Dienstag, 4. Juli 2017

Halbzeit zweite Schwangerschaft*

Es ist einerseits alles so vertraut und bekannt, 
andererseits doch immer wieder ein neues Wunder.


Das zweite Mal schwanger. Altbekannt und doch teilweise so anders.

Ebenso wie jedes Baby, jedes Kind und jeder Mensch unterschiedlich ist, so unterscheiden sich natürlich auch die Schwangerschaften. Das hat man schon gehört, es am eigenen Leib zu erfahren ist aber nochmal eine ganz andere Sache. Jetzt, zur Halbzeit meiner zweiten Schwangerschaft, habe ich doch noch etwas genauer darüber nachgedacht, was dieses mal so alles anders ist.

Eines haben unsere Kinder schon einmal gemeinsam: Sie sind absolute Wunschkinder und kamen jeweils erstaunlich schnell zu uns. Wir schätzen uns sehr glücklich darüber.

Ebenso ist die Spannung darüber, was für Eigenschaften und Talente dieser kleine neue Mensch mal haben wird, ein alltäglicher Gedanke. Die Faszination um das Leben, das in mir entstanden ist und immer weiter wächst und gedeiht, ist ungebrochen und riesengroß.

Noch eine Gemeinsamkeit meiner Schwangerschaften: ich habe beide Male gefühlt, als es geklappt hatte. Dieses kleine Kribbeln, das mir innerlich verraten hat: jetzt ist da etwas ganz klitzekleines und doch so großes und bedeutendes in dir passiert. Es ist wirklich magisch.

Doch so einige Dinge sind auch einfach anders ...




1. Der Alltag

Die zweite Schwangerschaft steht natürlich nicht so im Vordergrund unseres Alltags wie die erste. Schließlich ist das große Kind weiterhin in vollem Umfang zu betreuen und auch die Aufgaben im Haushalt sind mit Haus und Garten alles andere als weniger geworden.

Trotzdem ist es selten bis nie so, dass ich meine Schwangerschaft gar vergesse. Es ist mir ständig bewusst, aber angenehm unaufgeregt und entspannt. 

Einen Urlaub gibt es diesmal vor der Geburt nicht, aber wir versuchen die Zeit so intensiv und bewusst zu genießen wie es nur geht. Und in meiner Schublade liegt auch noch ein Gutschein für eine professionelle Schwangerschaftsmassage zuhause. Das ist ja auch ein kleiner Urlaub.


17. und 19. Woche - oben 2014, unten 2017
2. Der Bauch

Wie es wohl fast jeder Zweitmami geht: der Bauch wächst wesentlich schneller. Ist halt alles schonmal ordentlich gebraucht und ausgeleiert gewesen, mein Bindegewebe gehört zu den Schlechteren und alle Babypfunde waren auch nicht runter als es nun wieder klappte.

Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt in der ersten Schwangerschaft nur wenige Umstandsteile gekauft, diesmal gibt es da schon mehr in meinem Schrank. Drei-vier Umstandskleider, zwei Leggins, eine Hose, dazu noch zwei Umstandsshirts vom letzten Mal, die den Schrank gar nicht verlassen haben ... Es gibt aber auch wahnsinnig schöne Sachen! Bei Paulina Umstandsmode könnte ich zum Beispiel ewig schmökern ...  

Auch fühlt sich das, was ich von meinem Baby spüre, ganz anders an.
Bei meiner Tochter war es ab der 17. Woche ein Flattern, wie von Schmetterlingen oder das Blubbern von Goldfischchen. Nun spüre ich seit der 15. Woche immer mal wieder ein intensives Drücken von innen, so langsam auch erkennbare Tritte.


3. Das Outing

Body von Paulina Umstandsmode
Unsere Tochter hat sich mit der Enthüllung ihres Geschlechts wirklich Zeit gelassen. Bis zur 22. Woche hat sie immer fleißig die Beinchen zusammengekniffen, erst bei der Feindiagnostik hat sie sich gezeigt. Bis dahin war mein Gefühl eher zu einem Jungen gegangen, so kann man sich eben irren.

Unser zweites Wunder zeigte sich bereits in der 18. Woche in seiner ganzen Pracht. Diesmal wird es ein Junge und ich bin unheimlich glücklich darüber. Über ein zweites Mädchen hätte ich mich ebenso gefreut, aber ich empfinde es wirklich als Privileg, nun auch einen kleinen Buben zu bekommen und groß ziehen zu können. 

Schwierig wird es diesmal mit dem Namen. Bereits zwei Jahre vor dem ersten Kind hatten wir schon unsere Namen parat und beschlossen. Nun ist der Jungenname davon aber so extrem beliebt und häufig verteilt, dass es für uns jetzt auf Namensuche geht und das ist gar nicht so einfach. Nicht zu häufig, aber auch nicht überexotisch oder gewollt originell, darf nicht mit dem Anfangsbuchstaben unseres Nachnamens anfangen oder aufhören (da hab ich so ne Sperre gegen...), es ist wirklich schwer. Aber ein bisschen Zeit haben wir ja noch ;)


4. Die Wehwehchen

Die Schwangerschaftswehwehchen halten sich zum Glück auch dieses Mal in Grenzen. Übelkeit war nur ab und zu mal sporadisch und nicht allzu schlimm vorhanden, seit dem vierten Monat fühle ich mich auch wieder sehr energiegeladen und leistungsfähig.

Was dieses Mal gar nicht geht ist das Tragen hoher Schuhe. Sobald ich auch nur ein wenig Absatz länger als ein paar Minuten trage rächt sich das mit Ischiasschmerzen, diese kannte ich aus der ersten Schwangerschaft überhaupt nicht. Außerdem bilden und verstärken sich Besenreißer und Krampfadern an den Beinen - obwohl ich das im Nachhinein gesehen auch beim ersten Mal hatte, die Nachfrage dazu hatte meine damalige Ärztin aber ignoriert. Jetzt hab ich eine wunderschöne Kompressionsstrumpfhose, die ich möglichst regelmäßig trage.


5. Die große Schwester

Hach, ich komme kaum mehr aus dem Schwärmen heraus, so toll macht sich unsere Tochter als zukünftige große Schwester. Ihre Freude ist groß, das Thema allgegenwärtig. Nächste Woche darf sie mit zum Ultraschall, darauf fiebert sie mächtig hin. Täglich wird der Bauch gestreichelt, begutachtet und geknutscht, immer wieder will sie die zwei Bücher zum Thema Baby und Geburt vorgelesen bekommen. Sie passt auf, dass ich nicht schwer trage und will auch selbst nicht mehr auf den Arm genommen werden, um dem Baby nicht weh zu tun. Gemeinsam haben wir ihre Babysachen sortiert, gewaschen und aufgehangen. Wir haben sogar ziemlich viele jungentaugliche Sachen, müssen also gar nicht groß was dazukaufen. Obwohl ... wenn ich so herumstöbere, kommt mir der Gedanke, dass sich der ein oder andere Kauf hormonell bedingt sicher nicht verhindern lassen wird ;)

Schühchen und Body wurden zu verfügung gestellt von Paulina Umstandsmode


Sie wird eine wundervolle große Schwester und wir freuen uns täglich über den Altersunterschied, den wir uns genau so immer gewünscht und vorgestellt haben. Für uns ist es einfach perfekt.


Die wichtigste Gemeinsamkeit aber ist und bleibt: 
DU bist aus Liebe entstanden, aus einem tiefen Wunsch heraus, und wirst in eine liebevolle und glückliche Familie hineingeboren.
Wir freuen uns auf dich!

Kommentare:

  1. Hach wie schön zu lesen. Für mich ist es spannend, zu sehen, wie sich die zweite Schwangerschaft anders anfühlt (auch wenn ich selber ja keine Kinder habe!). Ich freue mich so sehr für euch und auch, dass das Tochterkind so gut mitmacht.
    Liebe Grüsse Alizeti

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  2. Das hast Du aber schön geschrieben. Auch ein Junge bei Euch! Wie bei uns - und ich sehe, wir haben exakt das gleiche Namensproblem.... Wir haben da mittlerweile ein ganz passables Ergebnis, auch wenn unsere große Tochter so ganz eigene Vorstellungen hat.... und sie sogar im Schuhgeschäft beim Bezahlen der Verkäuferin über den Kassentresen verkündet!

    Beste Kugelgrüße
    Mara Zeitspieler

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