eher mit der Melodie von "Keep it gay" aus Mel Brooks "The Producers" verknüpfen, aber das hängt wohl eher mit meiner Profession zusammen und würde an dieser Stelle auch zu weit führen ...

Wie auch immer man es beschreibt, das Wachsenlassen ist mein Monatsmotto für den August.


Durch die Sommerferien bin ich noch den gesamten August lang zuhause. 
Ein Umstand, den ich sehr genieße - auch wenn er natürlich damit verknüpft ist, dass ich in dieser Zeit nichts verdiene und von Erspartem die Einkäufe tätigen muss. Groß Faulenzen oder sich wochenlang Zeit nehmen um das neue Unterrichtsjahr vorzubereiten bleibt aber nicht. In dieser Woche hat der Lieblingsmann noch Urlaub und wir bringen endlich die Regenrinnen an, danach ist das Krümelchen drei Wochen zuhause. Dann noch eine Woche Vorbereitung und los geht's auch schon wieder. Es wird aber vor allem eins: ein wirklich schöner August voller Leben und Lieben.
Und eben Wachsen.


Zum Wachsen braucht es nicht nur Sonnenschein, 
sondern auch Regen.
Diesen wunderbaren und wunderwahren Spruch las ich neulich irgendwo.
Ich kann nicht einmal mehr sagen, wo und worum es dort ging. 
Aber das blieb hängen. Und schließlich ist das Wachsen eines
der Dinge im Leben, die immer unaufhörlich weitergehen.

Es ist doch oft im Leben wie in einem Garten:
Da kümmert man sich liebevoll um eine Pflanze, die dann doch nur vor sich hinkräpelt,
während an anderer Stelle mitten auf der Rasenfläche wilde Rosen ungefragt ausbrechen.
Wachstum lässt sich nur schwer aufhalten. Warum sollte man auch?
Alles wächst.  


Es wächst unser Kind.
Natürlich wächst sie. Ununterbrochen. 
Allein in den letzten zwei Monaten hat sich schon wieder so viel getan. Die Entwicklung eines Kindes ist doch einfach nur faszinierend, nicht wahr?



Es wächst unser Garten.
Natürlich wächst er. Ununterbrochen.
Wenn auch nicht an allen Stellen so, wie wir es erwartet hätten. 
Die meisten Pflanzen hinken mit ihrer Entwicklung etwas hinterher, da wir das Thema Düngung
bisher gänzlich unterschätzt ignoriert haben. So manches wächst aber auch ganz wunderbar und beschert uns wahre Glücksgefühle - wie zum Beispiel die Kartoffeln und die nach und nach erblühenden Riesensonnenblumen. Die Natur ist erstaunlich: sie lässt einen häufig lange warten und lehrt uns Geduld, um dann innerhalb weniger Tage die tollsten Dinge sichtbar für uns hervorzubringen. Dieses Erleben der Natur im eigenen Garten ist großartig.



Es wächst unsere Liebe.
Natürlich wächst sie. Ununterbrochen. 
Die Ferienzeit bedeutet für uns als Paar vor allem auch mehr gemeinsame Zeit.
Von der gibt es durch unsere Arbeitszeiten nicht viele. Ich bin am Vormittag zuhause und er am späten Nachmittag. Unsere gemeinsam erlebte Zeit beschränkt sich meist auf zwei späte Abendstunden. Umso mehr genießen wir dann den Zustand, der für andere normal ist: Mann kommt nach Hause und Frau und Kind erwarten ihn dort. Familienglück in der Ferienzeit. Und natürlich kommen nach einem gemeinsamen Nachmittag dann abends auch ganz andere Gespräche zustande als im hektischen und anstrengenden Alltag.



Es wächst meine Vorstellung vom Job.
Dieses Wachstum empfinde ich gar nicht mal als so natürlich. Menschen können Jahrzehnte im gleichen Job verharren ohne das ihre Vorstellung von dem, was sie da tun, wächst. Vielleicht, weil sie einfach recht strikt an das gebunden sind, was sie tun. Bei mir als Freiberuflerin ist das vielleicht etwas freier und setzt immer wieder Denkprozesse in Gang - davon was ich mit meinem Job erreichen will und was ich in meiner Profession vorleben möchte (zum Beispiel in Hinblick
auf das Verhältnis zum eigenen Körper).




Es wachsen meine Haare.
Natürlich wachsen sie. Ununterbrochen.
Aber nur bis zur letzten Ferienwoche. Nachdem ich in diesem Sommer meinen Angstgegner Zahnarzt besiege (natürlich besiege ich meine Angst und nicht den Zahnarzt selbst ;) ) und mich vier Behandlungen unterziehe - davon als krönender Abschluss eine OP zur Entfernung von drei Weisheitszähnen, jippieh - gibt es als Belohnung dann einen Friseurbesuch. Kürzer soll es auf jeden Fall wieder werden, alles andere überlege ich noch. Sind ja noch ein paar Wartezeiten in Zahnarztpraxen bis dahin :p



Es wächst das Glück.
Obwohl das so eigentlich nicht stimmt. 
Glück kann meiner Meinung nach nicht wachsen - außer in Gestalt von Kindern natürlich.
Glück ist etwas das einfach da ist, im Kleinen wie im Großen. Was wächst ist unsere Aufmerksamkeit dafür und das Wahrnehmen dieses kostbaren Guts. Und vielleicht die Zeit und Gelegenheit, überhaupt auf das kleine, versteckte Glück zu achten.

Verlinkt bei wertvoll.

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