Donnerstag, 13. Juli 2017

12 von 12

Am 12. Tag eines jeden Monats veröffentlichen Blogger 12 Fotos ihres Tages.
Gesammelt werden diese anschaulichen Tagesprotokolle bei Draußen nur Kännchen
Und heute komme ich endlich auch mal wieder dazu, dabei zu sein. 
(So ein Handy mit guter Kamera hat schon echt was für sich ;) )


Mein Tag fühlte sich heute enorm voll an und war es auch. 
Unsere Tagesmutter hat seit Anfang der Woche Urlaub, hier in Brandenburg sind aber noch keine Ferien, wodurch wir nun eineinhalb Wochen Kinderbetreuung parallel zur Arbeit wuppen müssen. Geht aber - vor allem mal wieder dank Großelternpower an zwei Tagen - super.





Der Tag beginnt früh, die Nacht war bescheiden. Mich hat mal wieder eine latente Erkältung mit Halsschmerzen und Reizhusten erwischt, mein Immunsystem verkrümelt sich irgendwie in der Schwangerschaft schnell. Dafür hatte ich dann genügend Zeit, Getreidekaffee und Ruhe, um so einige Sätze zu einer Begebenheit des gestrigen Tages, das doch so einige Gedanken in mir aufgewühlt hat, zu Papier zu bringen.

Das Tochterkind schlief ein bisschen länger als sonst. Gönne ich ihr. 
Unglaublich lange wollte sie dann mit mir malen, bis ich ihr dann doch die Haare machte und wir losmussten. Frühstück gab es heute mal ganz anders, außer Haus frühstücken wir sonst nie.





Heute Vormittag fand ein Vorstandstreffen des örtlichen Kulturvereines statt, an dem ich als neugewähltes Vorstandsmitglied natürlich teilnehmen musste. Treffpunkt war unsere schöne kleine Bibliothek, in der sogar gerade ein Märchenvorlesen für Kindergartenkinder stattfand. Während wir also besprachen hörte das Töchterchen Märchen, blätterte durch Bücher, malte und puzzelte. Eineinhalb Stunden machte sie das ganze mit, dann war es aber auch gut, dass es ein Ende hatte. 

Zuhause gab es dann ein schnelles Mittagsessen, das Töchterchen verschwand zum Mittagschlaf in ihrem Zimmer und ich erledigte schnell noch ein bisschen Wäsche. 




Statt noch mehr Haushalt zu wuppen entschied ich mich für eine halbe Stunde mit Heißgetränk und Häkelarbeit. Zumindest ein bisschen Ruhe und Füße-hoch an diesem Tag. 
Der Lieblingsmann hat für heute extra einige Stunden rausgearbeitet und stand pünktlich halb zwei auf der Matte, um mich abzulösen. Also ab zur Arbeit.

Meine drei Musical-Kurse heute waren ganz besonders aufgeregt und angespannt, denn es waren unsere letzten regulären Stunden des Schuljahres und die letzten Übungsmöglichkeiten für ihre Auftritte am Wochenende und am letzten Schultag. Ich selbst bin auch schon ganz gespannt, immerhin führt eine Gruppe vor der gesamten Schule ein Lied und zwei weitere Gruppen sogar ein kurzes eigenes Programm vor knapp hundert Leuten auf. Das wird eine ganz große und tolle Erfahrung für alle und sicherlich ein toller Schuljahresabschluss.



Normalerweise rundet noch eine Stunde Zumba den Tag ab, der einzige Kurs überhaupt, den ich nur besuche statt ihn selbst zu geben. Das fiel wegen Krankheit unserer Trainerin allerdings aus und an diesem Tag war ich auch nicht so traurig darüber. Wäre mit meiner Erkältung auch nicht so die gute Idee gewesen, denke ich ;)

Zuhause erwarteten mich dann Mann, Kind, Katzen und Hasen. Nachdem alle bis auf ersteren futtertechnisch versorgt worden sind und das Kind im Bett gelandet war, zog ich noch eine Runde durch den Garten - dem Regen zum Trotz. Ich freute mich, endlich mal eine Frucht an den herumkrepelnden Tomaten entdeckt zu haben, und kann mir natürlich nicht verkneifen, ein paar Johannisbeeren vom Strauch zu naschen. Dazu hat man schließlich einen Garten.


Dann wurde ich vom Lieblingsmann zum Abschluss des Tages bekocht.
Den Luxus erkaufe ich mir übrigens damit, dass ich das dann alles saubermachen darf ;)

Dienstag, 4. Juli 2017

Halbzeit zweite Schwangerschaft*

Es ist einerseits alles so vertraut und bekannt, 
andererseits doch immer wieder ein neues Wunder.


Das zweite Mal schwanger. Altbekannt und doch teilweise so anders.

Ebenso wie jedes Baby, jedes Kind und jeder Mensch unterschiedlich ist, so unterscheiden sich natürlich auch die Schwangerschaften. Das hat man schon gehört, es am eigenen Leib zu erfahren ist aber nochmal eine ganz andere Sache. Jetzt, zur Halbzeit meiner zweiten Schwangerschaft, habe ich doch noch etwas genauer darüber nachgedacht, was dieses mal so alles anders ist.

Eines haben unsere Kinder schon einmal gemeinsam: Sie sind absolute Wunschkinder und kamen jeweils erstaunlich schnell zu uns. Wir schätzen uns sehr glücklich darüber.

Ebenso ist die Spannung darüber, was für Eigenschaften und Talente dieser kleine neue Mensch mal haben wird, ein alltäglicher Gedanke. Die Faszination um das Leben, das in mir entstanden ist und immer weiter wächst und gedeiht, ist ungebrochen und riesengroß.

Noch eine Gemeinsamkeit meiner Schwangerschaften: ich habe beide Male gefühlt, als es geklappt hatte. Dieses kleine Kribbeln, das mir innerlich verraten hat: jetzt ist da etwas ganz klitzekleines und doch so großes und bedeutendes in dir passiert. Es ist wirklich magisch.

Doch so einige Dinge sind auch einfach anders ...




1. Der Alltag

Die zweite Schwangerschaft steht natürlich nicht so im Vordergrund unseres Alltags wie die erste. Schließlich ist das große Kind weiterhin in vollem Umfang zu betreuen und auch die Aufgaben im Haushalt sind mit Haus und Garten alles andere als weniger geworden.

Trotzdem ist es selten bis nie so, dass ich meine Schwangerschaft gar vergesse. Es ist mir ständig bewusst, aber angenehm unaufgeregt und entspannt. 

Einen Urlaub gibt es diesmal vor der Geburt nicht, aber wir versuchen die Zeit so intensiv und bewusst zu genießen wie es nur geht. Und in meiner Schublade liegt auch noch ein Gutschein für eine professionelle Schwangerschaftsmassage zuhause. Das ist ja auch ein kleiner Urlaub.


17. und 19. Woche - oben 2014, unten 2017
2. Der Bauch

Wie es wohl fast jeder Zweitmami geht: der Bauch wächst wesentlich schneller. Ist halt alles schonmal ordentlich gebraucht und ausgeleiert gewesen, mein Bindegewebe gehört zu den Schlechteren und alle Babypfunde waren auch nicht runter als es nun wieder klappte.

Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt in der ersten Schwangerschaft nur wenige Umstandsteile gekauft, diesmal gibt es da schon mehr in meinem Schrank. Drei-vier Umstandskleider, zwei Leggins, eine Hose, dazu noch zwei Umstandsshirts vom letzten Mal, die den Schrank gar nicht verlassen haben ... Es gibt aber auch wahnsinnig schöne Sachen! Bei Paulina Umstandsmode könnte ich zum Beispiel ewig schmökern ...  

Auch fühlt sich das, was ich von meinem Baby spüre, ganz anders an.
Bei meiner Tochter war es ab der 17. Woche ein Flattern, wie von Schmetterlingen oder das Blubbern von Goldfischchen. Nun spüre ich seit der 15. Woche immer mal wieder ein intensives Drücken von innen, so langsam auch erkennbare Tritte.


3. Das Outing

Body von Paulina Umstandsmode
Unsere Tochter hat sich mit der Enthüllung ihres Geschlechts wirklich Zeit gelassen. Bis zur 22. Woche hat sie immer fleißig die Beinchen zusammengekniffen, erst bei der Feindiagnostik hat sie sich gezeigt. Bis dahin war mein Gefühl eher zu einem Jungen gegangen, so kann man sich eben irren.

Unser zweites Wunder zeigte sich bereits in der 18. Woche in seiner ganzen Pracht. Diesmal wird es ein Junge und ich bin unheimlich glücklich darüber. Über ein zweites Mädchen hätte ich mich ebenso gefreut, aber ich empfinde es wirklich als Privileg, nun auch einen kleinen Buben zu bekommen und groß ziehen zu können. 

Schwierig wird es diesmal mit dem Namen. Bereits zwei Jahre vor dem ersten Kind hatten wir schon unsere Namen parat und beschlossen. Nun ist der Jungenname davon aber so extrem beliebt und häufig verteilt, dass es für uns jetzt auf Namensuche geht und das ist gar nicht so einfach. Nicht zu häufig, aber auch nicht überexotisch oder gewollt originell, darf nicht mit dem Anfangsbuchstaben unseres Nachnamens anfangen oder aufhören (da hab ich so ne Sperre gegen...), es ist wirklich schwer. Aber ein bisschen Zeit haben wir ja noch ;)


4. Die Wehwehchen

Die Schwangerschaftswehwehchen halten sich zum Glück auch dieses Mal in Grenzen. Übelkeit war nur ab und zu mal sporadisch und nicht allzu schlimm vorhanden, seit dem vierten Monat fühle ich mich auch wieder sehr energiegeladen und leistungsfähig.

Was dieses Mal gar nicht geht ist das Tragen hoher Schuhe. Sobald ich auch nur ein wenig Absatz länger als ein paar Minuten trage rächt sich das mit Ischiasschmerzen, diese kannte ich aus der ersten Schwangerschaft überhaupt nicht. Außerdem bilden und verstärken sich Besenreißer und Krampfadern an den Beinen - obwohl ich das im Nachhinein gesehen auch beim ersten Mal hatte, die Nachfrage dazu hatte meine damalige Ärztin aber ignoriert. Jetzt hab ich eine wunderschöne Kompressionsstrumpfhose, die ich möglichst regelmäßig trage.


5. Die große Schwester

Hach, ich komme kaum mehr aus dem Schwärmen heraus, so toll macht sich unsere Tochter als zukünftige große Schwester. Ihre Freude ist groß, das Thema allgegenwärtig. Nächste Woche darf sie mit zum Ultraschall, darauf fiebert sie mächtig hin. Täglich wird der Bauch gestreichelt, begutachtet und geknutscht, immer wieder will sie die zwei Bücher zum Thema Baby und Geburt vorgelesen bekommen. Sie passt auf, dass ich nicht schwer trage und will auch selbst nicht mehr auf den Arm genommen werden, um dem Baby nicht weh zu tun. Gemeinsam haben wir ihre Babysachen sortiert, gewaschen und aufgehangen. Wir haben sogar ziemlich viele jungentaugliche Sachen, müssen also gar nicht groß was dazukaufen. Obwohl ... wenn ich so herumstöbere, kommt mir der Gedanke, dass sich der ein oder andere Kauf hormonell bedingt sicher nicht verhindern lassen wird ;)

Schühchen und Body wurden zu verfügung gestellt von Paulina Umstandsmode


Sie wird eine wundervolle große Schwester und wir freuen uns täglich über den Altersunterschied, den wir uns genau so immer gewünscht und vorgestellt haben. Für uns ist es einfach perfekt.


Die wichtigste Gemeinsamkeit aber ist und bleibt: 
DU bist aus Liebe entstanden, aus einem tiefen Wunsch heraus, und wirst in eine liebevolle und glückliche Familie hineingeboren.
Wir freuen uns auf dich!

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