Mittwoch, 1. Februar 2017

Neues aus dem Traumbauhaus


Hallöchen ihr Lieben,


Heute mag ich euch gern etwas über unsere Baufortschritte im liebsten Traumbauhaus berichten und zeigen. Ich kann schonmal sagen: erwartet keine Wunder ;)

Wir haben gegen Ende des letzten Jahres ja mit der Arbeit am Durchgangszimmer und dem hinteren Zimmer mit Blick in den Wald begonnen, sind bisher aber eher schleppend vorangekommen. Wir machen alles allein und ohne Firmen. Einer voll berufstätig und nach der Arbeit mit der Tochter beschäftigt und der andere mit Hauptverantwortung für den Haushalt und selbstständig arbeitend ist keine Kombination, die allzu viel Zeit zum gemeinsamen Bauen lässt. Die Wochenenden sind zeitweise unheimlich vollgepackt mit Familienterminen und/oder Arbeit. Und wenn nicht gerade rumgekränkelt wird herrscht so eine gewisse Grunderschöpfung, dass einfach nicht so viel geht wie noch im letzten Winter.

Es geht also langsamer voran als geplant. Und das ist ok. Dass ein 80jähriges Haus viel Arbeit wird und im Grunde genommen wirklich alles gemacht werden muss, war uns klar. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, trotz der ellenlangen Liste an noch zu machenden Dingen vor allem zu leben und einen großen Teil des Jahres im Garten zu verbringen. Uns ist das Leben wichtiger als das schnelle Fertigsein mit dem Haus (falls es das jemals geben sollte), der Weg ist wichtiger als das Ziel und jeder Tag hier ist kostbar und wertvoll, ob mit Baustaub oder ohne. Und nichts wäre schlimmer, als mitten im Bauen die Freude daran zu verlieren und das Haus nur noch als Last zu betrachten.


Also folgt nun die Baustellenbesichtigung.



Zwischen diesen Bildern liegt so ziemlich genau ein Jahr. Noch im November haben der Lieblingsmann und der allerbeste Schwiegerpapa insgesamt fünf neue Fenster eingebaut. Zwei - wie auf dem Bild zu sehen - unten im Mittelzimmer und drei oben im Dachboden, eines davon ist das Ausstiegsfenster für den Schornsteinfeger. Wo es vorher dunkel und muffig war, ist es nun lichtdurchflutet. Gerade an sonnigen Tagen - die Aussicht des Mittelzimmers geht gen Süden - strahlt es nur so ins Haus hinein und durch die bisher fehlende Tür die Treppe hinunter bis in den Hausflur. Kein Vergleich zum Zeitpunkt unseres Einzugs, als alles verbaut und dunkel und muffig anmutete.

Trotz der gedämmten Dachfläche ist es in den Baustellenzimmern und im Flur noch ordentlich kalt, denn an den Fenstern zieht es jetzt natürlich kräftig rein. Oder besser gesagt zog. Denn am Samstag haben meine Mama und ich drei der fünf Fenster mit ordentlich Dämmwolle ausgestopft und die Dampfsperrenfolie mit Massen an höllischem - sowohl im Preis als auch im Klebevermögen - Spezialtape dicht gemacht.

Dem Laien wird als Unterschied womöglich nur die Unordnung auffallen ;)

Aber ich finde, dass man sich nun so langsam immer mehr vorstellen kann, wie dieses Zimmer mal aussehen wird. Es gewinnt mehr und mehr an Gestalt, zumindest in meinem Kopf. Und wenn dann erstmal noch Gipskartonplatten (mit dem Begriff "Rigips" ist es nämlich wie mit Tempo und Taschentüchern, wie ich gelernt habe) an den Wänden sind ... das wird echt ein Träumchen. Obwohl es mir vorm Spachteln und Schleifen schon jetzt wieder graust.


 Aber das war noch nicht alles ...

An der linken Seite, da wo die Rollen mit der Dämmwolle stehen, wird eine schmale Treppe vom Fenster aus hochführen ...


 ... in die zweite Etage bzw. Schlaf- und Chillkoje des ansonsten doch recht kleinen Zimmers. Zwei Drittel des Dachbodens gehören dann zum Mittelzimmer und ein Drittel als Hochbett/Galerie zum Waldzimmer (von dem auch der Blick auf dem Foto ist).
 Die Deckenbalken bleiben frei für das rustikale Flair.

Oben haben der Lieblingsmann und mein Papa am Samstag schon die ganzen Kabel gelegt, Schwiegerpapa hat die Rahmen für die Fensterbretter gebaut und mit dem Aufschrauben der OSB-Platten am Boden begonnen. Der Baumarkt hat gute Kunden in uns ;)



Und hier ist noch der Blick vom Mittelzimmer ins Waldzimmer, im Januar 2016 und 2017. Wie man sieht, haben wir dort oben Silvester gefeiert ;)

Das Mittelzimmer ist im Moment noch ein Durchgangszimmer mit Fenster, da hinten ursprünglich nur ein Balkon geplant war, der noch in der Bauphase des Hauses dann doch mit Mauern und Dach umbaut wurde. Dieser Durchgang wird zugemacht und dafür die Wand vom kleinen Flur aus (der vorher allerdings eine Gästetoilette war ... für alle mit großem Vorstellungsvermögen ;) ) durchbrochen. Das Fenster ist das einzig alte im Haus und wird noch mit einem modernen und bodentiefen Kunststofffenster ersetzt, gesichert von einem französischen Balkon.


Ihr seht und merkt also: noch viel viel Arbeit erwartet uns alleine in diesen zwei Zimmern. Vom Rest des Hauses fange ich mal erst gar nicht an. Eins nach dem anderen. Diese Baustelle wollen wir bis Jahresende geschafft haben, danach ist die nächste Dringlichkeit unser Bad unten. Aber das ist erstmal noch in der Ferne.

An diesem Samstag sind meine Eltern wieder zum Helfen da, dann sollen die letzten zwei Fenster gedämmt und verklebt werden, die nächsten OSB-Platten auf den Boden und Gipskartonplatten an die Wände kommen. Endlich mal Arbeit, bei der man schnell vorankommt ;)


Noch mehr Beiträge zu "Mittwochs mag ich" findet ihr bei Frollein Pfau.

Kommentare:

  1. Liebe Jessi,
    Mensch, man sieht doch Fortschritte! Ich find's super, dass ihr euch da keinen Druck macht, das Familienglück geht doch vor :o) Bezüglich deines Kommentars: Das sehe ich genauso, warum diese extrem konträren Einstellungen? Kinder nehmen das total locker oder wissen nicht mal etwas um solche Diskussionen. Aber es ist spannend zu beobachten, welche Entwicklungsphasen die Kinder durchmachen und wie unterschiedlich... lg, Raphaele

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  2. Danke dir, liebe Raphaele. Ist halt viel - um nicht zu sagen ALLES, von den Grundmauern mal abgesehen - zu tun, das braucht seine Zeit. Und mir das alles durch Druck zu verleiden wäre ja wirklich dämlich ;)

    Und so gibt es wenigstens noch laaaaange zu erzählen und zu zeigen :)

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  3. Liebe Jessi,

    alles hat seine Zeit heißt es so schön. Und wenn es euch wichtiger ist mit euer Tochter eure freie Zeit zu verbringen statt mit dem Schleppen von Baumaterial, dann ist das nun mal so. Das Haus wird fertig werden so oder so... Danke für das Update.

    Liebe Grüße

    Rea

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    1. Genau das ist es :) Wäre ja auch zu schade, wenn das Haus tippitoppi ist und plötzlich ist das Kind schon eingeschult, ohne dass man die Zwischenzeit genossen hätte ;)

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  4. Liebe Jessi,
    das erinnert mich total an unsere eigene Kernsanierung, vor fünf bzw. fast sechs Jahren. Mensch ist das spannend! Ich trag mich gleich mal bei dir ein.
    Liebe Grüße Patricia

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    1. Na dann Willkommen liebe Patricia :)
      Ich finde es auch unheimlich spannend, an den Hausprojekten anderer als Zuschauer teilzuhaben ... gerade wenn man da selbst drin steckt/e. Deinen Blog finde ich im Übrigen auch unheimlich schön, hab ihn gleich mal abonniert :)

      Liebste Grüße,
      Jessi

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  5. Das sieht schon ganz toll aus und nachdem was Du erzählst werden das super Zimmer. Meine Familie und ich leben auch in einem alten Haus, niemand weiß, wann es gebaut wurde und wir renovieren schon seit 15 Jahren. Fast alles in Eigenleistung. Das braucht alles seine Zeit und geht nicht so schnell.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Danke, lieber Wolfgang. Das klingt bei euch ja auch super spannend, deine Seite finde ich wirklich inspirierend und toll zu lesen. Eigenleistung ist ja auch erst das, was einen am Ende Stolz macht, nicht wahr? ;)

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  6. Ich finde auch, dass man die Fortschritte sieht. Und das wichtigste ist doch, dass ihr euch wohl fühlt und am Ende stolz auf eure Arbeit und euer Heim seit.
    Liebe Grüsse Alizeti

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