Montag, 31. Oktober 2016

Nix mit Halloween

Guten Morgen meine Lieben,


Ich muss jetzt mal ganz ehrlich zugeben: diese ganze Halloween-Sache lässt mich dieses Jahr doch sehr unbefriedigt zurück. Noch letztes Jahr bin da so drin aufgegangen, habe gebacken und gekocht, einen großen Korb mit Süßem und Basteleien fertig gemacht, Kürbisse geschnitzt und die Nachbarn samt Kinder zur urigen Gartenfeier mit Kürbissuppe und Glühwein eingeladen.

Dieses Jahr fällt das ganze nicht nur kleiner, sondern fast völlig aus.

Ich muss nämlich arbeiten. Das kommt davon, wenn man in Berlin arbeitet :p

Kürbisse haben wir zwar sogar aus dem eigenen Garten, das Schnitzen aber total verpennt.
Und Basteleien bzw. Süßes für die vorbeikommenden Gespenster (die ich selbst ja gar nicht miterleben werde, weil ich erst halb zehn zuhause bin) ... gestern Abend wollte ich zumindest noch kleine Tütchen mit Kürbismandarinen und ein paar Kleinigkeiten zusammenpacken. Dann aber schnitt sich der Lieblingsmann heftig in der Küche und nach Verarztung (was bin ich manchmal froh darüber, immer einen aktuellen Ersthelferkurs machen zu müssen) und Beseitigung der Spuren musste ich dann zuende kochen. Also versuche ich das heute vormittag noch, neben wichtigen Mails und Vorbereitungen, Musikschneiden und Veranstaltungen planen und das alles mit verletztem Mann und Kleinkind zuhause. 

Happy Halloween.

Nächstes Jahr dann auch wieder bei mir :)


Übrigens ... seit dem Sommer gibt es Glück gibt's gratis auch auf Instagram
Als gratisglueck könnt ihr mir dort auch gern folgen und noch ein bisschen mehr von dem kleinen und großen Glück sehen, das mich tagtäglich begleitet ;)

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Mein mitfühlendes Kind [Familienmoment]

Kinder sind kleine Persönlichkeiten.

Das sagt sich so leicht dahin und ist allgemeiner Konsens, doch es gibt Momente, in denen dies so unglaublich klar vor Augen steht, dass die schnöde Phrase wieder enorm an Bedeutung gewinnt. 

Kennt ihr auch Kleinkinder, die sich so sehr in ihrem Charakter und ihrer Art unterscheiden, wie es stärker kaum geht? Das sind Krümelchen und ihre Elfencousine. Gegensätzlicher können zwei Zweijährige Mädchen kaum sein. Wo die eine sehr aktiv, aufgedreht, körperlich und ohne jegliche Scheu ist, da braucht die andere Ruhe und körperlichen Freiraum, ist enorm sensibel und beobachtet lieber erst einmal eine Weile. 

Meine Tochter ist das sensible Wesen, in anstrengenden Zeiten fast schon mimosig.
Seit einigen Wochen gesellt sich noch eine weitere Eigenschaft in ihr Verhalten:
Krümelchen ist enorm mitfühlend. 

Sie leidet mit, wenn in einer Geschichte jemand traurig ist.
Sie schreit, wenn sich im Gutenachthörspiel jemand erschreckt oder Angst hat.
Sie beobachtet auch uns Eltern sehr genau und tröstet, wenn sie uns müde oder abgeschlagen erlebt.

Ihre Fürsorge bekommt momentan in besonderem Maße ihre Püppi zu spüren. 
So auch gestern Abend, was für mich defintiv ein echter Familienmoment war:



Es war etwa halb sieben, draußen schon dunkel und auch im Wohnzimmer gedämpftes Licht einer kleinen Stehlampe und von mehreren Kerzen. Ja, mir war echt herbstlich gemütlich zumute.

Ich blätterte gerade eine Zeitschrift durch, das Krümelchen spielte zwischen Magnettafel und Memory so vor sich hin. Plötzlich ruckte es in ihr, sie stand auf und rannte patschig in die andere Ecke des Wohnzimmers. Dort stand ihr kleiner Puppenwagen mit der geliebten Püppi drin. Sie nahm Püppi heraus und drückte sie an sich. Mit großen Augen sagte sie:

"Ooooooh, Püppi hat Angst? Schlecht geträumt? Nich weinen. Ich bin ja da."

Sie sagte das mit exakt dem gleichen Tonfall, mit dem ich sie bei nächtlichen Alpträumen beruhige und schaute dabei so liebevoll vor sich hin, dass es mir spontan die Tränchen in die Augen trieb und sich die Härchen auf meinen Armen aufstellten. Ich wusste, sie plapperte nicht nur einfach nach. Sie fühlte tatsächlich mit und ließ ihre Püppi auch bis zum gemeinsamen Schlafengehen nicht mehr los.

Samstag, 22. Oktober 2016

Glücksmomente einer umgeworfenen Woche

Samstag. Wochenende. Ausschlafen und ausspannen und Füße hochlegen und ...
Ach nein, warte. Ich bin ja Mutter. 

In sofern unterscheidet sich das Wochenende gar nicht wirklich von der Woche,
denn hier in Brandenburg ist gerade Bergfest der Herbstferien und ich habe
somit zumindest unterrichtsfrei. 

Hach, was habe ich mir nicht alles vorgenommen für diese zwei Wochen.
Beruflich, muss ja alles. Und so Liegengelassenes im Haushalt, bei dem man sich
schon wochenlang denkt: "Müssteste unbedingt mal machen!" Herd porentief reinigen,
Fenster putzen, Keller aussortieren und mal ne große Kleinanzeigen-Aktion starten. 
Und mit dem Herstellen der ersten Weihnachtsgeschenke könnte man ja auch mal anfangen.
Und schön sporteln mit Youtube-Videos und ...

Und dann stand ich mit dem Krümelchen am Montagmorgen vor geschlossener Tagesmuttertür.
Die hat diese Woche nämlich Urlaub. Der Lieblingsmann hatte das auf dem Schirm, ich allerdings nicht. Und thematisiert haben wir das zuhause nicht. Also wieder nach Hause mit ordentlichem Grrrrr im Bauch. Wie ich es doch hasse, wenn meine lang gemachten Pläne so komplett umgeschmissen werden. So wurden aus zwei Wochen des Schaffenkönnens läppische vier Tage in der nächsten Woche. Hmpf. Ich muss ehrlich gestehen: Ich war da erstmal ein Stündchen lang richtig angefressen.

Und danach begann eine wunderschöne Woche mit so vielen Glücksmomenten.



Wir waren unglaublich viel draußen im Garten.
Ganz in Ruhe, Mutter und Tochter, ohne Termindruck im Nacken und sogar ohne Haushaltsdruck, denn den Anspruch, in dieser Woche noch groß was zu schaffen, habe ich einfach mal mit allen Plänen über Bord geworfen. Wenn schon, denn schon. Dann genieße ich mal so richtig die Krümelzeit und alles, was ich daneben schaffe, ist absoluter Bonus.

Und so tobten wir durch den Garten, sammelten Blätter, gossen die Wintersaat im Gewächshaus und kuschelten uns bei Regenwetter mit einem Tee auf der Couch ein, um danach gummistiefelbewaffnet wieder rauszustürmen.



Wir streiften durch den Wald, sammelten Eicheln und Kastanien, fanden keine Pilze
- und das, obwohl Krümel lautstark nach ihnen rief, sodass es durch den ganzen Wald schallte -
bauten Häuser, Türme und Eisenbahnen, häufig beobachtet von Madame Katz.
Und ich habe sogar die Fenster geputzt. Allerdings nachdem das Bild entstanden ist ;)


Wir fuhren runter zum Wasser und spazierten täglich mit dem Lieblingsmann und -papi durch Siedlung und Wald, dankbar über die wunderschönen Herbstfarben der Natur, unsere traumhafte Wohnlage und die kostbare Zeit zu dritt, die aufgrund unserer verschiedenen Arbeitszeiten häufig rar ausfällt. Diese Woche war es dann noch ganz viel, denn der Mann war stark erkältet und hat sich endlich einmal vom Arzt krankschreiben lassen um das wirklich auszukurieren. Und auch wenn das größtenteils Ausruhen und Gepflegtwerden bedeutete: es war und ist schöne Familienzeit.


Gestern Abend waren wir dann alle drei bei Freunden zum Erntdankfest im Garten. Trotzdem es sehr spät wurde war Krümelchen bestens drauf, spielte mit den anderen Gästen und dem Mops umher, ließ sich das Bocciaspielen beibringen und beeindruckte alle mit ihren weiten und kräftigen Würfen (das hat sie definitiv nicht von mir!). Und sobald es dunkel wurde lief sie stundenlang vergnügt mit einem Laternenstab durch die Gegend. Ach, war das herrlich.

Ich bin sehr dankbar für diese letzte Woche, die so ganz anders gelaufen ist als ich es geplant hatte. Und so wunderschön, glückselig, familienreich. 
Manchmal sind die schönsten Dinge die, die man nicht plant.

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