Samstag, 14. Oktober 2017

Unser Garten im Sommer


Achja, was war das für ein Sommer ... der ein oder andere mag da meckern über fehlende Sommerhitze oder zu viel Regen. Für mich - Typ schwanger mit Wassereinlagerungen deluxe - war es ehrlich gesagt genau richtig. Davon abgesehen bin ich aber auch kein Fan vom Meckern übers Wetter, weil bringt ja eh nichts ;)

Unser Sommer war geprägt von einigen Erfolgen aber auch Misserfolgen bei der Ernte.
Insgesamt stand der Garten nicht so sehr im Mittelpunkt wie im letzten Jahr, zumindest was das Ackern in ebendiesem anging. Aufgehalten haben wir uns hier natürlich enorm viel, sobald es das Wetter zuließ und manchmal auch trotz andauerndem Regen und übersprudelnden Regentonnen.


Was ganz wunderbar geklappt hat waren 
- Mais 
- Buschbohnen 
- Feuerbohnen (auch wenn die alten Rosenbögen, 
die wir dafür verwendet haben, allesamt 
unter der Last zusammengebrochen sind)
- Johannisbeeren
- Himbeeren
- Brombeeren
- Erdbeeren
- Weintrauben (im dritten Jahr haben 
sie nun zum ersten Mal Früchte getragen)
- Zucchini (teilweise bis zu 3,5kg pro Stück!)
- Salatgurken
- Einlegegurken

Die Gurken waren im Gewächshaus und sind uns buchstäblich über den Kopf gewachsen. 
Sage und schreibe 10kg Salatgurken und 12kg Einlegegurken haben wir bis zum September geerntet.
Bei den Zucchini waren es sogar knappe 18 Kilogramm.

Als mäßigen Erfolg können wir unsere Kartoffeln verbuchen. Mit 32kg war die Ernte jetzt nicht ganz miserabel, doch mit der Effektivität des letzten Jahres hätte es auf dieser Anbaufläche deutlich mehr sein können. Leider hat uns die Krautfäule durch das nasskalte Wetter getroffen und drei unserer sieben verschiedenen Kartoffelsorten schon im Boden verfaulen lassen.

Die Krautfäule hat ebenso unsere komplett selbst gezogenen Tomaten erwischt. Diese krepelten sowieso schon von Anfang an stark vor sich hin, sie wuchsen nicht richtig und bildeten erst enorm spät überhaupt Früchte aus, die dann zum großen Teil versteinerten, also braun und hart wurden.

Ebenso enttäuschend war es dieses Jahr um den Pflaumenbaum bestellt.
Nach ordentlicher bis heftiger Schnittaktion im letzten Herbst hat er büschelweise Früchte getragen, die aber so eng aneinanderstanden, dass sie nach dem vielen Regen kaum vorm Verfaulen gerettet werden konnten. Vier Kilo konnten wir allerdings trotzdem für Likör gewinnen und bestimmt ein ganzes Kilo landete auch direkt im Tochterbauch.


Und bei alldem immer die Frage: was macht man mit dem ganzen Zeug? ;)

Wir haben enorm viel eingelegt und eingekocht in diesem Sommer. 
Diverse Arten Gurken - mit Salz, Dill, Knoblauch, Senf, ... - 
stehen ordentlich in der Speisekammer, die Zucchini wurden tweilweise zu Würzsauce oder auch 
gegrillt in Öl eingeweckt. Gerade bei den Gurken und Zucchini bin ich jedoch auch sehr von der Haltbarkeit begeistert, drei Exemplare haben wir jetzt seit über vier Wochen im Haus und die sind noch immer wesentlich frischer als alles, was ich so im Supermarkt bekomme.

Bohnen und Mais werden bei uns ebenso getrocknet wie Kräuter.
Für letztere habe ich das jetzt leere Gewächshaus entdeckt. Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin ist mir echt ein Rätsel ...

Die Pflaumen und eine Ladung Brombeern wurden zu Likör angesetzt, aus einer weiteren Brombeerladung und Johannisbeeren hat der Lieblingsmann Met gebraut und die Weintrauben im Weinballon gären lassen. Von allen Früchten landete auch regelmäßig was im Rumtopf (zum Beispiel der EINE Apfel von unserem Apfelbäumchen), den es dann zu Weihnachten gibt. Für meinen Mann ;)



Im Moment genieße ich es sehr
- so komisch das auch klingt -
der Natur beim "Abbauen" zuzusehen.
Das Verfärben und Fallen der Blätter, 
wie sich langsam alles lichtet ...

Irgendwie hat das etwas sehr aufgeräumtes für mich,
es schafft nicht nur Platz im Garten, sondern auch in meinem Kopf.
Der Sommer ist gegangen, alles draußen entschleunigt sich.
Es beginnt die Zeit, in der man es sich wieder kuschelig drinnen macht
und zu sich selbst kommt. Genau das brauch ich jetzt auch.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Unser dritter Sommer zu dritt

Manchmal kann ich nur staunen, wenn ich mir bewusst mache, wie viel Zeit mein Liebster und ich bereits miteinander verbracht haben. Weit mehr als ein Drittel meines Lebens kenne und liebe ich diesen Mann, der mir - auch wenn er es selbst am allerwenigstens sieht und stets der Meinung ist, nicht "gut genug" zu sein - so unendlich viel Liebe und Freude schenkt. Aber ich schweife ab ... worauf ich hinaus wollte:

Nun war dies doch tatsächlich schon der dritte Sommer, den wir als Eltern verbringen durften. 
Und unser letzter Sommer zu dritt, denn schon bald sind wir ja eine Person mehr in unserer kleinen Familie. 
Grund genug, noch intensiver die Zeit auszukosten und die Momente aufzusaugen, 
die unser Töchterchen uns so beschert.

Drei Jahre, das ist - ebenso wie jedes andere bisher - ein ganz besonderes Alter. 
Besonders genieße und bewundere ich die Selbstständigkeit, das eigene und freie Spiel
und vor allem die Entwicklung der Sprache und damit tolle Kommunikation. 
"Weil das liebe ich so..." ist hier eine fast tägliche Phrase. 
So viel Liebe ... da nehm ich euch doch mal mit.

Am Schönsten ist es im Garten

Große Draußen-Liebe

Selbst jetzt im Oktober beginnt fast jeder Tag der Tochter mit dem Satz "Ich will gern nach draußen gehen". Unser Garten ist mit Abstand ihr Lieblingsplatz, fast egal bei welchem Wetter. Dort wird gespielt und gerannt, mit Sand und Wasser gespielt (eine Regentonne mit "Zapfhahn" beschert einem da manchmal Stunden der Ruhe und des glücklich spielenden Kindes), im Zelt gekuschelt und gemalt und am allerliebsten geschaukelt.
Letzteres ist besonders schön seit sie es raus hat sich selbst anzuschubsen und Schwung zu holen. 
Mit dem Papa spielt sie am allerliebsten Football, diesen Sport haben die beiden nämlich für sich entdeckt ... ist ja auch beim Zusehen volle Kanne Kleinkindhumor, wie die sich da zu Boden reißen ;)
Das mit dem Fangen und Werfen klappt enorm gut, ich habe die Hoffnung, dass mein Töchterchen bei den beginnenden Fähigkeiten nicht immer die Letzte auf der Bank sein wird bei der Mannschaftswahl ;)


Das Kind und unsere Tiere ... große Liebe!

Große Tier-Liebe

Das Töchterchen und unsere Tiere ... manchmal sitzt sie auch gern einfach nur eine Stunde im Hasenstall und füttert und streichelt die Hasen (die sich von sonst niemandem streicheln lassen).
Über das Glück des Aufwachsens mit Tieren habe ich ja sicher schon häufiger geschrieben. Es ist einfach wunderbar, nicht nur selbst mit den ja doch zahlreichen Tieren - unsere rote Madame Katz und die Draußenkatze, die wir zum Haus mit dazubekommen und mittlerweile sehr ins Herz geschlossen haben, nebst insgesamt 14 Stallkaninchen - umzugehen, sondern auch das Kind dabei beobachten zu können. Sie hilft gern bei der Fütterung oder dem Ausmisten. Mit Madame Katz, die wirklich fast alles mit sich machen lässt, wird täglich hingebungsvoll gekuschelt. Sie wird durch die Gegend getragen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Küßchen versehen. Es ist herrlich.


Spielen, spielen, spielen ...

Große Spiel-Liebe

 Man staunt ja manchmal nicht schlecht, womit sich Dreijährige so stundenlang beschäftigen können. 
Malen, Keyboardklimpern, Basteln, Schneiden, Kleben ... alles ganz toll!
So langsam schaffen wir es auch, ihr die ersten Spiele mit Spielregeln beizubringen. 
Memory geht hier ganz toll, wenn auch noch nicht sonderlich ausdauernd, bis dann einfach alles umgedreht und freier gesucht wird. Perfekt klappt es dagegen mittlerweile mit dem Obstgarten-Spiel.

Seit das Tochterkind weiß, dass sie große Schwester wird, steht ihr Puuh-Bär noch mehr im Vordergrund als sonst. Immer wieder wird er unter dem Kleid als Babybauch umher getragen. Er wird gewickelt und gefüttert, manchmal auch schon an der Brust. Er wird hingebungsvoll verpflegt und schlafen gelegt und muss oft getröstet werden. Es ist so niedlich. Sehr viel Spaß hatte sie auch beim Sortieren ihrer alten Babysachen.

Jede Mutter und jeder Vater kennt ja das Phänomen "Wenn das Kind zehn Minuten ganz ruhig ist, dann hat das nichts gutes zu bedeuten". Sowas schwant mir auch regelmäßig - meistens ist im Anschluss das halbe Kind mit Filzstift angemalt - und so betrat ich auch vor kurzem das Kinderzimmer. Und entdeckte ein witziges Bauwerk, in dem meine Kleine ihre ganzen Kuscheltiere und Puppen nun aufbewahrt. 
Woher sie bloß die ein oder andere Idee hat?


Unterwegs im Saarland

Groß ...

... mit Urlaub war bei uns auch diesen Sommer nichts. 
Wie auch schon in den letzten zwei Jahren blieben wir zuhause, der Lieblingsmann hatte nicht mal Urlaub genommen, da er sich den für die zeit nach der Geburt unseres Sohnes aufhebt. 
Was jedoch trotzdem ging waren gemeinsame Ausflüge auf Spielplätze und Spaziergänge. 
An einem Augustwochenende fuhren wir ins Saarland zur Hochzeit einer Freundin. 

Mir graute es mächtig vor der Fahrt um ehrlich zu sein.
Immerhin kenne ich mein Kind und weiß, dass sie stellenweise lange Autofahrten nicht gut verträgt. Ablenkung mit Büchern, Malzeug und Co. war da also ausgeschlossen. Und 700km mit einer bewegungsfreudigen Dreijährigen im Autositz ... in meiner Vorstellung endete das alles echt nicht gut.
Ich träumte schon von durchgehendem "Wann sind wir endlich da? ... Ich will nicht mehr! ... Ich muss pullern! ... Mir ist schlecht! .... Uuuaaaagh!!!!". 

In der Praxis lief alles unheimlich entspannt ab. 
Sowohl auf der Hin- als auch der Rückfahrt machten wir insgesamt zwei kurze Pipi-Pausen, das Töchterchen und ich spuckten jeweils eine Tüte voll (ja, das Ding mit der Reiseübelkeit hat sie von mir ... aber zum Glück bei weitem nicht so schlimm wie ich es in meiner Kindheit erlitt) und ansonsten war alles Friede, Freude, Eierkuchen. Sie hat das unheimlich toll gemeistert und uns sehr stolz gemacht. 

Auf der Hochzeit verzauberte unser Kind - wir hätten es nicht anders erwartet - sämtliche Gäste mit guter Laune bis Mitternacht, süßen Tanzeinlagen und herzerwärmenden Sprüchen wie "Sooooo eine wunderschöne Braut!" und "Mama, Papa, das ist ein ganz toller Tag!"


Abschiedsgeschenk an die tollste Tagesmutter

Große Veränderung

Die größte Veränderung, die uns in diesem Sommer bevorstand, war der Abschied von der Tagesmutter und die Eingwöhnung im Kindergarten. Was für ein großer Schritt!

Ich habe mir im Vornherein viele Gedanken über ein nettes kleines Abschiedsgeschenk gemacht. Letzten Endes war es dann eine Tasse, die ich mit Porzellanmarkern verschönerte und die sehr gut ankam, da unsere Tagesmutti ein großer Tassen-Fan ist. Dazu dann ein vom Töchterchen gemaltes Portrait im Rahmen und ein Strauß Blümchen. 
Den Abschied selbst hat das Tochterkind gar nicht wirklich registriert, während Tagesmutti die Tränen in die Augen schossen und ich vor Rührung gleich mitweinen musste. Sogar jetzt werden mir die Augen feucht, wenn ich daran zurück denke. Wir sind enorm glücklich und dankbar darüber, so eine tolle Betreuung für unser Kind gehabt zu haben und sehr froh, bei ihr dann ab dem nächsten Jahresende auch den Platz für unseren Sohn schon fest zu haben. 

Drei Tage später begann dann auch die Kindergarteneingewöhnung. 
Es lief alles ein bisschen durcheinander von der Organisation her, das die eigentliche Erzieherin der Gruppe kurz vorher von ihrer Schwangerschaft erfahren hat und wegen des baldigem Berufsverbots die Gruppe nun doch nicht übernehmen sollte. Also war in der ersten Eingewöhnungswoche eine Vertretung da, in der zweiten noch jemand anders und erst dann kam die frisch eingestellte Bezugserzieherin dazu. 
Dem Tochterkind machte das alles herzlich wenig aus, sie nahm alles gelassen und unkompliziert hin und ließ sich in den zwei Wochen problemlos eingewöhnen. 
Im Kindergarten fühlt sie sich sehr wohl und geht gern hin.
So langsam interagiert sie auch schön mit den anderen Kindern, ist aber nach wie vor jemand, der andere erstmal nur beobachtet und am liebsten noch allein spielt, sowohl von ihrem Naturell her als auch der Tatsache geschuldet, dass sie als einzige von "außerhalb" dazu kam. Aber all das ist in einem normalen Rahmen und wir sehr zufrieden mit der Einrichtung und auch den Erzieherinnen. 

Am Abend vor der Eingewöhnung kam noch ein ganz besonderer Schritt, den ich hier - auch wenn die ein oder andere Leserin bestimmt die Nase rümpfen wird - nicht vergessen möchte.
Bis zum August schlief unser Mädchen nämlich noch mit Milchflasche ein.
Für viele ja ein totales No-Go und ja sicher, eine eigentlich unnötige Angewohnheit, die wir ihr schon länger hätten abgewöhnen können und müssen. Schon länger hatte ich es immer wieder mit ihr besprochen und ganz ehrlich, mir graute vor dem Moment, in dem wir das durchziehen würden. Denn so eine Milchflasche ist ja doch vor allem eine ruhige und bequeme Sache, darum ist es wohl auch so lange dabei geblieben. 
Nun hatte sie aber aus eigenem Antrieb den letzten Schritt gefordert.
 "Mama, ich will jetzt die Flaschen für meinen Bruder in den Keller stellen."
Sprachs und tat es auch. 
Seitdem kein Wort mehr von der Flasche.
Und der schöne Nebeneffekt: Innerhalb kurzer Zeit hat sich damit auch die Windel in der Nacht erledigt und wir sind nun seit fast einem Monat komplett windelfrei und bisher auch nur mit einem einzigen nächtlichen Unfall davongekommen. 


Es tut sich also viel ... und das wird sich wohl auch nie ändern, 
denn genau das ist das Leben mit Kind. 
Eine ständige Veränderung. 
Lasst uns jeden Moment davon auskosten!

Montag, 25. September 2017

Unser Sommer - meine Kugel und ich

Hallöchen meine Lieben,

Ich habe euch ja versprochen, mal ein kleines Update über die vergangenen Monate, in denen ich nichts von mir habe hören lassen, zu geben. Und da starten wir doch am besten mit dem Offensichtlichsten.


 

Mittlerweile bin ich in der 32.Woche und damit am Ende des achten Monats meiner zweiten Schwangerschaft angekommen.Es ist doch immer wieder irre, wie schnell dann die Zeit vergeht und was sich da alles tut. Insgesamt geht es mir ebenso wie beim ersten Mal sehr gut, gefühlt sogar noch besser.  
Ich hatte nur enorm wenig mit Übelkeit zu tun, durfte in zwei großen Zuckertests beweisen, dass Übergewicht nicht zwingend Schwangerschaftsdiabetes mit sich bringt, und bin ziemlich lange sehr mobil und körperlich leistungsfähig.


Nun wird das Ganze so langsam doch beschwerlicher. Wenn ich zu viel mache, tut mir die Hüfte mehrere Tage lang weh, bei langem Stehen ziept's im Rücken und meine Füße sehen aus wie aufgepumpt.
Wegen letzterem Problemchen trage ich nun auch seit drei Wochen meinen Ehering an einer Kette um den Hals und durfte letzte Woche zu einem außerordentlichen Bluttest. Meiner Hebamme waren die enormen Wassereinlagerungen nicht geheuer, zumal die Durchblutung meiner Gebärmutter dieses Mal einseitig nicht ganz ideal ist. Also wurden die Leberwerte und Indikatoren für Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) getestet. Ich war dann ganz schön nervös beim Warten auf die Ergebnisse, mit Sachen wie Präklampsie ist ja nicht zu spaßen. Doch es stellte sich glücklicherweise schnell heraus, dass alle Werte absolut im grünen Bereich sind und ich wohl einfach zu den Frauen gehöre, die literweise Wasser einlagern.
Das ist nicht schön und auch recht unangenehm, aber es ist ja nicht von Dauer.

Generell wurde ich ermahnt, mich ausreichend zu schonen und die Füße hochzulegen.
Gar nicht so einfach mit Kind, Haus, Garten und Job.
Aber zumindest der Job hat sich ja in drei Wochen erstmal "erledigt" (so sehr wie es als Freiberufler eben geht), da geht's dann in den Mutterschutz. 





Unserem kleinen Schatz geht es prächtig.
Er wächst und gedeiht sehr gut, scheint aber definitiv zarter zu sein als seine große Schwester.
Macht mir nichts, ich hab auch gegen die Geburt eines unter-vier-Kilo-Kindes nichts.

Was eben diese angeht sehe ich ihr unheimlich gelassen entgegen. 
Die Geburt meiner Tochter ist für mich ausnahmslos positiv besetzt.
Natürlich erinnere ich mich noch an die Schmerzen, doch bei allem ist es ja einfach mal der positivste Schmerz, den eine Frau nur empfinden kann. Ich freue mich auf dieses erneute Ereignis unheimlich und sehe mir jede Sendung und Doku über Geburten an, die ich nur in die Finger bekommen kann. 
Es fasziniert mich unheimlich und auch wenn wir noch zwei Monate Zeit haben fiebere ich der Geburt unseres Sohnes schon entgegen. 

Diese oder nächste Woche werde ich in unsere Wunschklinik fahren und uns anmelden. 
Einen Geburtsvorbereitungskurs mache ich diesmal nicht, da es in unserer Umgebung schlicht und einfach keine Kurse zu Zeiten gibt, die ich wahrnehmen kann. Vormittagskurse gibt es nicht, ein komplettes Wochenende hergeben wollte ich dafür auch nicht und alle anderen Kurse finden zu Zeiten statt, zu denen ich noch am arbeiten bin. Ich vermisse allerdings auch nichts und fühle mich in keinster Weise unvorbereitet.

Vor einem Monat habe ich meinen Zumba-Kurs beendet, da er mir dann doch zu viel wurde. 
Bei dem, was ich am Ende noch körperlich machen konnte, fühlte ich mich einfach nicht mehr wohl. 
Seitdem gehe ich stattdessen einmal in der Woche zum Bauchtanz und bin ganz begeistert davon. 
Es ist alles andere als unanstrengend, aber nicht auf so eine hüpfige konditionelle Art, sondern sehr tiefenmuskulär und voller Konzentration auf den eigenen Körper. Die Langsamkeit und Besinnung auf den eigenen Körper, kombiniert mit den verschiedenen Beckenbewegungen tut mir momentan sehr gut und erscheint mir eine passende körperliche Vorbereitung auf die Geburt unseres zweiten Wunders. 



Eine ganz besondere Überraschung habe ich Mitte August bekommen.

Ich hatte meine Mama und meine Oma zu Besuch, nach ein bisschen gemeinsamem Haushaltsgewirbel holten wir das Tochterkind von der Tagesmutter ab und fuhren noch eine Runde auf den Spielplatz.

Als wir wieder zuhause ankamen, standen viele Autos vor unserem Grundstück und mir blitzten schon die 
"It's ab boy!"-Girlanden am Zaun entgegen. Auch der Garten und die Terasse waren geschmückt mit Luftballons, Girlanden und Aufstellern. 
Meine Schwester und meine beste Freundin hatten doch klammheimlich eine Babyparty für mich organisiert und viele liebe Gäste dazu eingeladen. Ich war enorm überrascht und sehr gerührt. 
Es gab leckere alkoholfreie Bowle, tollen Kuchen und frisches Obst. 
Es wurden Lätzchen bemalt und Babys geknetet.
Es war ein ganz wundervoller Nachmittag und Abend. 
Was bin ich doch froh über meine Familie und Freundschaften. 


Ihr seht also: es geht mir und uns prächtig :)
Und fertig haben wir auch fast alles ... also Kinderwagen, Autoschale, Klamotten. 
Was noch so gar nicht steht ist das Kinderzimmer. 
Aber das ist eine Geschichte für das nächste Mal...

Mittwoch, 20. September 2017

Und wieder mal: ein Lebenszeichen

Da muss ich doch glatt erstmal den Staub aus den Blogritzen pusten ...

Über drei Monate ist es her, dass ich den letzten Blogpost getippt und veröffentlicht habe. So eine lange Pause gab es hier glaube ich noch nie. Hauptgrund dafür waren die Sommerferien, die mich doch mehr als man meinen mag in Beschlag genommen haben, und der komplette Absturz meines Laptops. Nun hat mir der Lieblingsmann aber den alten Laptop meiner Schwester wieder aufgesetzt und ich bin wieder bestens schreibfähig.

In den nächsten Tagen und Wochen wird es aber ein kleines Update geben zu Kugel, Kind, Haus und Garten. So viel sei aber schon einmal gesagt: es geht uns gut!

Und wer zwischenzeitlich mehr sehen möchte, der darf mir gern auf Instagram unter dem Namen gratisglueck folgen (jaaaaa, ich hab mich da jetzt auch reingefuchst und meine Freude dran gefunden ;) ).


Dann geh ich mal ein paar Fotos für euch raussuchen.
Ihr hört und lest von mir :)

Donnerstag, 13. Juli 2017

12 von 12

Am 12. Tag eines jeden Monats veröffentlichen Blogger 12 Fotos ihres Tages.
Gesammelt werden diese anschaulichen Tagesprotokolle bei Draußen nur Kännchen
Und heute komme ich endlich auch mal wieder dazu, dabei zu sein. 
(So ein Handy mit guter Kamera hat schon echt was für sich ;) )


Mein Tag fühlte sich heute enorm voll an und war es auch. 
Unsere Tagesmutter hat seit Anfang der Woche Urlaub, hier in Brandenburg sind aber noch keine Ferien, wodurch wir nun eineinhalb Wochen Kinderbetreuung parallel zur Arbeit wuppen müssen. Geht aber - vor allem mal wieder dank Großelternpower an zwei Tagen - super.





Der Tag beginnt früh, die Nacht war bescheiden. Mich hat mal wieder eine latente Erkältung mit Halsschmerzen und Reizhusten erwischt, mein Immunsystem verkrümelt sich irgendwie in der Schwangerschaft schnell. Dafür hatte ich dann genügend Zeit, Getreidekaffee und Ruhe, um so einige Sätze zu einer Begebenheit des gestrigen Tages, das doch so einige Gedanken in mir aufgewühlt hat, zu Papier zu bringen.

Das Tochterkind schlief ein bisschen länger als sonst. Gönne ich ihr. 
Unglaublich lange wollte sie dann mit mir malen, bis ich ihr dann doch die Haare machte und wir losmussten. Frühstück gab es heute mal ganz anders, außer Haus frühstücken wir sonst nie.





Heute Vormittag fand ein Vorstandstreffen des örtlichen Kulturvereines statt, an dem ich als neugewähltes Vorstandsmitglied natürlich teilnehmen musste. Treffpunkt war unsere schöne kleine Bibliothek, in der sogar gerade ein Märchenvorlesen für Kindergartenkinder stattfand. Während wir also besprachen hörte das Töchterchen Märchen, blätterte durch Bücher, malte und puzzelte. Eineinhalb Stunden machte sie das ganze mit, dann war es aber auch gut, dass es ein Ende hatte. 

Zuhause gab es dann ein schnelles Mittagsessen, das Töchterchen verschwand zum Mittagschlaf in ihrem Zimmer und ich erledigte schnell noch ein bisschen Wäsche. 




Statt noch mehr Haushalt zu wuppen entschied ich mich für eine halbe Stunde mit Heißgetränk und Häkelarbeit. Zumindest ein bisschen Ruhe und Füße-hoch an diesem Tag. 
Der Lieblingsmann hat für heute extra einige Stunden rausgearbeitet und stand pünktlich halb zwei auf der Matte, um mich abzulösen. Also ab zur Arbeit.

Meine drei Musical-Kurse heute waren ganz besonders aufgeregt und angespannt, denn es waren unsere letzten regulären Stunden des Schuljahres und die letzten Übungsmöglichkeiten für ihre Auftritte am Wochenende und am letzten Schultag. Ich selbst bin auch schon ganz gespannt, immerhin führt eine Gruppe vor der gesamten Schule ein Lied und zwei weitere Gruppen sogar ein kurzes eigenes Programm vor knapp hundert Leuten auf. Das wird eine ganz große und tolle Erfahrung für alle und sicherlich ein toller Schuljahresabschluss.



Normalerweise rundet noch eine Stunde Zumba den Tag ab, der einzige Kurs überhaupt, den ich nur besuche statt ihn selbst zu geben. Das fiel wegen Krankheit unserer Trainerin allerdings aus und an diesem Tag war ich auch nicht so traurig darüber. Wäre mit meiner Erkältung auch nicht so die gute Idee gewesen, denke ich ;)

Zuhause erwarteten mich dann Mann, Kind, Katzen und Hasen. Nachdem alle bis auf ersteren futtertechnisch versorgt worden sind und das Kind im Bett gelandet war, zog ich noch eine Runde durch den Garten - dem Regen zum Trotz. Ich freute mich, endlich mal eine Frucht an den herumkrepelnden Tomaten entdeckt zu haben, und kann mir natürlich nicht verkneifen, ein paar Johannisbeeren vom Strauch zu naschen. Dazu hat man schließlich einen Garten.


Dann wurde ich vom Lieblingsmann zum Abschluss des Tages bekocht.
Den Luxus erkaufe ich mir übrigens damit, dass ich das dann alles saubermachen darf ;)

Dienstag, 4. Juli 2017

Halbzeit zweite Schwangerschaft*

Es ist einerseits alles so vertraut und bekannt, 
andererseits doch immer wieder ein neues Wunder.


Das zweite Mal schwanger. Altbekannt und doch teilweise so anders.

Ebenso wie jedes Baby, jedes Kind und jeder Mensch unterschiedlich ist, so unterscheiden sich natürlich auch die Schwangerschaften. Das hat man schon gehört, es am eigenen Leib zu erfahren ist aber nochmal eine ganz andere Sache. Jetzt, zur Halbzeit meiner zweiten Schwangerschaft, habe ich doch noch etwas genauer darüber nachgedacht, was dieses mal so alles anders ist.

Eines haben unsere Kinder schon einmal gemeinsam: Sie sind absolute Wunschkinder und kamen jeweils erstaunlich schnell zu uns. Wir schätzen uns sehr glücklich darüber.

Ebenso ist die Spannung darüber, was für Eigenschaften und Talente dieser kleine neue Mensch mal haben wird, ein alltäglicher Gedanke. Die Faszination um das Leben, das in mir entstanden ist und immer weiter wächst und gedeiht, ist ungebrochen und riesengroß.

Noch eine Gemeinsamkeit meiner Schwangerschaften: ich habe beide Male gefühlt, als es geklappt hatte. Dieses kleine Kribbeln, das mir innerlich verraten hat: jetzt ist da etwas ganz klitzekleines und doch so großes und bedeutendes in dir passiert. Es ist wirklich magisch.

Doch so einige Dinge sind auch einfach anders ...




1. Der Alltag

Die zweite Schwangerschaft steht natürlich nicht so im Vordergrund unseres Alltags wie die erste. Schließlich ist das große Kind weiterhin in vollem Umfang zu betreuen und auch die Aufgaben im Haushalt sind mit Haus und Garten alles andere als weniger geworden.

Trotzdem ist es selten bis nie so, dass ich meine Schwangerschaft gar vergesse. Es ist mir ständig bewusst, aber angenehm unaufgeregt und entspannt. 

Einen Urlaub gibt es diesmal vor der Geburt nicht, aber wir versuchen die Zeit so intensiv und bewusst zu genießen wie es nur geht. Und in meiner Schublade liegt auch noch ein Gutschein für eine professionelle Schwangerschaftsmassage zuhause. Das ist ja auch ein kleiner Urlaub.


17. und 19. Woche - oben 2014, unten 2017
2. Der Bauch

Wie es wohl fast jeder Zweitmami geht: der Bauch wächst wesentlich schneller. Ist halt alles schonmal ordentlich gebraucht und ausgeleiert gewesen, mein Bindegewebe gehört zu den Schlechteren und alle Babypfunde waren auch nicht runter als es nun wieder klappte.

Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt in der ersten Schwangerschaft nur wenige Umstandsteile gekauft, diesmal gibt es da schon mehr in meinem Schrank. Drei-vier Umstandskleider, zwei Leggins, eine Hose, dazu noch zwei Umstandsshirts vom letzten Mal, die den Schrank gar nicht verlassen haben ... Es gibt aber auch wahnsinnig schöne Sachen! Bei Paulina Umstandsmode könnte ich zum Beispiel ewig schmökern ...  

Auch fühlt sich das, was ich von meinem Baby spüre, ganz anders an.
Bei meiner Tochter war es ab der 17. Woche ein Flattern, wie von Schmetterlingen oder das Blubbern von Goldfischchen. Nun spüre ich seit der 15. Woche immer mal wieder ein intensives Drücken von innen, so langsam auch erkennbare Tritte.


3. Das Outing

Body von Paulina Umstandsmode
Unsere Tochter hat sich mit der Enthüllung ihres Geschlechts wirklich Zeit gelassen. Bis zur 22. Woche hat sie immer fleißig die Beinchen zusammengekniffen, erst bei der Feindiagnostik hat sie sich gezeigt. Bis dahin war mein Gefühl eher zu einem Jungen gegangen, so kann man sich eben irren.

Unser zweites Wunder zeigte sich bereits in der 18. Woche in seiner ganzen Pracht. Diesmal wird es ein Junge und ich bin unheimlich glücklich darüber. Über ein zweites Mädchen hätte ich mich ebenso gefreut, aber ich empfinde es wirklich als Privileg, nun auch einen kleinen Buben zu bekommen und groß ziehen zu können. 

Schwierig wird es diesmal mit dem Namen. Bereits zwei Jahre vor dem ersten Kind hatten wir schon unsere Namen parat und beschlossen. Nun ist der Jungenname davon aber so extrem beliebt und häufig verteilt, dass es für uns jetzt auf Namensuche geht und das ist gar nicht so einfach. Nicht zu häufig, aber auch nicht überexotisch oder gewollt originell, darf nicht mit dem Anfangsbuchstaben unseres Nachnamens anfangen oder aufhören (da hab ich so ne Sperre gegen...), es ist wirklich schwer. Aber ein bisschen Zeit haben wir ja noch ;)


4. Die Wehwehchen

Die Schwangerschaftswehwehchen halten sich zum Glück auch dieses Mal in Grenzen. Übelkeit war nur ab und zu mal sporadisch und nicht allzu schlimm vorhanden, seit dem vierten Monat fühle ich mich auch wieder sehr energiegeladen und leistungsfähig.

Was dieses Mal gar nicht geht ist das Tragen hoher Schuhe. Sobald ich auch nur ein wenig Absatz länger als ein paar Minuten trage rächt sich das mit Ischiasschmerzen, diese kannte ich aus der ersten Schwangerschaft überhaupt nicht. Außerdem bilden und verstärken sich Besenreißer und Krampfadern an den Beinen - obwohl ich das im Nachhinein gesehen auch beim ersten Mal hatte, die Nachfrage dazu hatte meine damalige Ärztin aber ignoriert. Jetzt hab ich eine wunderschöne Kompressionsstrumpfhose, die ich möglichst regelmäßig trage.


5. Die große Schwester

Hach, ich komme kaum mehr aus dem Schwärmen heraus, so toll macht sich unsere Tochter als zukünftige große Schwester. Ihre Freude ist groß, das Thema allgegenwärtig. Nächste Woche darf sie mit zum Ultraschall, darauf fiebert sie mächtig hin. Täglich wird der Bauch gestreichelt, begutachtet und geknutscht, immer wieder will sie die zwei Bücher zum Thema Baby und Geburt vorgelesen bekommen. Sie passt auf, dass ich nicht schwer trage und will auch selbst nicht mehr auf den Arm genommen werden, um dem Baby nicht weh zu tun. Gemeinsam haben wir ihre Babysachen sortiert, gewaschen und aufgehangen. Wir haben sogar ziemlich viele jungentaugliche Sachen, müssen also gar nicht groß was dazukaufen. Obwohl ... wenn ich so herumstöbere, kommt mir der Gedanke, dass sich der ein oder andere Kauf hormonell bedingt sicher nicht verhindern lassen wird ;)

Schühchen und Body wurden zu verfügung gestellt von Paulina Umstandsmode


Sie wird eine wundervolle große Schwester und wir freuen uns täglich über den Altersunterschied, den wir uns genau so immer gewünscht und vorgestellt haben. Für uns ist es einfach perfekt.


Die wichtigste Gemeinsamkeit aber ist und bleibt: 
DU bist aus Liebe entstanden, aus einem tiefen Wunsch heraus, und wirst in eine liebevolle und glückliche Familie hineingeboren.
Wir freuen uns auf dich!

Mittwoch, 14. Juni 2017

Vom Krümel zum Tochterkind [Familienmoment]

Um den Oma-Spruch des Tages gleich mal vorweg zu nehmen:

Hach, sie werden ja so schnell groß.


Es ist doch eigentlich gar nicht so lange her 
- ok, 21 Jahre -
da hielt ich mein Schwesterchen im Arm und fütterte sie mit Möhrenbrei, wovon so gut wie nichts in ihrem Mund, aber dafür ganz viel überall drumrum landete. 

Und nun ist sie schon längst selbst erwachsen und eine wundervolle bald zweifache Tante, wird nächstes Jahr heiraten und danach dann sicherlich auch selbst ein Kind bekommen. Was ist das Leben doch wundervoll und aufregend.

~~~

Und auch mein Töchterchen wächst und gedeiht und lernt.
Schon längst ist sie kein Krümelchen mehr, sondern ein ganz schön schlaues und verständiges Tochterkind. Der Titel des Krümel ist damit also offiziell wieder frei und kann gleich an das nächste kleine Gechöpf weitergegeben werden.

So surreal die Vorfreude auf das Baby bei ihr ist
- wie soll es mit 3 Jahren auch anders sein? -
ist es doch täglich ein Thema.

Häufig möchte sie zu mir auf den Schoß und "mit dem Baby kuscheln". Sie hat es auch voll akzeptiert, dass ich sie nicht mehr trage und läuft selbst beim ab und an vorkommenden nächtlichen Umzug ins Elternbett mitten in der Nacht (bei Gewitter zum Beispiel) selbst die Treppe herunter. Regelmäßig belehrt sie mich, dass ich nichts Schweres tragen darf.
"Mama, du hast du ein Baby im Bauch! Zerquetsch es nicht!"

Und auch das Lesen der Baby- und Geschwister-thematisierten Bücher ist ein tägliches Muss. Wahre Familienmomente.

Immer wieder muss ich erstaunt feststellen, wie wenig Baby noch in meinem ersten Baby steckt. Im Grunde genommen gar keins mehr, das zeigt sie mir täglich mit ihren Handlungen, ihrer Art zu spielen und sich zu beschäftigen und ihrer Sprache. Es ist so ungemein irre, dass noch vor drei Jahren ein Neugeborenes den halben Tag auf mir schlief und auf jegliche Hilfe angewiesen war und dieses wundervolle Wesen nun richtige Gespräche mit mir führt. Diese ganzen Entwicklungen laufen natürlich dauerhaft und kontinuierlich ab, doch in ganz bestimmten Momenten werden sie einem erst so richtig bewusst und ich muss erkennen, dass mein Kind längst kein Krümel mehr ist, sondern ein ziemlich tolles Tochterkind.
 Was für ein Wunder das Leben doch ist und wie wunderbar das Elternsein.

Ich sauge diese kostbaren Momente tief in mich auf, ganz im vollen Bewusstsein, wie wenig selbstverständlich mein Glück doch ist. 

Meine Gedanken gehen dieser Tage auch immer wieder an all jene, denen das Glück nicht so hold ist. Jene, bei denen etwas schief gegangen ist und die nun trauern. Jene, die Verluste erfahren und verarbeiten müssen und auch jene, die immer wieder hoffen und bangen und doch wieder fallen. Ich denke an all jene und kann doch nichts machen, außer Glück zu wünschen und Kraft und jemanden, an dem sie sich festhalten können und der sie wieder aufrichtet.
Kinder und Familie sind pures Glück.
Und dies wünsche ich euch allen!

Mittwoch, 7. Juni 2017

Zwei Jahre im Glück zuhaus

Gestern vor zwei Jahren sind wir in unser Traumbauhaus gezogen.
Zwei Jahre voller Arbeit, Schweiß, Verwunderung, Verzweiflung,
Stolz, Freude und alles in allem purem Glück. 

Heute mag ich euch ein bisschen mit zurücknehmen 
und von den letzten zwei Jahren erzählen. 


Ich kann es nicht anders sagen: die Entscheidung zum Kauf unseres Hauses war
eine unserer allerbesten Entscheidungen, neben der Katze, der Hochzeit und unserem Töchterchen (in zeitlicher Abfolge ;) ). Trotz aller Arbeit, die wir uns damit selbst aufgehalst haben, gab es keinen einzigen Tag, an dem ich diese Entscheidung bereue. 

Es war der 14. Februar 2015 (ein Tag, der mir wohl immer in Erinnerung bleiben wird), an dem wir um halb zehn Uhr vormittags vor diesem eher ungepflegt wirkenden Haus aus den 30er Jahren parkten. Wir waren nicht mit sonderlich großen Erwartungen hingefahren. Viele Häuser hatten wir schon besichtigt in den letzten zwei Monaten, uns in zwei davon verliebt und uns schweren Herzens von ihnen verabschieden müssen, weil der Zuschlag an andere Bewerber ging. 

In meinem Kopf war ich schon bei einem Auftritt meiner Tanzmäuse am Nachmittag, die Gedanken des Lieblingsmannes kann und mag ich mir kaum vorstellen (hatte er eine Stunde zuvor am Telefon vom überraschenden Tod meiner geliebten Oma erfahren, den er aber bis zum Abend noch vor mir geheim halten sollte). Alles in allem hatten wir also keinerlei große Erwartungshaltungen. Es war mehr ein prinzipielles Anschauen irgendeines Hauses. 

Bereits beim Herunterfahren der gebogenen und übergrünen Straßen in der kleinen Siedlung packte mich erste Euphorie. Lauter individuelle Häuser und Gärten, allesamt auf großzügigen Grundstücken und in allen möglichen Zuständen ... hier ließ scheinbar jeder den anderen machen und leben, wunderbar! Nichts war für mich undenkbarer als eine enge Plansiedlung, in der alles geregelt und festgelegt ist. Von einem Haus mit Garten erwarteten wir stets vor allem eins: Freiheit.

Und was soll ich sagen? 
Ich habe mich sofort zuhause gefühlt, in diesem alten Haus fast direkt am Wald, mit seinem vernachlässigten Garten, den zahlreichen schlecht zusammengebastelten Schuppen und Anbauten, den holzvertäfelten Wänden und Decken. Ich fühlte mich angekommen. Sofort wussten wir, wo was stehen und entstehen sollte, was wir verändern könnten und müssten. 

Noch am Ende der Besichtigung sagten wir dem Makler unser Interesse zu, zuhause angekommen riefen wir ihn noch einmal an und sagten, dass wir es unbedingt haben wollen. Damit war es klar und ging seinen Gang. Wir kauften das Haus.


Was haben wir seitdem nicht alles erlebt und verändert ...
Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, schließlich machen wir alles selbst
und die Zeit dafür fällt im Alltag zwischen Arbeit, Kind und Familienterminen 
oft zu kurz aus. Und wir wollten es von Anfang an auch nicht zu verkrampft angehen, 
denn vor allem sollen wir ja auch leben und nicht die Freude am Bauen verlieren.

Schon in den ersten sieben Wochen musste so einiges an Anbauten weichen. 

In den folgenden drei Wochen deckten der Lieblingsmann und der weltbeste Schwiegerpapa einfach mal so das Dach neu. Und nein, keiner von ihnen ist Dachdecker.
 Ich muss meinen Stolz sicherlich nicht extra ausdrücken.

Im ersten Winter in unserem Haus ging es dann drinnen ans Eingemachte
Durch die Neudeckung des Daches waren die Dachschrägen eh schon abgerissen, jetzt sollte es 
im künftigen Tochterzimmer vorangehen, das Gästebad oben wurde zum Flur und Schwiegerpapa zauberte uns aus einer Nische ein kleines Traumbad. Nach einem Jahr im Traumbauhaus
war wirklich schon eine große Veränderung zu sehen. 

Während des zweiten Winters ging es fleißig weiter. 
Mittlerweile ist oben noch ein Durchbruch geschafft vom neuen Flur ins Waldblickzimmer, welches vom alten Boden befreit wurde und ein bodentiefes Fenster bekommen hat. Die halbe Decke von Mittel- und Waldblickzimmer ist rausgerissen worden, der Boden im Dachgeschoss mit Osb-Platten ausgelegt, Leitungen und Kabel verlegt und die Dachschrägen voll Rigips gepackt.


Auch draußen ist viel passiert. Den Vorgarten haben wir von Nadelgehölzen befreit, zwei Apfelbäume gepflanzt und elf Hibiskusbüsche als Hecke gepflanzt. Aus schiefen Ebenen wurden zwei neue große Beete, in denen nun Kartoffeln, Tomaten und Kohl sprießen. 
Im Gewächshaus wuchern Gurken, Chili und Aubergine, die Erdbeeren tragen unglaublich gut und auch alle anderen Beerensträucher verheißen einen tollen Naschsommer. 

Es mag nicht so schnell vorangehen, wie sich es der ein oder andere denkt.
Dafür, dass wir alles selbst machen und dabei auch Zeit zuhause genießen, geht es für unser Empfinden aber gut voran. Und es ist noch soooooo viel zu tun ;)

Montag, 29. Mai 2017

Oh, diese Woche ...

Es ist Montag. Überraschenderweise.

Vier Tage Familienzeit haben mich fast vergessen lassen, was diese Woche vor mir liegt. Diese Woche wird nämlich der ganz schöne Hammer, sowohl in ihrem Inhalt als auch ihrer Heftigkeit.

Jeden Morgen musste ich daran denken, wenn ich mit Husten und zugeschwollenem Hals aufgewacht bin und meinem Körper inständig zuflüsterte, dass er jetzt bloß gut mitarbeiten und keine ernsthafte Erkältung aus dem Hut zaubern soll. Wie sollte ich denn sonst die Woche schaffen? Notretterchen aus der Apotheke gehen ja jetzt erstmal nicht mehr. Und so schwer es mir schon im Normalfall fällt, Unterricht abzusagen (immerhin hängt für mich Freiberuflerin an jeder ausgefallenen Stunde Geld, das dann eben fehlt), in dieser Woche geht es einfach auch nicht. Die muss laufen.

Und so schluckte ich den wunden und vollen Hals runter, der sich tatsächlich auch mit jedem Morgen weniger regt und tagsüber vernünftig ist (danke, lieber Körper!), und stürzte mich in die Begebenheiten des Tages: Mama-Tochter-Tag auf dem Erdbeerhof, Familienzeit bei meinen Eltern, das Ausräumen der Wohnung meiner Großeltern, Geburtstagsparty der Schwägerin, große Wohnzimmer- und Flurumräumaktion... das Wochenende war schon sehr ereignisreich. Gute Vorbereitung auf das, was jetzt kommt.

Das größte Ereignis der Woche liegt mittendrin und ist das Bedeutendste.

Mein geliebtes Tochterkind, mein Krümelchen, wird drei Jahre alt. 

Ich kann es kaum fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie viel kostbarer und wertvoller doch das eigene Leben durch ein Kind wird. Täglich begleiten wir sie im Wachsen und Lernen, während sie zwischen zuckersüß und trotzig doch fast nur auf der Sonnenseite ihres Gemütes wandelt. Täglich wächst ihr Verständnis für das was sie umgibt, mehr und mehr prägen sich Eigenschaften an ihr aus, von denen ich damals in der Schwangerschaft so gespannt war, welche sie einmal besonders auszeichnen würden: ihr Frohsinn, ihre Feinfühligkeit und Einfühlungsvermögen, ihre Kreativität, Musikalität und Bewegungsdrang, ihre Liebe an der Natur, die Faszination der kleinen stillen Dinge. Gib ihr einen Sandberg, etwas Wasser und herumfliegende Insekten und sie ist den ganzen Tag beschäftigt. Noch Glasmurmeln und Seifenblasen dazu und der Tag ist gelaufen.

Es ist so irre, sich daran zu erinnern, wie dieses wundervolle Wesen einst (als wäre das schon tausend Jahre her ...) in mir entstanden und gewachsen ist, als nacktes schreiendes Etwas zu uns kam und alles von Grund auf erst lernen musste. Es war nicht immer nur Zuckerschlecken, aber ich finde, dass wir das gut gemeistert haben und da ein prima Mädchen hinbekommen haben.


Hach, mein liebstes Kind, wenn doch nur dein Geburtstag so sehr im Mittelpunkt stehen würde, wie er es verdient hätte ... denn jetzt kommt die Krux dieser Woche: Ich arbeite von Dienstag bis Freitag zusätzlich den ganzen Vormittag, da ich einen Workshop mit Grundschulkindern habe. Das bedeutet nicht nur, dass ich meine Vormittage nicht zum Vorbereiten der großen Geburtstagsparty am Samstag nutzen kann (putzen, einkaufen, backen ...) sondern vor allem, dass ich die Kleine morgens schon um halb acht bei der Tagesmutter abgeben muss um dann rechtzeitig bei der Arbeit zu sein. Am Abend komme ich erst spät nach Hause. Zumindest mein sonst so gründlich eingehaltenes Zumba direkt am Geburtstag lasse ich sausen, um das Abendessen und noch ein-zwei Stunden mit dem Geburtstagskind zu verbringen. Vor halb neun bekommen wir die Kleine bei der momentanen Helligkeit am Abend eh nicht ins Bett, ihr kennt das sicher.

Für mich bedeutet diese Woche: Power, Power, Power. Täglich insgesamt acht Stunden reine Unterrichtszeit, unterbrochen nur von zwei Stunden zwischen Workshop und normalem Unterrichtsalltag, die ich für ein paar Einkäufe oder schlichtweg die Autofahrten von einem zum anderen Unterrichtsort benötige. "Mach mal ne Pause", "Schon dich" oder "Leg die Füße hoch" - Dinge, die man einer Schwangeren eben gern sagt - gelten diese Woche nicht. Ich mach drei Kreuze, wenn sie überstanden ist, so sehr ich auch meinen Job liebe.

Jetzt, solange bis ich das Kind dann wecken und fertig machen muss, mach ich doch gleich mal ein paar Listen und plane meinen "freien" Montagvormittag. Nochmal überall durchsaugen und wischen (zu mehr Haushalt komme ich bis Freitagnachmittag schließlich nicht), Wocheneinkauf, GEBURTSTAGSKUCHEN BACKEN und Geschenke einpacken, planen wann ich was dabei haben muss und wie viel Zeit ich jeweils genau habe um vielleicht doch noch ein bisschen was vorbereiten zu können. Oder um mich für einen Moment wo hinzusetzen und doch die Füße hochzulegen. Man gönnt sich ja sonst nichts.


Kennt ihr diese Wochen auch, in denen ihr schon vorher kaum wisst, wie ihr die Energie für sie haben sollt?

Auf jeden Fall wünsche ich euch eine wundervolle und ruhigere Woche ;)

Freitag, 19. Mai 2017

Gartenfreuden

Jippie, der Frühling ist endlich endlich da ... obwohl er ja schon fast wie Sommer anmutet mit seiner Heftigkeit, aber wollen wir mal nicht meckern ;)

Zu diesem Freutag zeige ich euch heute mal, worüber ich mich so besonders freue,
und das ist jetzt gerade vor allem der Garten. 
Hier also meine High Five der Gartenfreuden!



1. Endlich wieder barfuß!

Wir - als Familie - sind absolute Barfußläufer.
Den gesamten Herbst und Winter lang warten wir sehnsüchtig auf den Moment,
ab dem die Schuhe und Socken endlich in der Ecke stehen bleiben können. 
Das Krümelchen zieht sich schon regelmäßig seit März heimlich die Schuhe im Garten aus, was auch mit dem ein oder anderen Schnupfen quittiert wurde. Dieser Tage fliegen nicht nur Schuhe in hohe, Bogen zur Seite, sobald wir zuhause sind, sondern gern auch Hose und Hemd. 
Ab ins Plantschbecken!



2. Raus ins Beet

Endlich dürfen nun auch die lange gehegt und gepflegten selbstgezogenen Tomaten nach draußen ins Beet. Der Lieblingsmann hat mir extra ein Tomatenhaus gebaut. Jetzt, nach den Eisheiligen, durften je 10 Pflanzen von drei verschiedenen Tomatensorten - Black Cherry, Raf und Ochsenherz - nach draußen. Fünf weitere Ochsenherzen werden noch weiter in Töpfen gepäppelt und dann an die Lieblingsnachbarin und Schwiegermama verschenkt. 




3. Los, ihr Früchtchen!

Das Obst wächst. 
Johannisbeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren, Him- und Brombeeren ... 
der Sommer wird ein einziges Naschparadies!
Genau so habe ich es mir immer für meine Kinder gewünscht, denn das war auch ein wichtiger Teil meiner Kindheit.



Besonders freue ich mich darüber, dass trotz der eisigen Nächte und Hagelanfälle, die uns im wahrsten Sinne die Kirschernte für dieses Jahr verhagelt haben, der Pflaumenbaum doch ordentlich Früchte trägt. Und auch die Weinreben bilden nach zwei Jahren endlich Trauben aus. Juhu!



4. Es wächst und gedeiht!

Im letzten Jahr haben wir das Thema Düngung ja eher vernachlässigt ... ok, wir haben es komplett ignoriert. Und das hat man an vielen Stellen doch gemerkt. Nach der letzten Gartensaison haben wir angefangen, den Hasenmist - den wir gerade jetzt dank dem zahlreichen Nachwuchs - überall fleißig unterzubuddeln. Und es scheint zu helfen.

Die Kartoffel (im "Tiefbeet" links) sprießen sichtlich kräftiger als im letzten Jahr. Da sind die Tierchen doch unheimlich nützlich :)



5. Natur ist Leben

Mit dem Sonnenschein, der frischen Luft nach einem Regenschauer oder am frühen Morgen, mit jedem Atemzug im Garten, die Ohren voll von Vogelgezwitscher, fühle ich mich dem Leben umso verbundener. Noch ist - bis auf die äußeren und offensichtlichen Anzeichen - vom Leben in mir nichts konkretes zu Spüren, doch allein das Bewusstsein über das Wunder, das nun ein weiteres Mal in mir geschieht, verbindet mich umso mehr mit der Natur. 
Es gibt nichts Schöneres!



Ich wünsche euch einen wundervollen Tag 
und ein herrliches Wochenende!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Unsere Familie wird größer [Familienmoment]

Am heutigen Mittwoch mag ich euch von einem ganz besonderen und freudig erwarteten Familienmoment erzählen.

Gestern war für mich ein ganz besonderer Tag.
Dabei stand mein Geburtstag gar nicht so im Vordergrund. Ich hatte einen Termin beim HNO-Arzt und habe dann gearbeitet, wo niemand von meinem Geburtstag wusste. Das Highlight des Tages sollte mich am Abend erwarten, nach dem gemeinsamen Abendessen mit dem Lieblingsmann und unserem Krümelchen.

Gestern verkündeten wir unserer Tochter, dass sie große Schwester wird. 



Ja, es ist nun soweit und ich bin in der 12. Woche schwanger mit unserem zweiten Kind. Die Freude auf allen Seiten ist riesig und nun endlich kann ich es auch ganz offiziell sagen. Wird aber auch bitter nötig, denn der Bauch wächst dieses Mal viel schneller und lässt sich langsam nur noch schwer kaschieren.

Uns war von Anfang an klar, dass wir unsere Tochter erst einweihen wollen, wenn die ersten kritischen Wochen vorbei sind und vor allem erst dann, wenn auch alle anderen davon erfahren dürfen. Schließlich gibt es keine größere Lücke in einer Geheimniskette als ein quasselndes Kleinkind. Gerade vor ein paar Wochen kam eine kleine Tanzschülerin auf mich zugerannt und brüllte durch das halbe Haus "Jessi, meine Mama bekommt noch ein Baby! Das ist aber ein Geheimnis!".

Doch gestern war nun der Zeitpunkt gekommen, an dem wir das Krümelchen einweihen wollten. Ich hatte extra ein Buch aus ihrer Lieblingsreihe zum Thema Baby und Schwangerschaft gekauft und war ungalublich gespannt auf die Reaktion. Seit Anfang des Jahres schon ist das Thema Geschwister immer wieder präsent. Sie sagt oft "Ich will einen Bruder und eine Schwester. Noch gibt es die nur in meinem Kopf, aber später wachsen die dann in Mamas Bauch."

Eigentlich wollten wir es ihr am Abend erzählen, aber wie wir da morgens so im Bett kuschelten und meinen Geburtstagskuchen mampften, fühlte es sich einfach richtig an. Also erzählten wir es ihr und überreichten ihr das neue Buch.

Sonderlich überrascht schien das Krümelchen von der Nachricht eher nicht. Sie sah mich an, sah den Bauch an und sagte dann "Dann muss ich jetzt ganz vorsichtig mit Mama sein". Es interessiert sie sehr, ob sie eine Schwester oder einen Bruder bekommt, da müssen wir uns aber alle noch gedulden. Außerdem möchte sie auch mal mit zum Ärzt kommen und "in Mamas Bauch reingucken". Insgesamt war es ein wirklich wunderschöner Morgen für uns.


Wir sind unheimlich glücklich und freuen uns über das Wachsen unserer Familie.
Ende November werden wir Eltern zweier Kinder sein. Dann ist das Krümelchen dreieinhalb, genauso wie wir uns den Altersunterschied immer so vorgestellt hatten.
Nun heißt es, die Zeit bis dahin ganz bewusst zu genießen. Ich freue mich darauf, dieses Wesen immer weiter in mir wachsen zu sehen und zu spüren, das neue Leben dann in den Händen zu halten und wieder ein Stück kompletter zu sein.

Montag, 8. Mai 2017

Liebes Tagebuch

26.September 2016

In der letzten Zeit wächst in mir wieder vermehrt so ein Gefühl, vielleicht kann man es am ehesten mit Sehnsucht beschreiben. Oder wohl eher mit Vorfreude. 

Es ist gänzlich anders als beim ersten Mal, wo ich noch so unsicher war ob und wie und wie schnell das alles funktionieren würde. Dieses Mal ist mir alles vertrauter und damit die Freude darauf noch süßer und verheißungsvoller. Ich habe verstanden, was dieser Schritt bedeutet, was es mit mir und meinem Leben macht. 

Alles ist mir bewusster, bereits jetzt, wo doch noch gar nichts passiert ist. 
Ich freue mich schon jetzt so auf die Veränderung, die Bewegungen, die Reaktionen. 
Wann auch immer es genau soweit sein wird.
Es wird wunderbar sein.

Auch, wenn es vielleicht gefährlich ist, sich da Druck zu machen, schreibe ich es nun einfach mal auf, was mein Gefühl mir sagt.

Meinen 27. Geburtstag werde ich nicht allein in meinem Körper verbringen.
Ich werde ihn teilen und ein zweites Mal neues Leben erschaffen mit dem Mann, den ich über alles liebe. 

Ende Februar kommt die Spirale raus und dann sehen wir mal, wie lange es dauert. Es könnte knapp werden, aber irgendetwas verleiht mir die innere Sicherheit, dass ich am 9.Mai 2017 bereits wieder schwanger sein werde.



09.Mai 2017

Happy Birthday to me, happy birthday to me ...
Es ist mein 27. Geburtstag.

Und ich hatte Recht!


Mittwoch, 5. April 2017

Lebenszeichen

Hallöchen meine Lieben,

Es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen. Heute mag ich euch gern mal wieder ein paar Dinge zeigen, die hier so in den letzten Wochen passiert sind.
Auch wenn ich mein Monatsmotto für den März soweit ganz gut umsetzen konnte und dank Singletasking besser meinen Alltag gestalten kann ist enorm viel zu tun.

Die Premiere der neuen Show haben wir gut hinter uns gebracht, was nach der abgrundtief grottigen Generalprobe aber auch alle erstaunt hat. Bühnenmenschen kennen das ja, das Generalproben nicht so gut laufen. Aber so etwas habe ich noch nie erlebt und habe im Anschluss das erste Mal wirklich erhebliche Zweifel an mir und meiner Arbeit gehabt. Da aber alle gut mitgedacht und gearbeitet haben wurde die Premiere ein voller Erfolg, was allerdings nicht die Schwere des Tages überdecken konnte. Am Morgen des Premierentages verstarb mein Opa, die Trauer musste jedoch erst einmal warten, da wir als Familie (meine Eltern, meine Schwester und ich) auf und hinter der Bühne zu tun hatten. Nächste Woche dann ist die Beisetzung, das Krümelchen nehme ich aber nicht mit ... die hat schon Tränen in den Augen wenn in einer Geschichte jemand traurig ist, da will ich ihr dieses Situation nicht antun.

Aber kommen wir lieber zu den schönen Dingen des Lebens: Frühling!


Alles grünt und blüht, mir geht das Herz auf!
Die letzten Wochenenden haben wir komplett im Garten verbracht und auch die Nachmittage sind der Lieblingsmann und das Krümelchen nur draußen. Sie schaukelt, speilt auf dem Sandberg, fährt Rad und Roller und sammelt Löwenzahn für die Hasen. Eine Häsin hat vor zwei Wochen Nachwuchs bekommen und so freuen wir uns sehr darauf, dass zu Ostern dann neun kleine Fellknäule durchs Gehege hoppeln werden :)
Das Töchterchen ist von den Hasenbabys auch ganz begeistert und darf am Wochenende auch gern mal gucken und vorsichtig streicheln. Sie so eng mit Tieren aufwachsen zu lassen ist toll!


Außerdem haben wir auch fleißig im Garten geackert. Ein neues großes Beet sollte her! Nun wird es auf der oberen Terasse viel Gemüse geben (Mais, Möhren, Porree, Sellerie, Fenchel, Tomaten, Weiß- und Rotkohl) und im neuen Beet setzen wir demnächst die Saatkartoffeln. Was freue ich mich darauf, bald alles grün zu sehen. Die Johannisbeerbüsche vor den Beeten haben mittlerweile viele grüne Blätter und auch schon erkennbare Fruchtstände ... wenn man im Frühling die Bilder nicht sofort online stellt, ist alles schon wieder überholt ;)

Das Gebilde rechts hinten ist übrigens die Garage. In dem Stil befanden sich vor zwei Jahren noch zwei weitere Schuppen links daneben und einer steht immer noch mitten auf dem Grundstück. Und eine selbstgebaute Scheune (ebenso "schön") haben wir auch noch. Der Vorbesitzer hat gern gebastelt und gebaut, das baden wir nun aus ;) Irgendwann wird die Garage und auch die Scheune nochmal komplett neu und schick gemacht.

Im Haus geht es gerade langsamer voran, da es uns bei dem schönen Wetter natürlich raustreibt. Freitag kommt aber eine Großlieferung Gipskartonplatten, damit wir fleißig weiter Wände und Dachschrägen verkleiden können. Bis zum Jahresende sollen die zwei weiteren Zimmer oben fertig werden.

Freitag, 3. März 2017

High Five for ... Frühlingsgefühle

Liebe Vorfrühlingssonne, 

du kommst genau zum richtigen Zeitpunkt heraus. 
Die letzten Tage über wusste ich kaum aus noch ein mit mir selbst, 
noch gestern hat mich mitten am Tag eine bleierne Müdigkeit übermannt und 
mir Alltag und Job schwer gemacht. Und nun bist du da und beehrst uns
mit einem Strahlen, das einem das Herzchen leichter und den Kopf freier werden lässt.




Ich habe bisher nie so das gute Händchen gehabt, was Pflanzen in der Wohnung anging. Doch mit Einzug der ersten Blumenzwiebeltöpfchen in den Läden hat es mich gepackt. Ich freue mich mehrfach täglich über die sich immer weiter aufrichtenden Stängel und aufgehenden Blütenknospen. Leben in der Bude!




Und raus geht's mit dem Kaffee in den Garten. 
Auch die Katzen genießen die Sonne ... und den Teich, in den sich die Buddelmuschel verwandelt hat, nachdem die gestrigen Windböen ihn offensichtlich selbstständig abgedeckt haben. 
Da wird sich das Krümelchen aber freuen, wenn sie nach Hause kommt und sieht, dass alle Zeichen auf Matschepampe stehen.




Die Zeichen stehen aber vor allem auf: Gartenarbeit. 
Unsere im Herbst gesetzten Blumenzwiebeln erwachen, die ersten Weidenkätzchen trauen sich heraus und auch der Rhabarber lugt schon vorsichtig aus der Erde heraus. Nächstes Ziel: Ein großes weiteres Beet für Suppengemüse und Tomaten. Nur muss vorher die L-förmige Betonfläche mittendrin beseitigt werden ... fragt mich nicht, was das mal war oder werden sollte, es gehört zu einer Reihe Kuriositäten in und um unser Haus. Gerade mit Beton hatten es die Vorbesitzer ... das Geräusch von Spaten auf Beton wird mich wohl für den Rest meines Lebens verfolgen.




Es gibt da etwas, an dem scheitere ich immer und immer wieder. 
Radieschen, aller Fachliteratur nach das simpelste auf der Gartenwelt. 
Aber bei mir bilden sich einfach keine ordentlichen Knollen aus, so sehr ich auch hacke und vereinzele und gieße. So auch bei unserer Winter"ernte" aus dem Gewächshaus. 
Weiß da jemand Rat?
Egal, den Hasen schmeckt es trotzdem :)




Frühling, ick liebe dir!

Verlinkt bei
 

Link Within

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...