Montag, 30. Januar 2017

Mein Januar 2017

Hallöchen meine Lieben,

unheimlich still ist es hier auf dem Blog geworden. Das reale Leben hat mich und uns im Griff, mein Kopf ist voll mit allem und jedem. Ich komme kaum mehr zum schreiben und wenn ich dazu komme, weiß ich kaum worüber. Dann schwanke ich zwischen "Interessiert das überhaupt jemanden?" und "Will ich das wirklich preisgeben?". Still und heimlich hat sich eine kleine Scheu entwickelt, ein Drang danach Dinge für mich und für uns zu behalten. Auch und gerade was das Krümelchen betrifft. Sie ist längst kein Baby mehr, sondern eine sehr eigenständige und eigensinnige Persönlichkeit. So stolz ich auch über sie bin und sie am liebsten jedem ins Gesicht halten würde, um diesem Mutterstolz gerecht zu werden, umso wichtiger ist es mir aber doch, ihre Privatsphäre zu wahren und mich da immer weiter zurückzunehmen.

Vielleicht ist es auch einfach der Winter und ändert sich mit wärmeren Temperaturen, vielleicht taue auch ich dann wieder auf. Doch die Herzenserkenntnis steht trotzdem: Nicht alles gehört nach da draußen ins Internet, ich bin etwas geizig geworden mit meinen Gedanken und Sorgen und Gefühlen. Nicht aber mit dem Teilen meiner Freuden und diese möchte ich gern als monatlichen Rückblick zusammenfassen, als feste Größe für 2017 im Blog. Alles, was da sonst noch drüber hinausgeht, ist Bonus.



Unser Januar war geprägt von Schnee und Arbeit und viel Großelternzeit für das Krümelchen. An zwei Samstagen habe ich komplett gearbeitet und der Lieblingsmann am Haus gebaut, an einem hatte die eine Oma Geburtstag und am letzten waren beide Opas und eine Oma zum Helfen auf unserer hausinternen Baustelle. Wir schätzen uns sehr glücklich für unsere Eltern, die uns in jeglicher Weise unterstützen, von Krümelbetreuung bis zu allen möglichen Haus- und Gartenarbeiten.

Den Stand unserer Baustelle muss ich euch nochmal genauer zeigen. Vielleicht sogar schon morgen ;)

Sonntag, 15. Januar 2017

Schneeweißer Sonntag


Was für ein herrlicher, gemütlich, ruhiger und schneeweißer Sonntag!

Das Krümelchen ist noch bei den Großeltern und füttert gerade Enten und Möwen
 (typische Großelternaktivität, oder nicht?),
wir haben aus- und vor allem durchgeschlafen und sind jetzt einfach mal faul.

Und endlich komme ich wieder mal zum stricken.
Auf den Nadeln eine Babydecke von maschenfein. Nicht aus besonderem Anlass, sondern weil ich mich in das Muster verliebt habe und es so schön unkompliziert ist :)

Wir holen dann nach dem Mittag das Tochterkind ab und fahren zu den anderen Großeltern, meine Schwiegermutter feiert heute Geburtstag. Und ihr so?


Ich wünsche euch einen wundervollen Sonntag!

Mittwoch, 11. Januar 2017

Das Dessert des Lebens [Familienmoment]



 Das Krümelchen hat am Wochenende seinen allerersten eigenen Schneemann gebaut. 
Mit Oma und Opa.
Sie spielte und tobte im Schnee, wurde mit dem Schlitten durch die Wohnsiedlung gezogen und von vorne bis hinten mit Zeit, Aufmerksamkeit und auch der einen oder anderen Nascherei verwöhnt. 
So wie es bei Großeltern eben zu sein hat ;)


Mein Mann war bei einer Geburtstagsfeier am Samstag, ich musste arbeiten und so blieb wie so oft das Krümelchen bei einem Großelternpaar. Vorsichtig geschätzt würde ich sagen, dass das jeden Monat einmal vorkommt, zu manchen Zeiten häuft es sich aber auch auf mehr. Es gibt immer mal Momente, in denen ich ein schlechtes Gewissen habe als Mutter. In dem mich das Gefühl beschleicht, mein Kind zu häufig abzugeben und zu den Großeltern "abzuschieben". Da kommt natürlich auch hinzu, dass man in den sozialen Medien gern mal gezeigt bekommt, mit wie viel Freude und Liebe und Aufopferung andere Mütter sich 24 Stunden am Tag um ihr Kind kümmern. Was ich dabei oft nicht bedenke ist, dass es in vielen anderen Familien gar nicht die Möglichkeit gibt, das Kind mal eben für ein paar Stunden oder auch über Nacht zu den Großeltern zu bringen. Dass ich, wenn ich in meinem Beruf tätig sein will, kaum eine andere Chance habe. Und vor allem dass, gerade wenn ich in meine eigene Kindheit zurückdenke, die Zeit bei Oma und Opa so ziemlich die schönste und wertvollste im Heranwachsen ist. 

Mir wird immer wieder bewusst, wie gesegnet wir als kleine Familie doch sind.
Wir leben in einer Luxus-Situation. Keiner materiellen und finanziellen, sondern einer emotionalen.
Denn wir haben zwei wundervolle Großelternpaare, die sich immer gern und liebevoll im unser Krümelchen kümmern. Die nicht beleidigt sind, wenn man sich mal zwei Wochen nicht gemeldet hat, sondern selbst anrufen, wenn sie Sehnsucht verspüren. Die nicht Buch darüber führen, wie oft das Enkelchen hier oder dort ist. Die uns von Anfang an mit Liebe und Verständnis zur Seite standen, sich nie aufgedrängt haben und ihren Rat in genau den richtigen Situationen angebracht haben oder eben auch schwiegen. Die uns unsere Erfahrungen als Eltern selbst machen lassen, sich auf unsere Wege einlassen und uns nicht maßregeln. Die das Krümelchen verwöhnen, so wie es sich für Großeltern gehört, ohne dabei sämtliche Erziehung zunichte zu machen. Die mit ihr erleben und entdecken und spielen und zuhören und fördern und trösten, wann immer es geht.






Großeltern sind mit einer ganz anderen Energie da, als es Eltern sind und sein können.
Wenn Sie mit dem Kind zusammen sind, herrscht kein Alltag, keine Routine, kein Stress. 
Sie stellen sich ganz auf das Enkelchen mit seinen Bedürfnissen ein, können daher mit Engelsgeduld erklären und tragen und umherlaufen. Sie zeigen die Welt anders, als wir Eltern es tun, denn sie haben eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Sie haben bereits Kinder aufgezogen und aufwachsen sehen, haben einen großen Erfahrungsschatz und erfreuen sich an den neuen und kleinen Wesen nochmal doppelt. Sie sind da um zu verstehen und zu halten und zu stützen, um zu ermöglichen und ermutigen. Großeltern zu sein, das ist nochmal eine Nummer für sich. 
Oder wie ich letztens so schön las:



Während des Bauens ihres ersten Schneemannes mit den Großeltern war ich übrigens auch anwesend. Ich stand in der Küche meiner Eltern. Es war halb elf, wir wollten gleich im Anschluss nach Hause fahren, aber bald sollten auch meiner Schwester und ihr Freund zum Mittagessen kommen. Ich schickte meine Mutter mit nach draußen und schälte Kartoffeln und Möhren, blickte ab und zu aus dem Fenster. Immer wieder ging mir das Herz auf beim Anblick des Tochterglücks mit ihren geliebten Großeltern zusammen. Für diesen Anblick hätte ich ihnen jede Hausarbeit der Welt abgenommen und tue es immer wieder gern, damit sie die Zeit mit ihrer Enkelin voll auskosten können. Damit sie ihr Lebensdessert in vollen Zügen genießen können.

Das war mein Familienmoment der Woche. 
Noch mehr Familienmomente gibt es bei Küstenkidsunterwegs.





Freitag, 6. Januar 2017

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ein Satz, der wohl vor allem für Heimarbeiter und Vollzeitmütter oft ein rotes Tuch sein wird, habe ich Recht? Ich persönlich zumindest reagiere da öfter mal ein bisschen gereizt drauf, unterstellt diese Frage doch unterschwellig, dass man nur faul zuhause rumsitzen würde.

Tatsächlich sammelt die Bloggerin Frau Brüllen immer am fünften jedes Monats unsere Tagesroutinen und -erlebnisse, eben das, was wir so den ganzen Tag lang machen. Und das ist dann alles andere als eine Unterstellung, sondern ein ehrlicher und offener Blick auf den Alltag anderer Blogger. Finde ich super und heute mache ich zum ersten Mal auch selbst mit. Also los geht's!



5:00
Mein Wecker klingelt. Ich müsste eigentlich gar nicht so früh aufstehen, doch in den Winterferien habe ich gemerkt, dass ich viel fitter und entspannter bin, wenn ich morgens einfach früher - und vor allem vor Mann und Kind - aufstehe. Ich genieße die Ruhe und etwas Zeit für mich, während ich Kaffee und Tee koche, mir das Gesicht wasche und die Zähne putze.

5:30
Mit einem leckeren Kaffee bestückt pflanze ich mich an den Schreibtisch, plane die To-Dos für den Tag (nicht mal wenige), klicke mich ein wenig durchs Netz und beschließe, heute mal mit tagebuchzubloggen (ob es das Wort schon offiziell gibt?).

6:00
Rohkost-Schnippeln für den Lieblingsmann. Wir sind noch voll im Neujahrsmotivationshoch, alle beide ;) Beim Blick aus dem Fenster sehe ich, dass es über Nacht geschneit hat. Da das Krümelchen noch tief und fest schläft, gehe ich Schnee fegen, während der Mann sich für die Arbeit fertig macht.

6:25
Der Mann ist aus dem Haus, das Kind schläft noch immer und meine Finger tauen langsam wieder auf. Merke: So langsam sollte ich mal Handschuhe rauspacken. Ich lasse jetzt einfach mal alle fünfe grade sein und entspanne mich noch solange, bis das Mäuschen erwacht ist.

 6:35
Das Krümelchen kommt aus dem Bett getapst und begrüßt mich mit einem fröhlichen "Mija hat ausgeschlafen!". Wir kuscheln ein paar Minuten und gehen dann Zähneputzen. Das klappt ganz prima und am allerbesten, wenn Mama mitmacht. Meine Zähne wird die doppelte Portion nicht stören ;)
Danach wird gespielt und gemalt (an Mamas Schreibtisch, sie liebt es, auf dem großen Stuhl zu sitzen und zu "arbeiten") und ich kann nebenbei noch ein wenig Wäsche abhängen und sortieren finde, dass der Haushalt auch noch warten kann. Stattdessen schaue ich ihr dabei zu und darf ab und zu sogar auch was malen ;)

7:30
Aufbruch. Dick anziehen und raus in die Kälte. Ich muss ganz schön am Auto kratzen. Wir fahren zum Supermarkt, denn wir brauchen noch Milch, Möhrchen und Joghurt. Krümelchen hat den Kindereinkaufswagen für sich entdeckt, weshalb wir nun meist bei einem bestimmten Laden sind (Marketingstrategie aufgegangen, würde ich mal sagen). Danach geht's ab zur Tagesmutter, wo es schon herrlich nach Bohneneintopf duftet. Manchmal würde ich am liebsten mit da bleiben, so schön und gemütlich ist es.

8:20
Wieder zuhause. Hasen werden gefüttert, Katzen gestreichelt und dann zieht es mich für ein paar winterliche Fotos nochmal nach draußen. Wetterpracht muss unverzüglich ausgenutzt werden.



8:45
Frühstück. Kaffee, eine halbe Banane und eine Portion Overnight Oats mit Blaubeeren. Wenn das mal kein guter Start in einen (hoffentlich) produktiven Tag ist ;)

 9:00
Ran an die Arbeit. Es müssen Skripte für die erste Probe meiner Schauspieler am Wochenende gedruckt werden, ein Song muss neu geschnitten werden, das Finale der neuen Show geplant ... alles steht in Richtung der Tanzshow-Premiere im März, deren Regie ich führe. Und durch meine Aufgabe als Mitgliederverwaltung des örtlichen Kulturvereins sind heute auch noch einige Mails und Protokolle zu schreiben. Zum Glück habe ich meine Arbeitsecke im Erker und somit viel Licht und immer einen schönen Blick nach draußen.

10:45
Das Wichtigste an Bürokram ist erledigt. Jetzt mal ran an den Haushalt. Küche, Wohnzimmer und Kinderzimmer aufräumen, Wäsche ab- und wieder aufhängen, das Geburtstagsgeschenk für eine Freundin einpacken und für die Post fertig machen ... und dann mal schauen, was ich bis zu meiner selbst auferlegten Mittagspause um 12 Uhr noch so alles schaffe.






12:40
Mittagspause. Kartoffeln und Kräuterquark, jammi.
Ich hab alles erledigt, was ich mir vorgenommen habe und jetzt gibts zur Belohnung - bevor die eigentliche Arbeit losgeht - eine Folge "Downton Abbey", ein großes Knäuel Wolle und eine Häkelnadel 3,5 ... ich habe ein Geburtstagsgeschenk für meine Mama auf der Nadel. 

13:50
Aufbruch. Ich fahre noch bei der Post vorbei, um mein Geburtstagspäckchen abzugeben, das bis nach Schweden muss. Dann wird das Auto getankt und ab auf die A10 in Richtung Donnerstagsarbeit.

15:00
Ankunft im Tanzverein. Jetzt noch ne große Runde Schauspielskripte kopieren und dann geht's los mit dem Unterricht. Für die nächsten vier Stunden bin ich ohne Pause im Einsatz.

15:30
Meine kleinsten sind da, los geht der kreative Kindertanz. Heute üben wir ausführlich für einen kleinen Auftritt am Wochenende. Kostüme werden anprobiert und auf der Bühne dürfen wir auch schon einmal üben. Immer im Gepäck und in Sichtweite sind die Eltern und zahlreiche Babys (diese Gruppe war im letzten Jahr sehr geburtenstark, von 10 Mädchen sind sechs zwischen März und Oktober große Schwestern geworden ... das sieht aus wie ein Stilltreff vor dem Ballettsaal :) ). Alle sind ganz aufgeregt.

16:30
Die nächstgrößeren sind jetzt dran. Unser Fokus liegt auf zwei neuen Tänzen für die große neue Show. Beide sind diesmal große Herausforderungen für meine 16 (!) Kids, denn der eine enthält Hip-Hop-Elemente (was wir sonst gar nicht benutzen) und der andere enthält viele verschiedene Aufstellungen und Wege im Raum, teilweise mit Partner getanzt. Das ist echt nicht einfach und wir haben bis März noch ordentlich was zu tun. So langsam erkenne ich aber schon die Struktur, die ich mir ausgedacht hatte ;)

17:30
Meine "kleinen" Teenies (bis 13Jahre) sind heute eher schwach vertreten, mehr als die Hälfte fehlt, gearbeitet wird trotzdem an neuen Tänzen. Hier stehen die Choreografien komplett und alle Abläufe sind klar, jetzt wird "geputzt", also Details geklärt und geübt, um Synchronität zu erreichen. Die Mädchen arbeiten hart, das ist toll zu sehen.

18:30
Meine Großen. Auch nur in halber Besetzung durch Krankheit. Wir suchen ihre Kostüme im Fundus raus, auch sie treten am Wochenende mit drei Tänzen aus unserem Repertoire auf. Die werden dann noch geübt und eventuelle Umstellungen, falls dieser oder jener bis Samstag nicht wieder fit ist, besprochen. Ich staune immer wieder über die Selbstständigkeit meiner Großen, über das selbstverständliche Mitdenken und ihre schnelle Auffassungs- und Umsetzungsgabe .... und ein bisschen bin ich auch stolz, denn als ihre Trainerin seit vier Jahren ist das auch ein bisschen mein Werk ;)

20:00
Feierabend. Ich stiefele durch den hohen Schnee - bei uns zuhause war das viiiel weniger - und setze mich ins Auto für den Heimweg. Die Straßen sind nicht so glatt, wie es die Fahrweise der meisten vermuten lässt, aber lieber etwas vorsichtiger und dafür sicher ankommen ist ok für mich. Ich bin ein wenig erschöpft vom langen und intensiven Tag und knabbere mein Döschen mit Rohkost, das ich während meines Unterrichts natürlich nicht angerührt habe.

20:40
Ankunft zuhause. Das Kind schläft und ich kuschele mich zum Lieblingsmann mit einer kleinen Käseplatte und Feigensenf (Reste von Silvester) auf die Couch. Wir schauen noch ein bisschen "House of cards", mein Häkelprojekt wächst derweil ein weiteres Stück.

23:00
Ab ins Bett.

23:23
Das Krümelchen schreit, sie hat schlecht geträumt und hat nun Angst. Trotz gutem Zureden will sie nicht mehr in ihr eigenes Bett, die einzige Lösung ist "Papa Bettchen gehn". Weiß auch nicht, warum das nie "Mamas Bettchen" für sie ist. Vielleicht ja, weil ich wenn sie mit drin ist, meistens nur die letzten 30 von 140 Zentimetern belege. Madame Katz kuschelt sich noch auf meinem Kopfkissen dazu und schnurrt und alle in den Schlaf. Es wird im weiteren Verlauf eine ruhige Nacht :)

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