Freitag, 3. März 2017

High Five for ... Frühlingsgefühle

Liebe Vorfrühlingssonne, 

du kommst genau zum richtigen Zeitpunkt heraus. 
Die letzten Tage über wusste ich kaum aus noch ein mit mir selbst, 
noch gestern hat mich mitten am Tag eine bleierne Müdigkeit übermannt und 
mir Alltag und Job schwer gemacht. Und nun bist du da und beehrst uns
mit einem Strahlen, das einem das Herzchen leichter und den Kopf freier werden lässt.




Ich habe bisher nie so das gute Händchen gehabt, was Pflanzen in der Wohnung anging. Doch mit Einzug der ersten Blumenzwiebeltöpfchen in den Läden hat es mich gepackt. Ich freue mich mehrfach täglich über die sich immer weiter aufrichtenden Stängel und aufgehenden Blütenknospen. Leben in der Bude!




Und raus geht's mit dem Kaffee in den Garten. 
Auch die Katzen genießen die Sonne ... und den Teich, in den sich die Buddelmuschel verwandelt hat, nachdem die gestrigen Windböen ihn offensichtlich selbstständig abgedeckt haben. 
Da wird sich das Krümelchen aber freuen, wenn sie nach Hause kommt und sieht, dass alle Zeichen auf Matschepampe stehen.




Die Zeichen stehen aber vor allem auf: Gartenarbeit. 
Unsere im Herbst gesetzten Blumenzwiebeln erwachen, die ersten Weidenkätzchen trauen sich heraus und auch der Rhabarber lugt schon vorsichtig aus der Erde heraus. Nächstes Ziel: Ein großes weiteres Beet für Suppengemüse und Tomaten. Nur muss vorher die L-förmige Betonfläche mittendrin beseitigt werden ... fragt mich nicht, was das mal war oder werden sollte, es gehört zu einer Reihe Kuriositäten in und um unser Haus. Gerade mit Beton hatten es die Vorbesitzer ... das Geräusch von Spaten auf Beton wird mich wohl für den Rest meines Lebens verfolgen.




Es gibt da etwas, an dem scheitere ich immer und immer wieder. 
Radieschen, aller Fachliteratur nach das simpelste auf der Gartenwelt. 
Aber bei mir bilden sich einfach keine ordentlichen Knollen aus, so sehr ich auch hacke und vereinzele und gieße. So auch bei unserer Winter"ernte" aus dem Gewächshaus. 
Weiß da jemand Rat?
Egal, den Hasen schmeckt es trotzdem :)




Frühling, ick liebe dir!

Verlinkt bei
 

Mittwoch, 1. März 2017

Nieder mit dem Multitasking! [Monatsmotto]

Ich hab die Nase voll!

Starten wir den Monat, den Tag, den Blogpost mal ungewohnt direkt und frei heraus,
ganz ohne blumige Bilder und schon recht ohne blumige Einleitungen.
Heute gibt's mal ein bisschen Seelenstriptease. Ich habe wirklich scharf überlegt, ob ich den hier einfach so hinlegen will, denn anonym ist dieser Blog schon lange nicht mehr. Einige Freunde, Familienmitglieder und auch Schüler von mir wissen von ihm und lesen immer mal wieder mit. 
Aber nach reiflichen Gedankengängen habe ich entschlossen, 
dass mich das an dieser Stelle nicht stört.




Ich würde mal ganz frech von mir selbst behaupten, allgemein als unkomplizierter und ausgeglichener Mensch zu gelten, den nichts so schnell aus der Ruhe bringen kann und der wirklich nur in absoluten Ausnahmefällen in offensichtlichen Stress gerät. 
Wenn ich dann in Stress gerate, versuche ich das für mich zu behalten.
Die Erfahrungen der Vergangenheit - wenn ich offen zugebe, dass ich Stress oder Angst empfinde, bricht alles in latente Panik aus - haben es zur Angewohnheit werden lassen, nach außen hin immer die Ruhe selbst sein zu wollen. Alles gut, kein Stress, läuft schon alles und wenn nicht so wie geplant, dann ist das auch toll, denn ich bin voll locker flockig drauf ... ja wirklich ...

Das Problem ist, wenn man das wirklich allen vormacht und dann einbricht.

Ich gebe hier jetzt einfach und endlich mal offen zu:
Ja, ich bin im Stress und stehe unter Druck und weiß gerade kaum wohin mit mir und meinen Gedanken, meinen Pflichten und Aufgaben und vor allem den Ansprüchen, die ich an mich selbst, mein Auftreten und meine Leistungen habe.
Punkt.

Dieser Bandwurmsatz fasst gerade wohl alles zusammen.



Bisher konnte ich das immer ganz prima überspielen, doch in den letzten Wochen habe ich immer wieder die Folgen meines vollen Kopfes zu spüren bekommen. Es sind nicht nur elendig lange To-Do-Listen, von denen ich manche Punkte Tage um Tage um Tage um Tage mit mir herumtrage ohne sie erledigt zu haben. Es sind nicht nur Aufgaben im Job oder Haushalt, die ich nicht zeitgerecht schaffe oder vergesse. Wenn ich Dinge tue, bin ich mit dem Kopf zeitgleich bei mindestens drei weiteren Sachen und erledige vor allem Dinge im Haus und Garten dann nicht so sorgfältig wie ich es könnte oder sollte. Mir gleiten Dinge aus der Hand und es passieren Fehler. Zum Beispiel mussten wir vorgestern mehrere große Schüsseln von Salaten und Fleisch (Partyüberbleibsel, man macht ja immer viel zu viel...) entsorgen, weil ich sie in den extra Kühlschrank gepackt habe ohne zu bemerken, dass dieser überhaupt nicht angeschaltet war. Das Licht ging nicht an und er war nicht kalt, doch das bemerkte ich nicht, weil ich in Gedanken auf einer anderen Baustelle war. Das ganze Essen mussten wir wegschmeißen, es war so unnötig und ärgerlich und brachte mein persönliches Fass, von dem ich nicht einmal selbst gemerkt hatte wie es sich füllt, zum überlaufen.



Ich merke, dass ich etwas ändern muss.



Mein Leben besteht aus unheimlich vielen Jobs und Aufgabenbereichen, beruflich wie privat. Unzählige Rollen nehme ich innerhalb einer ganz normalen Woche ein und eine jede erfordert von mir einhundert Prozent Aufmerksamkeit und Leidenschaft. 
"Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps" lässt sich bei mir nicht so einfach durchsetzen, denn ich habe keinen Job, bei dem ich die Tür hinter mir zumachen und den Kopf ausschalten kann. Doch irgendwie werde ich das wohl auf eine gewisse Art und Weise tun müssen, um meine Gehirnkapazität wieder in Gänze nutzen zu können. Ich muss einen Weg finden, mich gedanklich wirklich immer nur auf das zu konzentrieren, was ich gerade tue. Es hört sich so leicht an und doch gibt es gerade kaum etwas Schwereres für mich.



Mein Monatsmotto, wenn nicht gar meine Monatsaufgabe lautet also:

Nieder mit dem Multitasking!



Denn genau das ist es, was mir momentan die Fähigkeit nimmt, die Dinge die ich anpacke, mit Sorgfalt und kompletter Aufmerksamkeit auszuführen. Dadurch bin ich nicht komplett geistig anwesend, durchdenke das eine während ich das andere mache und ein schlechtes Gewissen habe, weil ich mich doch eigentlich noch um das dritte und vierte kümmern sollte und das fünfte schon gar nicht mehr innerhalb meiner selbst festgesetzten Rahmen erfüllen kann. Das eine ist dann zwar gemacht, aber nicht richtig korrekt und dann muss das nochmal gemacht werden und alle Arbeit und Zeit ist verschenkt. Kann dem jemand folgen? Ich kann es irgendwie nicht mehr.

 Ich erkläre mal einfach Multitasking (bzw. in meinem Fall vor allem das "Multithinking") als unerwünscht und hoffe mal, dass ich im April dann Sonja von wertvoll, die immer am ersten des Monats Mottos sammelt, nachahmen kann. Die nimmt sich für den März nämlich Seelenruhe vor ... vor der steht bei mir erstmal noch Arbeit ;)

Link Within

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...